<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Wavetank &#187; Gesellschaft</title>
	<atom:link href="http://wavetank.de/tag/gesellschaft/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://wavetank.de</link>
	<description>everything collaboration</description>
	<lastBuildDate>Tue, 21 May 2013 22:21:19 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.4</generator>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Fortschritt</title>
		<link>http://wavetank.de/2013/05/fortschritt/</link>
		<comments>http://wavetank.de/2013/05/fortschritt/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 21 May 2013 22:21:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beschleunigung]]></category>
		<category><![CDATA[Event]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Utopie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://wavetank.de/?p=825</guid>
		<description><![CDATA[Bei ARTE wird ein Versuch über den Fortschritt gesendet. Soweit man von Senden noch sprechen kann. Wir nutzen dies hier als Hinweis auf das K-Camp, bei dem es um eben dieses Spannungsverhältnis gehen soll: Kunst, Technologie und Gesellschaft.

Details zum K-Camp natürlich auch auf Facebook.
Kurzinfo
K-CAMP
23.05.2013, ab 18:30 Uhr
Kunstsammlung NRW
Grabbeplatz 5
40213 Düsseldorf
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Bei ARTE wird <a href="http://www.arte.tv/guide/de/045557-003/philosophie?autoplay=1" target="_blank">ein Versuch über den Fortschritt</a> gesendet. Soweit man von Senden noch sprechen kann. Wir nutzen dies hier als Hinweis auf das <a href="http://k-camp.de/" target="_blank">K-Camp</a>, bei dem es um eben dieses Spannungsverhältnis gehen soll: Kunst, Technologie und Gesellschaft.</p>
<p><script type="text/javascript" src="http://www.arte.tv/playerv2/embed.php?json_url=http://org-www.arte.tv/papi/tvguide/videos/stream/player/D/045557-003_PLUS7-D/ALL/ALL.json&#038;lang=de_DE&#038;config=arte_tvguide"></script></p>
<p>Details zum K-Camp <a href="https://www.facebook.com/events/323825657746011/" target="_blank">natürlich auch auf Facebook</a>.</p>
<p><strong>Kurzinfo</strong><br />
K-CAMP<br />
23.05.2013, ab 18:30 Uhr<br />
Kunstsammlung NRW<br />
Grabbeplatz 5<br />
40213 Düsseldorf</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wavetank.de/2013/05/fortschritt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Meta-pher</title>
		<link>http://wavetank.de/2012/11/meta-pher/</link>
		<comments>http://wavetank.de/2012/11/meta-pher/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 08 Nov 2012 18:39:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Kybernetik]]></category>
		<category><![CDATA[Szenarien]]></category>
		<category><![CDATA[Beschleunigung]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Ektropie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Medium]]></category>
		<category><![CDATA[Raum]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
		<category><![CDATA[Utopie]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>
		<category><![CDATA[Vernetzung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://wavetank.de/?p=769</guid>
		<description><![CDATA[Nach dem J. vor einigen Jahren das Thema aus einer sprachanalytischen und politischen Sicht auseinander klamüsert hat, habe ich aus aktuellem Anlass eine sehr viel knappere, eher medientheoretische Zusammenfassung verfasst, die, der Vollständigkeit halber, hier wiedergegeben sei.
Ist das Internet ein Raum?
[… ] wir sind uns einig, dass die &#8222;Kanal-Metapher&#8220; untauglich ist; doch ploppt in mehreren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Nach dem <a href="/2009/08/google-wave-als-raum-und-die-macht-der-metapher-in-zeiten-der-restauration/">J. vor einigen Jahren</a> das Thema aus einer sprachanalytischen und politischen Sicht auseinander klamüsert hat, habe ich aus aktuellem Anlass eine sehr viel knappere, eher medientheoretische <em>Zusammenfassung</em> verfasst, die, der Vollständigkeit halber, hier wiedergegeben sei.</p>
<p><strong>Ist das Internet ein Raum?<br />
</strong>[… ] wir sind uns einig, dass die &#8222;Kanal-Metapher&#8220; untauglich ist; doch ploppt in mehreren (großen) deutschen Medienhäusern nun plötzlich die Raum-Metapher wieder auf. Diese greift auf der einen Seite zu kurz und ist auf der anderen Seite – die dann wieder politisch ist – zudem gefährlich… Am Ende wird es dann utopisch.</p>
<p><span id="more-769"></span></p>
<p><strong>Die eine Seite:</strong><br />
Ein Raum impliziert immer noch Grenzen und Kontrolle. Diese sind im Netz nicht gegeben. Weder über die Entwicklung eines Themas, über die Art und Anzahl der Teilnehmer über die Stimmung oder Verbreitungsgrade. Ein Raum ohne Grenzen, ist aber kein Raum, sondern die Welt.</p>
<p><strong>Die zweite Seite der einen Seite:</strong><br />
Ein Raum impliziert zudem eine Trennung von anderen Räumen. Als gäbe es &#8222;Wohnzimmer- und Schlafzimmer-Medien&#8220; mit verschiedenen Funktionsbereichen und klaren Übersetzungsprozessen. Dies ist maximal dann anzunehmen, wenn die Transferkosten nur von formal agierenden, institutionellen &#8222;Anbietern&#8220; geleistet werden können.</p>
<p>Das Internet ist aber Medium und Metamedium zugleich. Es vernetzt alle vorhandenen Medien und erlaubt beliebige Feedbackschleifen. Das bedeutet, dass es auch für die herkömmlichen Medien neue Gesetzmäßigkeiten geben muss…</p>
