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	<title>Wavetank &#187; Soziologie</title>
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		<title>PR, Netzwerken und Propaganda unter den Bedingungen des 21. Jhds</title>
		<link>http://wavetank.de/2010/06/pr-netzwerken-und-propaganda/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 10:24:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kybernetik]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Ektropie]]></category>
		<category><![CDATA[Entropie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerke]]></category>
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		<description><![CDATA[In den 80er und 90er Jahren wurde in Management-Seminaren und solchen, die sich dafür hielten, davon gesprochen, welche Macht im Netzwerken steckt. Nun, 2010 netzwerkt irgendwie jeder, zumindest einige hundert Millionen Menschen und dies mit exzessivem Einsatz von Hochtechnologie. Dies ist möglich, da selbige im Sinne Espositos &#8222;transparent&#8220; geworden ist.
In einer Gesellschaft, in der das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>In den 80er und 90er Jahren wurde in Management-Seminaren und solchen, die sich dafür hielten, davon gesprochen, welche Macht im Netzwerken steckt. Nun, 2010 netzwerkt irgendwie jeder, zumindest einige hundert Millionen Menschen und dies mit exzessivem Einsatz von Hochtechnologie. Dies ist möglich, da selbige im Sinne <a title="Elena Esposito: Die Transparenz der Technik in der medialen Kommunikation" href="http://wavetank.de/2010/01/355/">Espositos &#8222;transparent&#8220;</a> geworden ist.</p>
<p>In einer Gesellschaft, in der das Netzwerken zum täglichen Brot gehört, kann es nicht mehr ein Werkzeug zur Machterlangung sein. Oder? Beschleunigt man das Netzwerken linear, so könnte durch die kontinuierliche Verbesserung der Qualität der Netzwerke nach wie vor ein Wettbewerbsvorteil zu erreichen sein. In exponentiell beschleunigten Systemen oder allein schon dann, wenn der Vergleich der Qualität der Knotenpunkte nur eine sehr kleine Schwelle darstellt, dürften die Kosten die notwendig sind, einen signifikanten Abstand zur Masse herzustellen, jedoch ebenfalls exponentiell steigen.</p>
<p><span id="more-471"></span></p>
<p>Von dieser Beschleunigung ist schon alleine deswegen auszugehen, weil das Netzwerken, welches mit Hilfe von digitaler Technologie erfolgt eine qualitative Kybernetisierung der Gesellschaft darstellt. Da die Kosten, selbst ein Knoten in quasi jedem beliebigen Netzwerk zu werden, extrem gering geworden sind, ist mehr denn je die Möglichkeit, selbst eine höhere Form der Unwahrscheinlichkeit anzunehmen dafür entscheidend, Teil eines qualitativ höherwertigen Netzwerkes zu werden. (Eine ersten Definitionsversuch zur Erkennbarbeit von Fortschritten habe ich hier im Wavetank vor Kurzem unternommen: <a title="Tim Bruysten: Vom kulturellen Wirkungsquantum" href="http://wavetank.de/2010/04/vom-kulturellen-wirkungsquantum/">Vom kulturellen Wirkungsquantum</a>)</p>
<p>So werden die Effekte des digitalen Netzwerkens unmittelbar in die Gesellschaft zurückgekoppelt; die Treibjagd um das effektivere Netzwerk hat begonnen.</p>
<p>Schon länger sprechen wir (<a title="Siggi Becker" href="http://siggibecker.de/blog">Siggi</a>, <a title="Dr. J. Martin" href="http://betweendrafts.com">Dr. J.</a> und <a title="Tim" href="http://bruysten.com">ich</a>) von der Resilienz eines Netzwerks. Eine Qualität, die dessen Nachhaltigkeit in einer Weise beschreibt, die es unabhängig von Veränderungen des Marktes macht, in dem es sich bewegt… also der Unabhängigkeit von den Regeln der endlichen Spiele.</p>
