<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Wavetank &#187; Mensch</title>
	<atom:link href="http://wavetank.de/category/mensch/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://wavetank.de</link>
	<description>everything collaboration</description>
	<lastBuildDate>Wed, 23 Jun 2010 15:28:05 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.4</generator>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Elena Esposito: Die Transparenz der Technik in der medialen Kommunikation</title>
		<link>http://wavetank.de/2010/01/355/</link>
		<comments>http://wavetank.de/2010/01/355/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 23:33:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Agents]]></category>
		<category><![CDATA[Ästhetik]]></category>
		<category><![CDATA[Elena Esposito]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://wavetank.de/?p=355</guid>
		<description><![CDATA[Elena Esposito hat im Mai 2008 einen bemerkenswerten Vortrag über &#8222;Die Transparenz der Technik in der medialen Kommunikation&#8220; im Rahmen des Bochumer Kolloquiums Medienwissenschaft gehalten. Sie ist Soziologin, Schriftstellerin und Dozentin an der Universität Modena und Reggio Emilia. 1987 hat sie ihr Diplom in Politikwissenschaft bei Umberto Eco gemacht und schließlich 1990 bei Niklas Luhmann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Elena Esposito hat im Mai 2008 einen bemerkenswerten Vortrag über &#8222;<em>Die Transparenz der Technik in der medialen Kommunikation</em>&#8220; im Rahmen des <a title="Bochumer Kolloquium Medienwissenschaft" href="http://www.kolloquium-medienwissenschaft.de/">Bochumer Kolloquiums Medienwissenschaft</a> gehalten. Sie ist Soziologin, Schriftstellerin und Dozentin an der Universität Modena und Reggio Emilia. 1987 hat sie ihr Diplom in Politikwissenschaft bei <a title="Umberto Eco" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Umberto_Eco">Umberto Eco</a> gemacht und schließlich 1990 bei <a title="Niklas Luhmann" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Niklas_Luhmann">Niklas Luhmann</a> promoviert. Noch mehr <a title="Elena Esposito" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elena_Esposito">aufregende Details</a> kennt Wikipedia.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="225" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=2275811&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="225" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=2275811&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Nur einen Aspekt möchte ich hier noch mal besonders herausheben… Elena Esposito beschäftigt sich mit der Frage, wie sehr die technische Funktionsweise eines Mediums vom Empfänger (oder den Kommunizierenden) verstanden sein muss, um die Botschaft verstehen zu können.</p>
<p>In der <a title="Die Ästhetische Gesellschaft - Session.One" href="http://wavetank.de/2010/01/die-asthetische-gesellschaft-session-one/">Session.One</a> haben wir diese Frage noch weiter zugespitzt und nach einem Ästhetik-Begriff für eine Gesellschaft gefragt, in der nicht nur das technische Medium durch seine Transparenz Eigenschaften einer ersten Natur annimmt, sondern auch der Entscheider hinter dem Medium ebenfalls eine Maschine ist.</p>
<p>Besonders der Artikel &#8222;<a title="Bot-Mediated Reality" href="http://wavetank.de/2010/01/bot-mediated-reality/">Bot-Mediated Reality</a>&#8220; ist im Kontext noch zu empfehlen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wavetank.de/2010/01/355/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bot-Mediated Reality</title>
		<link>http://wavetank.de/2010/01/bot-mediated-reality/</link>
		<comments>http://wavetank.de/2010/01/bot-mediated-reality/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 17:28:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beschleunigung]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Agents]]></category>
		<category><![CDATA[AGI]]></category>
		<category><![CDATA[AI]]></category>
		<category><![CDATA[Bots]]></category>
		<category><![CDATA[Deamons]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>
		<category><![CDATA[Wave]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://wavetank.de/?p=319</guid>
		<description><![CDATA[Zahlreiche Tools haben wir hier schon befeiert, Wave natürlich, aber auch andere. Die kollaborative Wirksamkeit dieser Tools entsteht natürlich vor allem durch die Akzeptanz der User, durch ein geniales UI Design, aber eben auch durch die technischen Möglichkeiten.