<p><strong>Die andere Seite:</strong><br />
Der Begriff Raum ist kulturell &amp; sprachlich mit Mustern aller Art belegt, die, wenn sie auf einen Nicht-Raum angewandt werden, zu Fehlschlüssen für einzelne Unternehmen oder auch unsere Gesellschaft als Ganzes führen:</p>
<p><strong>&#8222;Das Internet ist kein rechtsfreier Raum&#8220;</strong><br />
Das ist ein inhaltsleerer Satz der ausschließlich grammatisch logisch ist. Alle möglichen und unmöglichen Spieler nutzen diese sprachliche Brücke für eine merkwürdige Politik die entweder von Angst oder wenig demokratie-freundlicher Gesinnung getrieben zu sein scheint.</p>
<p><strong>Digitalisierung</strong><br />
Zu guter Letzt greift aber auch die &#8222;Mediums-Definition&#8220; für das Internet zu kurz. Viel zu kurz. Sie mag zwar dem Ego von Verlegern und Medienschaffenden schmeicheln, doch wäre dies eine brutal unterkomplexe Darstellung der Möglichkeiten einer vernetzten und digitalen Welt. Digitales Geld ist ebenso Teil des Netzes, wie elektronische Fußfesseln, ubiquitäre Sensoren, 3D-Drucker-Datendistributionsprozesse, Dronen, Algorithmen bis hin zu künstlichen Intelligenzen.</p>
<p>Dieser Welt mit einem maximal medientheoretischen Verständnis zu begegnen ist fahrlässig und entspricht dem Nicht-Antreten in einem asynchronen Wettbewerb. Oder dem Versuch, mit den Regelwerken eines endlichen Spieles, in einem unendlichen zu punkten.</p>
<p><strong>Verdichtung</strong><br />
Vielleicht gehört die Idee vom Netz auch gar nicht in eine Klasse, sondern ist selbst die abstrakteste Form von etwas, was wir noch nicht ganz fassen können. Was nicht ein Teil von uns ist, sondern von dem wir ein Teil sind. Es scheint das Potential zu haben, eine großangelegte Verdichtung voranzutreiben und zugleich der Acker für die nächsten Stufen der Beschleunigung.</p>
<p>Ohne Utopien wie auch Dystopien, ohne umfassende Visionen und Szenarien (siehe z.B. <a href="http://wavetank.de/2012/08/vom-umgang-mit-der-zukunft/">hier</a>), ohne eine kritische Reflexion, deren Flughöhe wir zur Zeit maximal erahnen können, werden wir den Wellen dieses Tsunamis hilflos ausgeliefert sein.</p>
<p>Möge der Himmel uns nicht auf den Kopf fallen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wavetank.de/2012/11/meta-pher/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Drölftens.</title>
		<link>http://wavetank.de/2011/09/drolftens/</link>
		<comments>http://wavetank.de/2011/09/drolftens/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Sep 2011 07:36:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Ästhetische Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Beschleunigung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Memetik]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Partien]]></category>
		<category><![CDATA[Piraten]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Systeme]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Utopie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://wavetank.de/?p=755</guid>
		<description><![CDATA[In der drölften Session der Ästhetischen Gesellschaft steht die Resilienz von Netzwerken gegen deren Fluidität in Frage. Ob es wohl eine übergeordnete, gar memetische Struktur gibt, die durch Netzwerke genährt wird? Die Last Poets einer residenten zivilisatorischen Charakteristik dürften in diesem Fall von jeder allgemein-agilen Kommunikationsästhetik in Angst und Schrecken versetzt werden. Ausweg? Beschleunigung! Aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>In der drölften Session der Ästhetischen Gesellschaft steht die Resilienz von Netzwerken gegen deren Fluidität in Frage. Ob es wohl eine übergeordnete, gar memetische Struktur gibt, die durch Netzwerke genährt wird? Die Last Poets einer residenten zivilisatorischen Charakteristik dürften in diesem Fall von jeder allgemein-agilen Kommunikationsästhetik in Angst und Schrecken versetzt werden. Ausweg? Beschleunigung! Aber seht selbst…</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/29671004?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0&amp;autoplay=0" width="398" height="224" frameborder="0" webkitAllowFullScreen allowFullScreen></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wavetank.de/2011/09/drolftens/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die ästhetische Zahl</title>
		<link>http://wavetank.de/2011/07/die-asthetische-zahl/</link>
		<comments>http://wavetank.de/2011/07/die-asthetische-zahl/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 17 Jul 2011 15:12:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beschleunigung]]></category>
		<category><![CDATA[Die Ästhetische Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kybernetik]]></category>
		<category><![CDATA[Szenarien]]></category>
		<category><![CDATA[Ästhetik]]></category>
		<category><![CDATA[Die ästhetische Zahl]]></category>
		<category><![CDATA[Ektropie]]></category>
		<category><![CDATA[Fortschritt]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Thermodynamik]]></category>
		<category><![CDATA[Utopie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://wavetank.de/?p=748</guid>
		<description><![CDATA[Die &#8222;ästhetische Zahl&#8220; definiert die Anzahl an Technologien, die eine Gesellschaft in der Zeit integrieren kann, die von ihr als kleinste zusammenhängende Einheit kollektiv wahrgenommen wird: Eine Micro-Epoche.