<p>In der oben beschriebenen Situation ist aber das Netzwerken selbst zu einem endlichen Spiel geworden. Technologie hat diesbezüglich einen disruptiven Effekt gehabt, der das Netzwerken demokratisiert hat. Die Lösung des erneuten Differenzgewinnes kann nun meines Erachtens nicht im Nicht-Netzwerken liegen. Sondern vielmehr darin, das Netzwerken selbst auf einer höheren Ebene zu betrachten. (siehe auch: <a title="Die “Kybernese der Gesellschaft”" href="http://blog.bruysten.com/2010/04/11/die-kybernese-der-gesellschaft/">Die “Kybernese der Gesellschaft”</a>)</p>
<p>Eine konkrete Lösung gilt es noch auszumäandern… doch liegt mir der Verdacht nahe, dass besonders zwei Faktoren hier eine entscheidende Rolle spielen könnten:</p>
<ul>
<li>In Netzwerken vorrangig die Kommunikationsprozesse sehen und nicht die Kommunizierenden</li>
<li>Selbst die Position eines volatilen und gleichzeitig singulären Knotenpunktes besetzen zu können (am besten: indirekt)</li>
</ul>
<p>Folglich: Die Entropie der Netzwerke zu erkennen und über genügend Energie zu verfügen, einen ektropischen Posten beziehen zu können. (Schon vor einiger Zeit deutete Siggi auf einem Wave-Hackathon so etwas an: <a title="Siggi Becker: Disruption und Konflikt" href="http://wavetank.de/2009/08/disruption-und-konflikt-audio-und-folien/">Disruption und Konflikt</a> und habe ich mir einen kleinen Spaß im weiteren Kontext erlaubt: <a title="Tim Bruysten: Die Dekohärenz sozialer Systeme" href="http://wavetank.de/2009/08/die-dekoharenz-sozialer-systeme/">Die Dekohärenz sozialer Systeme</a>).</p>
<p>Durch die flächendeckende Einführung digitaler, sozialer Netzwerke sind die Public Relations zu final endgültigen Public Relations geworden; Propaganda<a title="Fußnote: Propaganda" href="#Propaganda">*</a> im 21. Jhd. bedeutet somit: Den ausgewählten Netzwerken Resilienz verleihende Positionen spontan besetzen und andere Positionen spontan meiden zu können.</p>
<p>Wieder einmal ist es also der Paradigmenwechsel vom analytisch &#8211; konstruierenden Lernen, hin zum assoziativ &#8211; musterfindenden Lernen. Nicht die Fähigkeit, möglichst viele gute Verbindungen zu interessanten Personen einzugehen, sondern unabhängig von Personen, allein auf Basis der Prozesse der Kommunikation in Netzwerken, die Muster erkennen zu können, die dem Netzwerk seine Kraft verleihen. Und diese dann gezielt zu stützen oder zu schwächen.</p>
<p>______________</p>
<p>*<a name="Propaganda"></a>Propaganda ist ein schwieriges Wort, eigentlich wollte ich daher auf Wikipedia verlinken. Musste aber schon beim schnellen Überfliegen des Artikels dort feststellen, dass die wesentlichste Quelle fehlt. Daher verlinke ich hier auf diese Quelle: <a title="Amazon: Edward Bernays: Propaganda" href="http://www.amazon.de/dp/3936086354">Edward Bernays, Propaganda</a>.</p>
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		<title>Complexity &amp; Processity</title>
		<link>http://wavetank.de/2010/05/complexity-processity/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 17:08:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beschleunigung]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Szenarien]]></category>
		<category><![CDATA[Dekohärenz]]></category>
		<category><![CDATA[Geste]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturtechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Utopie]]></category>

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		<description><![CDATA[Der letzte Artikel hier im Wavetank von Dr. J., &#8222;The Wave, Buzz, Facebook, and Everything&#8220;, mäkelt an den Vielzahl der Quellen, dem Rauschen in den Kanälen und der Redundanz der Informationen auf den Kanälen herum. Das J. dabei nicht schirrmachert weiß jeder, der auch nur kurz in die Ästhetische Gesellschaft hereingeblickt hat.