Was da so alles an Bots, Deamons und Agents kreucht und fleucht, ist den meisten Nutzern höchstwahrscheinlich unbewusst. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Zahlreiche Tools haben wir hier schon befeiert, <a title="Google Wave" href="http://wave.google.com">Wave</a> natürlich, aber auch andere. Die kollaborative Wirksamkeit dieser Tools entsteht natürlich vor allem durch die Akzeptanz der User, durch ein geniales UI Design, aber eben auch durch die technischen Möglichkeiten.</p>
<p>Was da so alles an Bots, Deamons und Agents kreucht und fleucht, ist den meisten Nutzern höchstwahrscheinlich unbewusst. Doch verlagern wir schon heute einen nicht zu verachtenden Teil von Entscheidungsverantwortung in die Hände dieser kleinen künstlichen Intelligenzen.</p>
<p><span id="more-319"></span>Die Frage, wer  im Netz welche Werbung zu sehen bekommt ist dabei eine der einfachsten. Spannender wird es schon, wenn die halbe Million Überwachungskameras in London von Programmen und nicht von Menschen gesichtet werden. Nur wenn die Programme etwas Auffälliges sehen, wird dies an Menschen weitergeleitet.</p>
<p>Zwei interessante Quellen zu diesem Thema möchte ich hier vorstellen.</p>
<p><strong>1. Ein Vortrag von Daniel Suarez </strong></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="264" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="flashvars" value="webhost=fora.tv&amp;clipid=7142&amp;cliptype=clip" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://fora.tv/embedded_player" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="264" src="http://fora.tv/embedded_player" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" flashvars="webhost=fora.tv&amp;clipid=7142&amp;cliptype=clip"></embed></object></p>
<p>Den <a title="Daniel Suarez - Daemon: Bot-Mediated Reality" href="http://fora.tv/2008/08/08/Daniel_Suarez_Daemon_Bot-Mediated_Reality#fullprogram">vollständigen Beitrag gibt es bei Fora.tv</a> (Die Einführung kann man getrost überspringen).</p>
<p><strong>2. Ein WDR5 Beitrag</strong></p>
<p>Warum Bremsassistenten (also Bots im Auto), einen Unfall zur Zeit nicht verhindern dürfen. (<a title="WDR5 Leonardo: Wie Forscher die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle senken wollen" href="http://www.wdr5.de/fileadmin/user_upload/Sendungen/Leonardo/2009/12/Manuskripte/ms091228Verkehrstote.pdf">PDF Manuskript der Sendung; Seite 6</a>). Weitere <a href="http://www.wdr5.de/sendungen/leonardo/s/d/28.12.2009-16.05/b/schwerpunkt-vollbremsung-gegen-den-tod.html">Informationen zur Sendung gibt es bei WDR5</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wavetank.de/2010/01/bot-mediated-reality/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Homogenität &#8211; Heterogenität</title>
		<link>http://wavetank.de/2009/09/homogenitat-heterogenitat/</link>
		<comments>http://wavetank.de/2009/09/homogenitat-heterogenitat/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 14:26:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[Produktivität]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
		<category><![CDATA[Struktur]]></category>
		<category><![CDATA[Teams]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://wavetank.de/?p=230</guid>
		<description><![CDATA[Was macht Teams erfolgreich? Meinen ersten Ansatz zum Thema (Erfolgsfaktoren von Teams und kollaborativer Software), sowie einen Artikel von Siggi (Kollaboration und Konflikt) aufgreifend, möchte ich das Thema hier weiter vorantreiben.
Die nächste Überlegung ist die Mischung und Facettierung von Homogenität und Heterogenität in Teams. Am Anfang steht jedoch die Überlegung, wie sehr die Mitglieder eines [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Was macht Teams erfolgreich? Meinen ersten Ansatz zum Thema (<a title="Erfolgsfaktoren von Teams und kollaborativer Software" href="http://wavetank.de/2009/09/erfolgsfaktoren-von-teams-und-kollaborativer-software/">Erfolgsfaktoren von Teams und kollaborativer Software</a>), sowie einen Artikel von Siggi (<a title="Kollaboration und Konflikt" href="http://wavetank.de/2009/09/collaboration-und-konflikt/">Kollaboration und Konflikt</a>) aufgreifend, möchte ich das Thema hier weiter vorantreiben.</p>
<p>Die nächste Überlegung ist die Mischung und Facettierung von Homogenität und Heterogenität in Teams. Am Anfang steht jedoch die Überlegung, wie sehr die Mitglieder eines Teams vom Zweck des Teams abhängig sind, bzw. wie weit sie in der Lage sind, diesen Zweck zu verstehen. Ist der Zweck ein sehr starker und ist er für alle Teammitglieder in etwas gleich stark (zum Beispiel: Miete zahlen, Mamut erlegen…), so sind sonstige motivierende oder demotivierende Faktoren eher sekundär. So meine Vermutung.</p>
<p><span id="more-230"></span></p>
<p>Ist jedoch der Zweck einer Kollaboration eher metaphysisch oder spricht höhere Werte an, bedarf die intrinsische Motivation der Teammitglieder eines stärkeren Antriebes und gleichzeitig einer Reduktion von Störfaktoren.</p>
<p>Kurz: Hat man Hunger, so ist dies wohl für die meisten Antrieb genug, sich einer Gruppe anzuschließen um zur Jagd zu gehen; nach der Befriedigung der Primärbedürfnisse wird die Sache jedoch komplexer.</p>