In diesem Sinne gibt es zwei wesentliche Bewertungsfaktoren: 1. ist eine so definierte Micro-Epoche in Realzeit länger oder kürzer als die vorhergehende und 2. ob die ästhetische Zahl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Die &#8222;ästhetische Zahl&#8220; definiert die Anzahl an Technologien, die eine Gesellschaft in der Zeit integrieren kann, die von ihr als kleinste zusammenhängende Einheit kollektiv wahrgenommen wird: Eine Micro-Epoche.</p>
<p>In diesem Sinne gibt es zwei wesentliche Bewertungsfaktoren: 1. ist eine so definierte Micro-Epoche in Realzeit länger oder kürzer als die vorhergehende und 2. ob die ästhetische Zahl von einer Micro-Epoche zur nächsten zu- oder abnimmt. Von <a title="Ektropie" href="http://wavetank.de/tag/ektropie/">Ektropie</a> sollte nur gesprochen werden, wenn 1. kleiner und 2. größer wird.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wavetank.de/2011/07/die-asthetische-zahl/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zwölf</title>
		<link>http://wavetank.de/2011/06/zwolf/</link>
		<comments>http://wavetank.de/2011/06/zwolf/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 21:36:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Beschleunigung]]></category>
		<category><![CDATA[Ektropie]]></category>
		<category><![CDATA[Entropie]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kybernetik]]></category>
		<category><![CDATA[Systeme]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Transhumanismus]]></category>
		<category><![CDATA[Utopie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://wavetank.de/?p=741</guid>
		<description><![CDATA[Unter Berücksichtigung von Evolution und Systemtheorie wird es schwierig zu definieren, was Transhumanismus eigentlich ist. Wenn es eine radikale Form der Evolution ist und systemischen Regeln folgt, gibt es ihn nicht. (Es sei denn, wir definieren den Humanismus als den Transprimatismus.) Sollte der Mensch sich seiner Natur jedoch entledigen können und sollte der Transhumanismus nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Unter Berücksichtigung von Evolution und Systemtheorie wird es schwierig zu definieren, was Transhumanismus eigentlich ist. Wenn es eine radikale Form der Evolution ist und systemischen Regeln folgt, gibt es ihn nicht. (Es sei denn, wir definieren den Humanismus als den Transprimatismus.) Sollte der Mensch sich seiner Natur jedoch entledigen können und sollte der Transhumanismus nicht nur eine Transformation der Gestalt sondern auch seiner Kultur sein, dann gibt es ihn doch… </p>
<p>In beiden Fällen ist es jedoch wichtig, sich gelegentlich darüber zu unterhalten:</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/25370561?portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Linknachtrag: <a href="http://www.fas.org/spp/military/docops/usaf/2025/">Air Force 2025</a>, Konzept des <a href="http://www.fas.org/spp/military/docops/usaf/2025/af/a-f-2.htm">Delta TeK</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wavetank.de/2011/06/zwolf/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gesellschaftsweitwurf</title>
		<link>http://wavetank.de/2011/05/gesellschaftsweitwurf/</link>
		<comments>http://wavetank.de/2011/05/gesellschaftsweitwurf/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 01 May 2011 14:14:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Ästhetische Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Ästhetik]]></category>
		<category><![CDATA[Beschleunigung]]></category>
		<category><![CDATA[Ektropie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Luhmann]]></category>
		<category><![CDATA[Systeme]]></category>
		<category><![CDATA[Utopie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://wavetank.de/?p=729</guid>
		<description><![CDATA[Kunst ist auch manchmal eines: Gesellschaftsweitwurf. Eine trajektorische Disziplin, selbige man Stefan Zöllners durchaus zuschreiben kann: Obwohl sie machtlos wirkt, da ihr offener Ideenraum dem Betrachter weder Rezeptions- noch Antwortebene vorzuschreiben scheint, kann sie dennoch qua ihrer utopischen Hellsicht den wachen Teilnehmer signifikant beschleunigen.
Vor ca. einem Jahr waren Siggi und ich zu Gast in Stefans Atelier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Kunst ist auch manchmal eines: Gesellschaftsweitwurf. Eine trajektorische Disziplin, selbige man <a title="Stefan Zöllners Website: stefanzoellner.com" href="http://www.stefanzoellner.com/">Stefan Zöllners</a> durchaus zuschreiben kann: Obwohl sie machtlos wirkt, da ihr offener Ideenraum dem Betrachter weder Rezeptions- noch Antwortebene vorzuschreiben scheint, kann sie dennoch qua ihrer utopischen Hellsicht den wachen Teilnehmer signifikant beschleunigen.</p>
<p>Vor ca. einem Jahr waren <a href="http://www.siggibecker.de/blog/" title="Siggi Becker">Siggi</a> und <a href="http://bruysten.com/" title="Tim Bruysten">ich</a> zu Gast in Stefans Atelier vor den Toren Düsseldorfs. Dabei entstand der folgende kleine Clip (aus der Hüfte geschossen), den wir anlässlich der <a title="AION im BBK in Köln" href="http://www.derraum.com/aion-ausstellung-im-bbk-koln">AION</a>-Vernisage in Köln gerade wiedergefunden haben.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/8749439?portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0"></iframe></p>
<p>The Siggi&#8217;s Speech zur AION Ausstellung wurde ebenfalls videofiziert:</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/23054133?portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wavetank.de/2011/05/gesellschaftsweitwurf/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Diskurskratie vs. Utopiekratie</title>
		<link>http://wavetank.de/2010/12/diskurskratie_vs_utopiekratie/</link>