Wichtig ist, die notwendige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Der letzte Artikel hier im Wavetank von Dr. J., &#8222;<a title="The Wave, Buzz, Facebook, and Everything" href="http://wavetank.de/2010/05/the-wave-buzz-facebook-and-everything/">The Wave, Buzz, Facebook, and Everything</a>&#8220;, mäkelt an den Vielzahl der Quellen, dem Rauschen in den Kanälen und der Redundanz der Informationen auf den Kanälen herum. Das J. dabei nicht schirrmachert weiß jeder, der auch nur kurz in die <a title="Die Ästhetische Gesellschaft" href="http://vimeo.com/channels/aesthetic">Ästhetische Gesellschaft</a> hereingeblickt hat.</p>
<p>Wichtig ist, die notwendige Reflexionshöhe einzunehmen. Daher 3x ein ganz einfaches Ja:</p>
<ul>
<li>Ja, wir leben in einer Zeit des Wandels und müssen mit uns selbst wie mit unserer Umwelt geduldig sein</li>
<li>Ja, wir leben in einer beschleunigten Zeit und müssen uns daher gelegentlich anschnallen</li>
<li>Ja, wir leben in einer Zeit der Abstraktion und müssen das Lernen von den Fakten auf die Methoden verlagern</li>
</ul>
<p>Das Sehnen aus J.&#8217;s Artikel ist mehr als verständlich; und dem Motto dieses Blogs folgend, ist es als ein notwendiger Schmerz zur Beschleunigung aus dieser merkwürdigen Watte-Zeit heraus. Einer Zeit, in der die Gesellschaft selbst zerrissen scheint zwischen müder Restauration und gewagter Utopie; in der diese beiden aber zugleich merkwürdig abstrakt und unfassbar sind. Spürbar sind sie, aber was genau ist denn damit gemeint?</p>
<p>Das Vorstehende soll für dieses Mal eine rhetorische Frage bleiben; da ich hier auf einer anderen Ebene konkretisieren möchte:</p>
<p>Was könnte denn eine Kulturtechnik sein, mit deren Hilfe wir in das folgende Zeitalter schreiten können? Das Zeitalter voller neuer Technologien, die jede für sich grundsätzliche Fragen auf absoluter Höhe stellt (nur zur Erinnerung: <em>Nano-Assembling, Bio-Assembling, Gentechnik, (Nano-)<a title="Wavetank: Robotik - Präzision und Unsichtbarkeit" href="http://wavetank.de/2010/04/prazision-und-unsichtbarkeit/">Robotik</a></em><em>, Computing und Informationstechnologie</em>).</p>
<p>In einem anderen Zeitalter hätte man vermutlich den Term der Werte gesucht; wenn die Welt jedoch digital wird und die oben erwähnten Technologien durchschlagen, könnte die Kulturtechnik des Wertekonsens zu kurz greifen.</p>
<p>Ein Ansatz, der gelegentlich schon durch die Ästhetische Gesellschaft waberte, scheint mir das Üben des richtigen Maßstabes zu sein; Dinge von ganz nah und gleichzeitig von ganz fern betrachten zu können. Ein schneller Tanz der Gedanken, der Inspiration und der Erfahrung: Skalierung in der Betrachtung und im Betrachteten. (siehe auch: <a title="Tim Bruysten: Vom kulturellen Wirkungsquantum" href="http://wavetank.de/2010/04/vom-kulturellen-wirkungsquantum/">Vom kulturellen Wirkungsquantum</a>)</p>
<p>So wie wir heute ein Bauchgefühl für den richtigen Ton, das Duzen oder Siezen, für Smalltalk und Eskalation, für Tischmanieren, die Unschuldsvermutung und 1000 andere Gesten entwickelt haben um in der Gesellschaft der sozialen Marktwirtschaft miteinander leben zu können, so ist es notwendig, eine ebenso tiefe Geste zu etablieren, die den skizzierten Anforderungen gerecht wird.</p>
<p>Zu wissen, wann das Verstehen das Sehen von Atomen erfordert; wann es des übergeordneten Musters bedarf. Selbstverständlich ist dies nicht binär, sondern ein Übergang.</p>
<p>Guckt man nun hier mit der Metabrille; so muss eine Gesellschaft des &#8222;Flux&#8220;, die von den Vorteilen der technologischen Beschleunigung profitieren will, auf der Seite des Fortschritts die Komplexität umarmen. Muss eben jene Skalierungsübung immer wieder vollziehen, solange bis der Fokus scharf ist und sich dann, auf der Seite der Integration, beständig auf die Feinjustierung gesellschaftlicher Prozesse verständigen.</p>