		<comments>http://wavetank.de/2010/12/diskurskratie_vs_utopiekratie/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 30 Dec 2010 15:54:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beschleunigung]]></category>
		<category><![CDATA[Die Ästhetische Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ästhetik]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
		<category><![CDATA[System]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://wavetank.de/?p=647</guid>
		<description><![CDATA[Als homo sapiens sapiens sollte man die Evolution lieber nicht doof finden; nur hat ebendiese nicht die Eigenschaft, Halt zu machen, wenn es Vertretern ebenselber Gattung zu bunt wird. Weder zögert sie temporal noch spatial. Sie ist eine grundlegende Eigenschaft von Systemen. Zum Leidwesen zahlreicher Branchen ist die vom homo sapiens sapiens hervorgebrachte Technologie aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Als homo sapiens sapiens sollte man die Evolution lieber nicht doof finden; nur hat ebendiese nicht die Eigenschaft, Halt zu machen, wenn es Vertretern ebenselber Gattung zu bunt wird. Weder zögert sie temporal noch spatial. Sie ist eine grundlegende Eigenschaft von Systemen. Zum Leidwesen zahlreicher Branchen ist die vom homo sapiens sapiens hervorgebrachte Technologie aber auch ein System. Ebenso wie seine Kommunikation. Damit entziehen sich diese drei Begriffe einer allgemeinen Kontrolle. Zwar kann im einzelnen intrasystemisch reguliert oder beeinflusst werden (siehe z.B. &#8222;Framing&#8220; in <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Kt0VJoyNaB8">diesem Video</a>), die Entwicklung des Ganzen geschieht jedoch ohne das Zutun einzelner Protagonisten.</p>
<p>In diesem Sinne ist gestern <a href="http://carta.info/36869/verlegerforderung-leistungsschutzrecht-ja-habt-ihr-denn-ueberhaupt-keinen-stolz/">mancherorts eine Diskussion</a> und <a href="http://www.facebook.com/betweendrafts/posts/129236590472994">andernorts ein Diskurs</a> entbrannt. Es wäre dem System Hypertext wie der Intelligenz der Leser des Wavetanks nicht angemessen, die Argumente von dem einen wie dem anderen Ort hier zu repetieren. Es geht vielmehr um das Leitthema, des Verlassens der Postmoderne: Die Medienrevolution. (Die <a href="http://wavetank.de/tag/asthetische-gesellschaft/">Ästhetische Gesellschaft</a> hat dieses Thema ebenfalls mehrfach erörtert.)</p>
<p><span id="more-647"></span></p>
<p>Ein Symptom dieses Systemwechsels ist das Wehklagen der Vertreter der Medienimperien, die einen Markt vertreten, dessen Gut in einer transparenten Gesellschaft keine Wertschöpfungskraft besitzt. Der Markt selbst gewann seine Existenzberechtigung dadurch, dass er zur Beschleunigung und Transparenz beitrug. Damals. Nun hat sich das Ökosystem in dem dieser Markt existiert soweit verändert, dass es ohne ihn &#8222;an sich&#8220; beschleunigender wirkt und transparenter ist.</p>
<p>Die Innen- und Außengrenze dieser Medienimperien ist umgeben von einem Ökosystem aus der Moderne in der die Massenmedien nach unserem Verständnis sich etablierten. Der Versuch, die Politik und Wirtschaftsordnung dieser Moderne mit den kommunikativen Gesten der Postmoderne nun in einer restaurativen Bewegung künstlich am Leben zu halten, gleicht einem kulturellen Massaker. Es ist ein Blutbad am 21. Jahrhundert und kein Zweck heiligt die Mittel für ein solches Ziel. Vorgeschobene Argumente wie &#8222;Arbeitsplätze&#8220; bekräftigten diese Haltung, da der Begriff, wie die Kulturleistung des &#8222;Arbeitsplatzes&#8220; in der Post-Postmoderne sicherlich runderneuert werden, wenn nicht verschwinden wird.</p>
<p>Das Zeitalter der Transparenz ist auch das der Beschleunigung. Und sicher, dies stellt eine mehr als doppelte Herausforderung dar. Unsere Gattung muss sich in ihren Werten beweisen, wie nie zuvor. Während die institutionellen Normgeber durch einen Realzeitdiskurs abgelöst werden, müssen wir, kaum angefangen die notwendigen neuen kulturellen Gesten und Werte auszubilden, diese schon zu verwenden versuchen: beim Erstaunen vor dem anderen System – der Technologie. Die uns ihre exponentielle Entwicklung darbietet. Wir stehen am Scheideweg. Möchten wir den unsichtbaren Utopien und Magien des 21. Jahrhunderts folgen oder mit Gewalt zurückbleiben? (siehe auch: <a title="Vom kulturellen Wirkungsquantum" href="http://wavetank.de/2010/04/vom-kulturellen-wirkungsquantum/">&#8222;Vom kulturellen Wirkungsquantum&#8220;</a>).</p>
<p>Folgt man den validen Utopien und meidet die Populisten (Kurzweil &amp; C0.), so stehen wir vor wesentlich bedeutenderen Fragestellungen als der Frage nach dem Existenz-Erbrecht, welches die &#8222;vierte Gewalt&#8220; für sich anzunehmen scheint und dass nun mittels Steuer künstlich Nährboden geschaffen werden soll. Was für eine absurde Farce, wo doch schon eine alte Theaterweisheit sagt, dass den König die anderen machen: <em>XYZ</em> als institutionalisierte Repräsentanten der vierten Gewalt haben nur in einer Welt ein Existenzrecht, in der es einen faktischen Nutzen für den Souverän gibt (kurzer Verweis auf das oben schon verlinkte Youtube-Video).</p>
<p>&#8222;Die Fragen&#8220; sind die nach der Transparenz, Identität, virtueller Synchronizität von Ereignissen, (…) und den kommunikativen Gesten, Regeln und Normen die wir brauchen um diese Begriffe als Leitkulturbegriffe zu begreifen und greifbar zu machen. Das aktuelle Beispiel: Offenbar hat unsere Gesellschaft noch keine gelernten Gesten, geschweige denn Normen für disruptive Kanäle wie Wikileaks. Doch ist Wikileaks nur ein Symptom für eine Eigenschaft eines Systems. Das System ist &#8222;Kommunikation&#8220; und die Eigenschaft &#8222;Transparenz&#8220;.</p>
<p>Die hier schon oft zitierten Verschränkungen der aktuellen Technologien wie etwa Nano-Technologie, synthetische Biologie, Nano-Assembler, Bio- und Gen-Technologie, Robotik, Nano-Robotik, Computing usw. usf. stellen als Trägertechnologien u.a. der oben genannten Begriffe ebenfalls eine doppelte Herausforderung dar. Auf der einen Seite sind sie an sich völlig neu, und sie sind, ohne eine gravierende kulturelle Änderung unserer Kommunikationskultur nur in ihrem Symptomen sichtbar (siehe auch: <a href="http://wavetank.de/2010/01/355/">Elena Esposito: Die Transparenz der Technik in der Medialen Kommunikation</a>).</p>
<p>Diese, oft unterhalb der Wahrnehmungsschwelle der Gesellschaft liegenden technologischen Entwicklungen, entfalten sich mannigfach. Sie sind keine Gadgets, sondern Teil unserer Evolution. Teil von uns. Sie ändern uns im Innersten. Und wir brauchen eine &#8222;vierte Gewalt&#8220; die uns dies erschließt. Die uns den notwendigen Diskurs führen lässt. Doch am qualitativen, wie quantitativen Bedarf gemessen ist Facebook zu diesem Zweck sicher besser geeignet als die Süddeutsche.</p>
<p>Der Wechsel in ein Zeitalter der Transparenz muss symmetrisch vollzogen werden. Ansonsten werden wir als Gesellschaften auf Terra größere Anpassungsschmerzen beim Übergang in die neue Epoche haben, als je zuvor.</p>
<p>Insofern: <a href="http://carta.info/36869/verlegerforderung-leistungsschutzrecht-ja-habt-ihr-denn-ueberhaupt-keinen-stolz/">Ja, Mario</a>: Die Verleger hat keiner gerufen. Denn das Internet erfüllt einen anderen Zweck als eine Zeitung. Es kann nicht mit ihr und sie nicht mit ihm mithalten. Es ist kein Publikationskanal. Es ist kein &#8222;Ort&#8220; oder &#8222;(rechtsfreier) Raum&#8220;.</p>
<p>Es ist wir.</p>
<p>Siehe auch:</p>
<ul>
<li><a title="Die Gesellschaft als offenes Kunstwerk" href="http://wavetank.de/2010/02/die-gesellschaft-als-offenes-kunstwerk/">Die Gesellschaft als offenes Kunstwerk?</a></li>
<li><a href="http://wavetank.de/2010/01/information-management-and-organizational-entropy/">Paul Strassmann on Information Management and Organizational Entropy</a></li>
<li><a href="http://wavetank.de/2010/01/bot-mediated-reality/">Daniel Suarez: Bot mediated Reality</a></li>
<li><a href="http://wavetank.de/2009/08/google-wave-als-raum-und-die-macht-der-metapher-in-zeiten-der-restauration/">Google Wave als Raum und die Macht der Metapher in Zeiten der Restauration</a></li>
</ul>
<p><a title="Siggi" href="http://siggibecker.de/blog/">Siggi</a> schickte mir noch diesen Link, der sehr gut in den Kontext passt und oben zwei mal zitiert wurde:</p>
<ul>
<li><a title="Die Gegenmacht Internet" href="http://www.youtube.com/watch?v=Kt0VJoyNaB8">Die Gegenmacht Internet</a></li>
</ul>
<p>Und schließlich hat auch der Deutschlandfunk sich des Themas angenommen:</p>
<ul>
<li><a title="DRadio Wissen: Verleger wollen Geld sehen" href="http://wissen.dradio.de/internet-verleger-wollen-geld-sehen.33.de.html?dram:article_id=7566&amp;sid=&amp;random=e09520">Verleger wollen Geld sehen</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wavetank.de/2010/12/diskurskratie_vs_utopiekratie/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Webmontag</title>
		<link>http://wavetank.de/2010/12/webmontag/</link>
		<comments>http://wavetank.de/2010/12/webmontag/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 17:03:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Event]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Düsseldorf]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[JMStV]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Privacy]]></category>
		<category><![CDATA[Webmontag]]></category>
		<category><![CDATA[Wikileaks]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://wavetank.de/?p=643</guid>
		<description><![CDATA[Es wird tatsächlich geschehen. Wir sind ca. Droelfmilliardenmal gefragt worden… und ja. Ja – Endlich. 1,47 Jahre nach dem X., gibt es nun den XI. Düsseldorfer Webmontag.
Save the date: 17.01.2011, Location GingerBoy (vorläufig), wie immer, ab 19:00 Uhr. Zu besprechen gibt es genug. Die Details sind im Webmontag-Wiki.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Es wird tatsächlich geschehen. Wir sind ca. Droelfmilliardenmal gefragt worden… und ja. Ja – Endlich. 1,47 Jahre nach dem X., gibt es nun den XI. Düsseldorfer Webmontag.</p>
<p>Save the date: <strong>17.01.2011</strong>, Location <a href="http://gingerboy.de/">GingerBoy (vorläufig)</a>, wie immer, ab 19:00 Uhr. Zu besprechen gibt es genug. Die Details sind im <a href="http://webmontag.de/location/duesseldorf/index">Webmontag-Wiki</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wavetank.de/2010/12/webmontag/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>PR, Netzwerken und Propaganda unter den Bedingungen des 21. Jhds</title>
		<link>http://wavetank.de/2010/06/pr-netzwerken-und-propaganda/</link>
		<comments>http://wavetank.de/2010/06/pr-netzwerken-und-propaganda/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 10:24:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kybernetik]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Ektropie]]></category>
		<category><![CDATA[Entropie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Propaganda]]></category>
		<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://wavetank.de/?p=471</guid>
		<description><![CDATA[In den 80er und 90er Jahren wurde in Management-Seminaren und solchen, die sich dafür hielten, davon gesprochen, welche Macht im Netzwerken steckt. Nun, 2010 netzwerkt irgendwie jeder, zumindest einige hundert Millionen Menschen und dies mit exzessivem Einsatz von Hochtechnologie. Dies ist möglich, da selbige im Sinne Espositos &#8222;transparent&#8220; geworden ist.