<p>Das Lösen von der Ebene der Informationsatome ist dabei ebenso selbstverständlich wie auch überflüssig. Die Entitäten des Wissens werden allgegenwärtig zur Verfügung stehen. In einer wirklich digitalisierten Gesellschaft noch um Größenordnungen intensiver als heute. Verloren der, der sich nicht auf das Erkennen von Mustern versteht. (Update: Noch verlorener der, der bisher seine Wertschöpfung mit der Vermittlung von Fakten erwirtschaftete und nun die Ebene der Muster nicht versteht. Siehe auch: <a title="Tim Bruysten: Die Kybernese der Gesellschaft" href="http://blog.bruysten.com/2010/04/11/die-kybernese-der-gesellschaft/">Die Kybernese der Gesellschaft</a>)</p>
<p>Die Abstraktionsebene kennt natürlich das Mittel und den Phänotyp des Beispiels; was aber nichts vom Paradigma des Zugangs durch das Muster abziehen kann.</p>
<p>________________________</p>
<p>weitere Leseempfehlungen im Kontext:</p>
<ul>
<li><a title="Paul Strassmann on Information Management and Organizational Entropy" href="http://wavetank.de/2010/01/information-management-and-organizational-entropy/">Paul Strassmann on Information Management and Organizational Entropy</a></li>
<li><a title="Elena Esposito: Die Transparenz der Technik in der medialen Kommunikation" href="http://wavetank.de/2010/01/355/">Elena Esposito: Die Transparenz der Technik in der medialen Kommunikation</a></li>
<li><a title="Siggi Becker: Differenzen stückeln" href="http://wavetank.de/2010/02/differenzen-stuckeln/">Differenzen stückeln</a></li>
<li><a title="Bot-Mediated Reality" href="http://wavetank.de/2010/01/bot-mediated-reality/">Bot-Mediated Reality</a></li>
<li><a title="Siggi Becker: Collaboration und Konflikt" href="http://wavetank.de/2009/09/collaboration-und-konflikt/">Collaboration und Konflikt</a></li>
</ul>
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		<title>Just say NO</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 12:46:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Siggi Becker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beschleunigung]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Leitmotiv vieler gegenwärtiger politischer, wirschaftlicher und gesellschaftlicher Prozesse scheint mir ein Nein zum Nein zu sein. Unter diesen Bedingungen ist die Flucht in die scheinbare Sicherheit von Trends nichts als der Ausdruck der Mutlosigkeit zur Utopie. Nur wo die phantastische Negation eines Bestehenden ihren mutigen Ausdruck in der Vision einer Utopie findet, können auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Das Leitmotiv vieler gegenwärtiger politischer, wirschaftlicher und gesellschaftlicher Prozesse scheint mir ein Nein zum Nein zu sein. Unter diesen Bedingungen ist die Flucht in die scheinbare Sicherheit von Trends nichts als der Ausdruck der Mutlosigkeit zur Utopie. Nur wo die phantastische Negation eines Bestehenden ihren mutigen Ausdruck in der Vision einer Utopie findet, können auch Kulturformen des Übergangs (Luhmann) gefunden werden um die explodierende CO-ntingenz auf bearbeitbaren Boden zu reduzieren. Nur so könnten statt im Kern lächerlicher futuristischer Kürvchen, Bilder von Zukünften formuliert werden, die genügend CO-nsens erzeugen, damit Organisationen Formen finden, die ihnen ermöglichen genügend Selbstähnlichkeit aufrechtzuerhalten, ohne die notwendigen Transformationen in Katastrophen oder Dystopien enden zu lassen. Zuviel Ernst produziert in dieser Lage nur eventuell tödliche Denkverbote.</p>
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		<title>Collaboration und Konflikt</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 09:46:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Siggi Becker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
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		<description><![CDATA[Mein kleiner Vortrag über Disruption und Konflikt auf dem 2. WaveWednesday am 13. August scheint ohne mein Wissen voll im Trend gelegen zu haben. Just heute morgen blieb in meinen Filtern folgendes hängen:
Developing the Virtual Society: Conflict in Adoption of Online Collaborative Networks
Wunderbar! Eine ganze Konferenz nur über Konflikt und Collaboration mit hoher Professorendichte. Na, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Mein kleiner Vortrag über <a href="http://wavetank.de/2009/08/disruption-und-konflikt-audio-und-folien/">Disruption und Konflikt </a>auf dem 2. WaveWednesday am 13. August scheint ohne mein Wissen voll im Trend gelegen zu haben. Just heute morgen blieb in meinen Filtern folgendes hängen:</p>
<p><b><a href="http://blog.p2pfoundation.net/conflict-in-adoption-of-collaborative-networks/2009/09/05">Developing the Virtual Society: Conflict in Adoption of Online Collaborative Networks</a></b></p>
<p>Wunderbar! Eine ganze Konferenz nur über Konflikt und Collaboration mit hoher Professorendichte. Na, wenn uns das nicht was sagen sollte&#8230;</p>
<p>Da möchte ich doch die Schraube etwas anziehen und nochmal betonen: Ohne eine kreative, bejahende, antizipierende Einstellung zu Konflikten, die alle Beteiligten und ihre Organisation verändern, werden die wunderschönen Tools entweder nullifiziert oder ins informelle bis illegale weggedrückt werden. So, bring it on, Monday!</p>
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		<title>Think about it</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Aug 2009 22:43:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Siggi Becker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beschleunigung]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
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		<title>Disruption und Konflikt, Audio und Folien</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Aug 2009 08:59:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Siggi Becker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Event]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Disruption und Konflikt
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]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><div style="width:425px;text-align:left" id="__ss_1849346"><a style="font:14px Helvetica,Arial,Sans-serif;display:block;margin:12px 0 3px 0;text-decoration:underline;" href="http://www.slideshare.net/SiggiB/disruption-und-konflikt" title="Disruption und Konflikt">Disruption und Konflikt</a><object style="margin:0px" width="425" height="355"><param name="movie" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=disko-090812113111-phpapp01&#038;rel=0&#038;stripped_title=disruption-und-konflikt" /><param name="allowFullScreen" value="true"/><param name="allowScriptAccess" value="always"/><embed src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=disko-090812113111-phpapp01&#038;rel=0&#038;stripped_title=disruption-und-konflikt" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="355"></embed></object>
<div style="font-size:11px;font-family:tahoma,arial;height:26px;padding-top:2px;">View more <a style="text-decoration:underline;" href="http://www.slideshare.net/">documents</a> from <a style="text-decoration:underline;" href="http://www.slideshare.net/SiggiB">SiggiB</a>.</div>
</div>

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		<title>Google Wave als Raum und die Macht der Metapher in Zeiten der Restauration</title>
		<link>http://wavetank.de/2009/08/google-wave-als-raum-und-die-macht-der-metapher-in-zeiten-der-restauration/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 21:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J. Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[restauration]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Artikel ist, mit minimalen Änderungen, identisch mit meiner Präsentation zum 2. Düsseldorfer WaveWednesday am 12. August 2009.