In einer Gesellschaft, in der das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>In den 80er und 90er Jahren wurde in Management-Seminaren und solchen, die sich dafür hielten, davon gesprochen, welche Macht im Netzwerken steckt. Nun, 2010 netzwerkt irgendwie jeder, zumindest einige hundert Millionen Menschen und dies mit exzessivem Einsatz von Hochtechnologie. Dies ist möglich, da selbige im Sinne <a title="Elena Esposito: Die Transparenz der Technik in der medialen Kommunikation" href="http://wavetank.de/2010/01/355/">Espositos &#8222;transparent&#8220;</a> geworden ist.</p>
<p>In einer Gesellschaft, in der das Netzwerken zum täglichen Brot gehört, kann es nicht mehr ein Werkzeug zur Machterlangung sein. Oder? Beschleunigt man das Netzwerken linear, so könnte durch die kontinuierliche Verbesserung der Qualität der Netzwerke nach wie vor ein Wettbewerbsvorteil zu erreichen sein. In exponentiell beschleunigten Systemen oder allein schon dann, wenn der Vergleich der Qualität der Knotenpunkte nur eine sehr kleine Schwelle darstellt, dürften die Kosten die notwendig sind, einen signifikanten Abstand zur Masse herzustellen, jedoch ebenfalls exponentiell steigen.</p>
<p><span id="more-471"></span></p>
<p>Von dieser Beschleunigung ist schon alleine deswegen auszugehen, weil das Netzwerken, welches mit Hilfe von digitaler Technologie erfolgt eine qualitative Kybernetisierung der Gesellschaft darstellt. Da die Kosten, selbst ein Knoten in quasi jedem beliebigen Netzwerk zu werden, extrem gering geworden sind, ist mehr denn je die Möglichkeit, selbst eine höhere Form der Unwahrscheinlichkeit anzunehmen dafür entscheidend, Teil eines qualitativ höherwertigen Netzwerkes zu werden. (Eine ersten Definitionsversuch zur Erkennbarbeit von Fortschritten habe ich hier im Wavetank vor Kurzem unternommen: <a title="Tim Bruysten: Vom kulturellen Wirkungsquantum" href="http://wavetank.de/2010/04/vom-kulturellen-wirkungsquantum/">Vom kulturellen Wirkungsquantum</a>)</p>
<p>So werden die Effekte des digitalen Netzwerkens unmittelbar in die Gesellschaft zurückgekoppelt; die Treibjagd um das effektivere Netzwerk hat begonnen.</p>
<p>Schon länger sprechen wir (<a title="Siggi Becker" href="http://siggibecker.de/blog">Siggi</a>, <a title="Dr. J. Martin" href="http://betweendrafts.com">Dr. J.</a> und <a title="Tim" href="http://bruysten.com">ich</a>) von der Resilienz eines Netzwerks. Eine Qualität, die dessen Nachhaltigkeit in einer Weise beschreibt, die es unabhängig von Veränderungen des Marktes macht, in dem es sich bewegt… also der Unabhängigkeit von den Regeln der endlichen Spiele.</p>
<p>In der oben beschriebenen Situation ist aber das Netzwerken selbst zu einem endlichen Spiel geworden. Technologie hat diesbezüglich einen disruptiven Effekt gehabt, der das Netzwerken demokratisiert hat. Die Lösung des erneuten Differenzgewinnes kann nun meines Erachtens nicht im Nicht-Netzwerken liegen. Sondern vielmehr darin, das Netzwerken selbst auf einer höheren Ebene zu betrachten. (siehe auch: <a title="Die “Kybernese der Gesellschaft”" href="http://blog.bruysten.com/2010/04/11/die-kybernese-der-gesellschaft/">Die “Kybernese der Gesellschaft”</a>)</p>
<p>Eine konkrete Lösung gilt es noch auszumäandern… doch liegt mir der Verdacht nahe, dass besonders zwei Faktoren hier eine entscheidende Rolle spielen könnten:</p>
<ul>
<li>In Netzwerken vorrangig die Kommunikationsprozesse sehen und nicht die Kommunizierenden</li>
<li>Selbst die Position eines volatilen und gleichzeitig singulären Knotenpunktes besetzen zu können (am besten: indirekt)</li>
</ul>
<p>Folglich: Die Entropie der Netzwerke zu erkennen und über genügend Energie zu verfügen, einen ektropischen Posten beziehen zu können. (Schon vor einiger Zeit deutete Siggi auf einem Wave-Hackathon so etwas an: <a title="Siggi Becker: Disruption und Konflikt" href="http://wavetank.de/2009/08/disruption-und-konflikt-audio-und-folien/">Disruption und Konflikt</a> und habe ich mir einen kleinen Spaß im weiteren Kontext erlaubt: <a title="Tim Bruysten: Die Dekohärenz sozialer Systeme" href="http://wavetank.de/2009/08/die-dekoharenz-sozialer-systeme/">Die Dekohärenz sozialer Systeme</a>).</p>
<p>Durch die flächendeckende Einführung digitaler, sozialer Netzwerke sind die Public Relations zu final endgültigen Public Relations geworden; Propaganda<a title="Fußnote: Propaganda" href="#Propaganda">*</a> im 21. Jhd. bedeutet somit: Den ausgewählten Netzwerken Resilienz verleihende Positionen spontan besetzen und andere Positionen spontan meiden zu können.</p>
<p>Wieder einmal ist es also der Paradigmenwechsel vom analytisch &#8211; konstruierenden Lernen, hin zum assoziativ &#8211; musterfindenden Lernen. Nicht die Fähigkeit, möglichst viele gute Verbindungen zu interessanten Personen einzugehen, sondern unabhängig von Personen, allein auf Basis der Prozesse der Kommunikation in Netzwerken, die Muster erkennen zu können, die dem Netzwerk seine Kraft verleihen. Und diese dann gezielt zu stützen oder zu schwächen.</p>