Eines der erfolgreichsten deutschen Gegenwarts-Meme ist die Frage, ob das Internet ein „rechtsfreier Raum“ sein darf. Warum ist dieses Mem so überaus erfolgreich? Drei Gründe stechen, meine ich, hervor: Zum einen ist dieses Mem randvoll mit jener Form [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>Dieser Artikel ist, mit minimalen Änderungen, identisch mit meiner Präsentation zum 2. Düsseldorfer WaveWednesday am 12. August 2009.</em></p>
<p>Eines der erfolgreichsten deutschen Gegenwarts-<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Meme">Meme</a> ist die Frage, ob das Internet ein „rechtsfreier Raum“ sein darf. Warum ist dieses Mem so überaus erfolgreich? Drei Gründe stechen, meine ich, hervor: Zum einen ist dieses Mem randvoll mit jener Form <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ideology#Ideology_in_everyday_society">gesamtgesellschaftlich konstruierter Ideologie</a>, die so transparent ist, so unsichtbar, daß sie gar nicht als <em>Ideologie</em> wahrgenommen wird, sondern als selbstverständlicher Bestandteil von Natur und Welt erscheint. <em>Darf</em> es keine „rechtsfreien Räume“ geben? Ist „rechtsfrei vs. rechtserfüllt“ in allen Situationen und Medien einforderbar dasselbe? Gibt es keine akzeptablen Zwischenstufen? Oder leben wir nicht sogar ständig mit genau solchen Zwischenstufen? Darüber müßte zum Beispiel einmal nachgedacht werden. Wird es aber nicht. Das zweite Element, das dieses Mem so erfolgreich macht, ist die rhetorische Macht, die es im Sinne einer <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Metonymy#Metonymy_as_a_rhetorical_strategy">metonymischen Manipulation</a> entfaltet. Hier steht ein Aspekt (Kinderpornographie) für ein Medium (das Internet), und jede Frage, die dieses Medium aufwirft (Redefreiheit, informationelle Selbstbestimmung), erscheint durch die Macht der Metapher, der Metonymie, plötzlich auf erpresserische Weise unzulässig („die Kinder, die Kinder!“). Das dritte Element, und da sind wir ganz Mensch und ganz Kaninchen, ist ein billiger Taschenspielertrick: was ist überhaupt dieser „Raum“?</p>
<p><span id="more-44"></span></p>
<p><em>Virtual Space</em>, William Gibsons <em>Cyberspace</em> und viele weitere Metaphern für computergenerierte Wirklichkeiten bedienen die Tendenz unserer Gehirne, Bewegung im Raum als bevorzugtes Klärungsmittel für abstrakte Phänomene einzusetzen. „Klärungsmittel“ ist dabei leider nur zu oft auch eine Art „Reinigungsmittel“, das die häßlichen Flecken von Komplexität und Anderssein abschrubbelt und wegpoliert. <a href="http://www.werbeblogger.de/2009/08/11/satz-ohne-gesetz-warum-der-buchdruck-neue-regeln-braucht/">In meinem gestrigen Werbeblogger-Eintrag zum Netz-Artikel des Spiegels</a> schrieb ich dieses <em>Internet-wie-der-Spiegel-es-versteht</em> zum Buchdruck um, und dieses Umschreiben kommt auch hier als Ausgangspunkt gelegen. Macht es Sinn, zum Beispiel die folgenden Fragen zu stellen:</p>
<blockquote><p>Darf der Buchdruck ein rechtsfreier Raum sein?<br />
Darf das Buch ein rechtsfreier Raum sein?<br />
Darf das Radio ein rechtsfreier Raum sein?<br />
Dürfen Mixtapes ein rechtsfreier Raum sein?<br />
Darf die Google Wave ein rechtsfreier Raum sein?</p></blockquote>