<p>______________</p>
<p>*<a name="Propaganda"></a>Propaganda ist ein schwieriges Wort, eigentlich wollte ich daher auf Wikipedia verlinken. Musste aber schon beim schnellen Überfliegen des Artikels dort feststellen, dass die wesentlichste Quelle fehlt. Daher verlinke ich hier auf diese Quelle: <a title="Amazon: Edward Bernays: Propaganda" href="http://www.amazon.de/dp/3936086354">Edward Bernays, Propaganda</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wavetank.de/2010/06/pr-netzwerken-und-propaganda/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Ort, die Zeit</title>
		<link>http://wavetank.de/2010/06/der-ort-die-zeit/</link>
		<comments>http://wavetank.de/2010/06/der-ort-die-zeit/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 23:35:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Event]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Beschleunigung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kollaboration]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://wavetank.de/?p=534</guid>
		<description><![CDATA[Messen, Kongresse, Konzerte, Parteitage, Events (…) haben implizit einen neuen Anspruch übergestülpt bekommen. Wer Vernetzung und Kommunikationstechnologie ernst nimmt, sollte im Zeitalter des Internets einen guten Grund haben, jemanden vor Ort zu bitten. Der Transfer von Informationen, oder performative Redundanz hatten sicherlich in vergangenen Epochen ihre gesunde Berechtigung, sich in lokalen Veranstaltungen zu manifestieren. 2010 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Messen, Kongresse, Konzerte, Parteitage, Events (…) haben implizit einen neuen Anspruch übergestülpt bekommen. Wer Vernetzung und Kommunikationstechnologie ernst nimmt, sollte im Zeitalter des Internets einen guten Grund haben, jemanden vor Ort zu bitten. Der Transfer von Informationen, oder performative Redundanz hatten sicherlich in vergangenen Epochen ihre gesunde Berechtigung, sich in lokalen Veranstaltungen zu manifestieren. 2010 jedoch sind sie schlicht eine Zumutung. Oder?</p>
<p><span id="more-534"></span></p>
<p>Sitzen und lauschen können diverse Medien besser transportieren. Ein qualitativer Diskurs ist im Netz ebenfalls etablierbar. Ein Beispiel mögen nur die Facebook-Seiten von &#8222;<a title="Facebook: ZDF Heute" href="http://www.facebook.com/ZDFheute">ZDF heute</a>&#8220; oder &#8222;<a title="McK Quarterly" href="http://www.facebook.com/mckinseyquarterly">McKinsey Quarterly</a>&#8220; sein. Wozu sammelt man also Leute an einem Ort zu einer Zeit zusammen, wenn digitalisierte Diskurse durch technologische Unterstützung asynchron, kontextuell und ubiquitär verfügbar sein können; wenn die monetären und ökologischen Kosten einer echten Veranstaltung ungleich viel höher sind? Wenn die Qualität, mit der ich einen Sprecher beobachten und seiner Rede folgen, pausieren, verifizieren, falsifizieren, kontrollieren, redigieren, weiter publizieren (…) kann, im Digitalen so viel höher sein kann?</p>
<p>Nach einer gemeinsamen Veranstaltung hat <a title="Code Concept Atmo Being" href="http://www.siggibecker.de/blog/archives/2007/09/2-webmontag-dusseldorf/">sich Siggi mal zu etwas hinreissen lassen</a>, was ein erster Ansatz sein kann: Der Grund, warum eine räumlich und zeitlich synchrone Veranstaltung Sinn macht, muss in den Möglichkeiten begründet sein, die nur dieser real-existierende Raum bietet: Die Inszenierung der Versammlung: Was wurde erreicht; welcher Vortrieb welcher Profession hat stattgefunden? Zu welchem Gewinn haben die Teilnehmer durch ihre unmittelbare Interaktion beigetragen?</p>
<p>Und: Welche Qualität verdankt dieser Gewinn der lokalen Zusammenkunft?</p>
<ol>
<li>Eine tatsächlicher intellektueller Zugewinn: Die Präsentation von etwas Neuem</li>
<li>Ein spontaner Diskurs, dessen Inszenierung im Moment einen emergenten Prozess provoziert</li>
<li>Die Schaffung einer Atmosphäre der Gemeinschaft</li>
<li>Eine öffentliche Manifestierung des Seins einer Gruppe</li>
</ol>
<p>Nun hatte in der vergangenen Woche <a title="T-Systems MMS" href="http://www.t-systems-mms.com/">T-Systems MMS</a> in das schöne <a title="Dresden" href="http://www.dresden.de/">Dresden</a> geladen; zum <a title="Dresdener Zukunftsforum" href="http://www.dresdner-zukunftsforum.de/blog/">Future Forum</a>. Wofür ich erstmal sehr dankbar bin. Denn ich habe das schöne Dresden kennen gelernt, konnte einige alte Kontakt auffrische und einige erfrischende neue Kontakte machen.</p>