<p>Das Aufwerfen der Frage, ob das Internet ein „rechtsfreier Raum“ sein kann oder darf, ist — um Franz Joseph Strauß auf die Frage eines Reporters zur Wahlniederlage zu zitieren — „ebenso unsinnig wie bedeutungslos“. Aber so unsinnig und bedeutungslos die Frage auch ist: sie agiert eben als hochvirulentes Mem, das auf politischer Ebene an der Schnittstelle von Populismus und Propaganda erzeugt wird und an der Schnittstelle von Ignoranz und Idiotie repliziert wird. Und zwar hindurch durch alle Schichten, einschließlich jener sogenannten &#8222;Vierten Macht&#8220;, deren Vertreterin <a href="http://www.youtube.com/watch?v=6AmmFN0joPI">Kerstin Kullmann vom Spiegel</a>, im ZDF-Morgenmagazin befragt zum unsäglichen <a href="http://www.spiegel.de/static/epaper/SP/2009/33/ROSPANZ20090330001-312.jpg">Netz-Artikel</a>, das lebende Exempel dafür liefert, warum wir uns — selbst im Zeitalter <a href="http://www.flickr.com/photos/41336872@N02/">Schäuble</a>–<a href="http://twitter.com/gyokusai/status/2177524761">Zensursula</a>, einer Art intellektuellem Neo-Pleistozän — keine plebiszitäre Demokratie wünschen möchten. In dem Moment, in dem wir damit beginnen, ein Medium als „Raum“ zu begreifen, schaffen wir „Wahrheiten“ im Sinne von Nietzsches Definition von Wahrheit als „Armee von Metaphern“, deren Schlagkraft darin besteht, uns vergessen zu lassen, daß diese Wahrheiten Metaphern sind. Das Medium als „Raum“ generiert Bilder in unseren Köpfen von nächtlichen Straßen und von Totschlägern und Sexualverbrechern und von Überwachungskameras und Polizisten, die uns vor den Totschlägern und Sexualverbrechern schützen. Und diese Bilder werden in unseren Köpfen unwiderstehlich etabliert und überschreiben den Diskurs über das Medium als <em>Medium</em>.</p>
<p>„Raum“ will kontrolliert werden. </p>
<p>Ein „Medium“ kontrollieren zu wollen hört sich häßlich an.</p>
<p>Und hier sehe ich eine Gefahr, die mit der Google Wave auf uns zurollen könnte im Zuge der <em>Restauration</em> — ein Mem, das <a href="http://www.siggibecker.de/blog/">Siggi</a> prominent in meinem Kopf verankert hat — von zentralisierten und zentralisierenden totalitären Kontrollinstanzen und Kontrollstrukturen im zunehmend luftigeren Umfeld perforierter Gewaltenteilung. Dinge, die endlich, nach 60 Jahren anstrengender und lästiger Repression, wieder öffentlich gefordert werden dürfen. Was für eine Erleichterung. Wie therapeutisch.</p>
<p>Die Gefahr? Netzwerk und Kollaboration gehören in unseren Köpfen zusammen, aber sie lassen sich auch als Doppelbewegung begreifen und beschreiben. <em>Netzwerken</em> (im Sinne von Netzwerkeln) ist verteiltes Arbeiten, physische Dezentralisierung, das Verflachen von Hierarchien. <em>Kollaboration</em>, insbesondere Echtzeit-Kollaboration wie in Google Wave, ist nicht-physisches Zusammenführen und in mehrfachem Sinne digitales Zentralisieren. Das allein wäre noch kein Problem, denn damit werden weder zentralisiertes, unverteiltes Arbeiten noch Hierarchien restauriert. Aber Wave schafft eben nicht nur einen „virtuellen Raum“, sondern einen sehr konkreten <em>physikalischen Ort</em> auf einem oder mehreren <a href="http://www.waveprotocol.org/whitepapers/google-wave-architecture">Netzwerkservern</a>, öffentlich oder privat, und hier kann die für uns so faszinierende Integration all der Services, die unser Leben abbilden — E-Mail, Chat, Blog, Microblogging, Social Media-Profile, Wikis, Homepage-Integration, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=xnnNh0putWc">Telephon einschließlich automatischer Transkription</a>, Voicemail, Videocast, Podcast, Photoalbum, Datenbank, Office-Applikationen und vieles täglich mehr — im Rahmen der