<p>Ein Future-Forum in der deutschen Provinz. Geladene Sprecher: <a title="Ray Kurzweil" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Raymond_Kurzweil">Ray Kurzweil</a> und <a title="Tim Berners-Lee" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tim_Berners-Lee">Tim Berners-Lee</a>. Weder der eine noch der andere haben allerdings in ihren Vorträgen einen neuen Erkenntnisgewinn formuliert oder gar proviziert. Ray Kurzweil hat zweifelsohne perfekt präsentiert, ist jedoch von vielen Konferenz-Teilnehmern mit seinen Visionen nicht ernst genommen worden. Während Tim Berners-Lee gar nicht über die Zukunft, sondern über die letzten 20 Jahre der Webentwicklung gesprochen hat und aus deren Mängeln eine Forderung zur Verbesserung vortrug. Stichwort: Linked Data. Beide Vorträge kann man ziemlich ähnlich bei TED (<a title="TEd: Ray Kurzweil: How Technology will transform us" href="http://www.ted.com/talks/ray_kurzweil_on_how_technology_will_transform_us.html">Ray</a>, <a title="TED: Tim Berners-Lee: On the Next Web" href="http://www.ted.com/talks/tim_berners_lee_on_the_next_web.html">Tim</a>) oder youtube oder sonst wo im Netz finden.</p>
<p>Zwischen den Vorträgen gab es &#8222;<a title="Dresdener Zukunftsforum: Breakout Sessions" href="http://www.dresdner-zukunftsforum.de/blog/4-dresdner-zukunftsforum/future-space/">Sessions</a>&#8220; in denen kleine Teams kurze Gedanken vortrugen, die teilweise kontrovers diskutiert wurden. Ein generell guter Gedanke, auf jeden Fall sehr viel zukunftiger als die Wiederholung einer Performation von zwei alten Männern.</p>
<p>Drei Fragen deshalb:</p>
<ol>
<li>Gibt es nicht in Dresden, Darmstadt, Aachen, Düsseldorf, Genf… Forscher, Visionäre, Utopisten, die den Stallgeruch des Forschens an der Zukunft besser in ein solches Forum tragen können? Frischer, ungehobelter, authentischer?</li>
<li>Ist eine inszenierte Wiederholung des Themas &#8222;Zukunft&#8220; überhaupt angemessen?</li>
<li>Ist die Form eines Vortrages, dem Thema &#8222;Zukunft&#8220; überhaupt angemessen?</li>
</ol>
<p>Alle drei Fragen sollen sich durch das vorher geschriebene bereits von selbst beantworten. Wenn also ein Kommunikations-Konzern in seinen kulturellen Gesten noch in der Moderne verhaftet ist, ist es kein Wunder, dass die Gesellschaft sich mancherorts, manchmal zerrissen fühlt. Zerrissen zwischen dem Anspruch Ernst zu machen mit den eigenen Errungenschaften und dem Nachziehen oder Vorschubsen der Gestrigen.</p>
<p>Welches Bild mag wohl Ray Kurzweil nun haben, dass er in die deutsche Provinz gerufen wurde, um für einen der größten Konzerne des Landes als Repräsentant für die Zukunft zu sprechen? Und welches Bild mag nun der aufgeklärter und der unaufgeklärte Gast haben, die einer Inszenierung des 20. Jahrhunderts beiwohnten und die als &#8222;Zukunfts-Forum&#8220; gelabelt war.</p>
<p>Ein typischer Fall, in dem der Gedanke des WARUM nicht der Gedanke des WOZU prägend war und so leider das Klassenziel nicht erreicht wurde. Ein Klassenziel was Barcamps, Wavewednesdays, Webmontage usw. in den letzten 10 Jahren aufgestellt haben: Die inspirierende Veranstaltung, bereit für einen emergenten Prozess. Wo auch immer der hinführen möge.</p>
<p>Sich ernsthaft auf die Zukunft vorbereiten, bedeutet nicht sie zu inszenieren zu suchen, sondern ihre Manigfaltigkeiten zu akzeptieren, ihre Unsicherheiten spielerisch aufzugreifen und vielfältige Bilder und Eindrucke von etwaigen, konkurrierenden Szenarien zu bekommen.</p>
<p>Im Chat brachte Siggi mich gerade auf einen weiteren, abschließenden Gedanken; was der allgemeine Anspruch einer Inszenierung &#8222;an sich&#8220; ist. Welche ethischen Prinzipien müssen in einer Zeit an Inszenierungen geheftet werden (dazu sollen hier auch Werbespots, Schulen oder Parlamente zählen), in der es zahlreiche Technologien mit dem Potential gibt, die Welt vollständig aus den Angeln zu heben (Nano, Nano-Assembling, Bio, Synth-Bio, Robotik, Nano-Robotik, Medizin, Computing, …).</p>
<p>Man könnte also radikalisierend formulieren, dass bei einer Veranstaltung, die das Label &#8222;Zukunft&#8220; trägt, ganz besonders hinterfragt werden darf, ob sie den Teilnehmern in einem exponentiell beschleunigten technologischen, techno-sozialen und soziologischen Umfeld (= 21. Jhd.) durch Repetition einer allgemein verfügbaren Inszenierung nicht tatsächlich die Zukunft verweigert.</p>
<p>________________________</p>
<p>Lesenswert im Kontext:</p>
<ul>
<li><a title="Digital Everything" href="http://wavetank.de/2010/05/digital-everything/">Digital Everything</a></li>
<li><a title="Complexity &amp; Processity" href="http://wavetank.de/2010/05/complexity-processity/">Complexity &amp; Processity</a></li>
<li><a title="Vom kulturellen Wirkungsquantum" href="http://wavetank.de/2010/04/vom-kulturellen-wirkungsquantum/">Vom kulturellen Wirkungsquantum</a></li>
<li><a title="Differenzen stückeln" href="http://wavetank.de/2010/02/differenzen-stuckeln/">Differenzen stückeln</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wavetank.de/2010/06/der-ort-die-zeit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