erwähnten Restauration zum <em>Single Point of Failure</em> und zur Zukunftsfalle werden. Und das nicht nur auf der reinen Datenachse. Google Wave Playback macht etwas möglich, worüber wir vielleicht nicht genug erschrecken sollten: die absolute entwicklungshistorische Nachvollziehbarkeit jedes Gedankens, jeder Handlung, jedes Artefakts. Erinnert sich jemand an die kürzliche an Panik grenzende Aufregung, als amerikanische Colleges damit begannen, <a href="http://boingboing.net/2009/05/24/school-newspaper-arc.html">Schülerzeitungsarchive</a> digitalisiert ins Netz zu stellen? Welcome&#8230; to the <em>real</em> world.</p>
<p>Und da helfen auch die allersicherersten Sicherheits-Features nichts, denn jede Form von Sicherheit kann in der nächsten Eskalationsrunde ausgehebelt werden. Im Laufe des Fortschritts von Überwachungstechnologien und Rechenkapazitäten hat die Schwierigkeit, Zugang zu relevanten Daten zu gewinnen, relativ an Bedeutung verloren gegenüber der Schwierigkeit, relevante Daten in einer Welt der hochverteilten Informationen überhaupt erst zu lokalisieren und deren Bezüge zu rekonstruieren.</p>
<p>Totale Datenlokalisation und Datenaggregation sind die Feuchtträume der Restauratoren, die Google Wave gerade <em>durch</em> die faszinierenden integrativen und kollaborativen Potentiale erfolgreich zum Orgasmus führen könnte. </p>
<p>Mit einem klammen Erwachen für uns alle.</p>
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		<title>Disruption und Konflikt</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Aug 2009 21:02:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Siggi Becker</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
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		<description><![CDATA[It&#8217;s me, Siggi. Einigen wohl bekannt aus der ersten Staffel vom Elektrischen Reporter, einigen aus &#8230;was wyrd. Nun also mit diesen feinen Herren hier in diesem Gehäuse. Die Themen, die uns wie ferngesteuerte Magnetit-Cruise-Missiles aufeinandercrashen liessen, sind gleich gut geeignet sowohl Firmen als auch Staaten zu maltretieren. Womit ich beim Thema meines morgigen Kurzvortrags auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>It&#8217;s me, <a href="http://blogoscoped.com/archive/2005-11-28-n78.html">Siggi</a>. Einigen wohl bekannt aus der ersten Staffel vom Elektrischen Reporter, einigen aus <a href="http://www.siggibecker.de/blog/">&#8230;was wyrd</a>. Nun also mit diesen feinen Herren hier in diesem Gehäuse. Die Themen, die uns wie ferngesteuerte Magnetit-Cruise-Missiles aufeinandercrashen liessen, sind gleich gut geeignet sowohl Firmen als auch Staaten zu maltretieren. Womit ich beim Thema meines morgigen Kurzvortrags auf dem 2.WaveWednesday wäre. Flotte Kurve, gell?</p>
<p>Was beim allfälligen Gebrauch der Floskel, etwas sei disruptiv nie so recht dargereicht wird, ist die unfeine Begleiterscheinung &#8222;Konflikt&#8220; (Buh!) wenn etwas wirklich, wirklich disruptiv ist. You don&#8217;t get disruption without the ugly sister conflict. Die Frage ist also: Welchen Stellenwert hat Konflikt in der Adaption von Informationstechnologie? Heute nacht werde ich darüber noch etwas nachdenken und hoffe morgen abend alles in ein sauberes 8-Minuten-Schleudertrauma verpacken zu können.</p>
<p>Hier nochmal die Destiny Dates:</p>
<p>2.WaveWednesday<br />
Weißenburgstrasse 52<br />
Düsseldorf<br />
20 Uhr</p>
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