<p>Hier nun die Überlegung, welche Faktoren innerhalb eines Teams im Sinne der Teambildung und der Erfüllung des Team-Zweckes beschleunigend oder bremsend wirken können.</p>
<p>Homogenität sollte bestehen in der gesprochenen Sprache. Das meint nicht Deutsch oder Englisch, sondern auf welcher Abstraktions- oder Komplexitätsstufe sich die im Team gesprochene Sprache bewegt unabhängig von der Landessprache. Empfinden alle Teammitglieder ein Gespräch im Team als Bereicherung? Ist das Niveau eines Gespräches für alle Teammitglieder verständlich oder zu anstrengend oder zu langweilig? Haben alle Teammitglieder ein gleiches Verständnis von Metaphern und einen ähnlichen kulturell-semiotischen Hintergrund?</p>
<p>Und Homogenität sollte bestehen im Kontext des Verständnisses der Vision hinter einem Team. Wie Siggi bei einem unserer Treffen zuletzt völlig richtig einwarf, gilt es hier zu unterscheiden zwischen der Vision und den Zielen eines Teams. Unserer gemeinsamen Auffassung nach, sind die Ziele sekundär, wenn es eine gemeinsame Vision gibt und eine ähnliche Interpretation der Bedeutung dieser Vision. Ohne Vision wird es schwer, einem Team Ziele zu geben.</p>
<p>Heterogenität hingegen ist meines Erachtens wichtig, wenn es um die Qualifikationen von Teammitgliedern geht. Zwei Experten zum gleichen Thema… da müsste die Chemie schon gewaltig gut stimmen, damit es da nicht zu Reibereien kommt. Hier also: Ein gemeinsam akzeptiertes Verständnis der unterschiedlichen Qualifikationen von Teammitgliedern und der sich daraus ergebenden Rollen. Diese Qualifikationen können technischer, fachlicher, politischer, struktureller oder auch charismatischer Natur sein.</p>
<p>Ob geschlechts-gemischte oder -getrennte Teams beschleunigender sind, ist mir noch nicht endgültig klar. Oder, besser ausgedruckt: Ob Teams, zwischen deren Mitgliedern potentiell ein geschlechtsspezifisches und nicht nur fachliches Interesse bestehen könnte, produktiver sind als jene, bei denen dies nicht der Fall ist, halte ich für offen. Hormone können durchaus ein guter Motivator sein – aber den Betrieb auch gewaltig ausbremsen und Zeit fressen. Mein Verdacht ist aber, dass &#8222;monosexuelle&#8220; Teams, effektiver sein könnten.</p>
<p>Unkritisch sehe ich die Heterogenität des Alters, wenn diese mit einer Heterogenität der Talente einhergeht. Im Gegenteil halte ich die Wechselwirkung zwischen Sturm-und-Drang, sowie einer gereiften Lebenserfahrung auch aus eigener Erfahrung heraus für durchaus förderlich; solange die Rollen klar sind und der persönlichen Motivation nicht widersprechen.</p>
<p>Weitere Gedanken zum Thema folgen…</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wavetank.de/2009/09/homogenitat-heterogenitat/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wave, hören Sie auf, mich zu verwirren!, oder: Well I’m Just a Simple Blogger, But&#8230;</title>
		<link>http://wavetank.de/2009/09/wave-horen-sie-auf-mich-zu-verwirren-oder-well-im-just-a-simple-blogger-but/</link>
		<comments>http://wavetank.de/2009/09/wave-horen-sie-auf-mich-zu-verwirren-oder-well-im-just-a-simple-blogger-but/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 06 Sep 2009 16:19:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J. Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Interface]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://wavetank.de/?p=186</guid>
		<description><![CDATA[In seinem Blogeintrag “What Works: The Web Way vs. The Wave Way” stellt Anil Dash sich und anderen die Frage, ob Google Wave nicht zu komplex sei, um sich als Mainstream-Applikation durchzusetzen — eine Frage, die bei unseren Vorbereitungen und Brainstormings für Google Wave Hackathon I und II und die ersten beiden WaveWednesdays natürlich auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>In seinem Blogeintrag <a href="http://dashes.com/anil/2009/08/what-works-the-web-way-vs-the-wave-way.html">“What Works: The Web Way vs. The Wave Way”</a> stellt <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Anil_Dash">Anil Dash</a> sich und anderen die Frage, ob Google Wave nicht zu komplex sei, um sich als Mainstream-Applikation durchzusetzen — eine Frage, die bei unseren Vorbereitungen und Brainstormings für Google Wave Hackathon <a href="http://wavetank.de/tag/hackathon/">I</a> und <a href="http://wavetank.de/2009/08/zweiter-google-wave-hackathon-in-dusseldorf-am-1920-september/">II</a> und die ersten beiden <a href="http://wavetank.de/wavewednesday/">WaveWednesdays</a> natürlich auch aufkam, aber interessanterweise völlig anders. Während wir ein Komplexitätsproblem auf der User-Seite sehen und deshalb unseren zweiten Hackathon thematisch mit Arbeitsgruppen zum Interface gespickt haben, findet Dash die <em>Technik</em> hinter Google Wave zu komplex, um sich im Mainstream durchzusetzen. Seiner Ansicht nach habe Google Wave coole Features, sei aber nicht kompatibel mit “The Web Way”. </p>
<p><span id="more-186"></span></p>
<p>Seine Argumente in Kurzform:</p>
<ul>
<li>Erfolgreiche Web-Upgrades sind inkrementell und verlangen keine radikalen Veränderungen der technischen Infrastruktur.</li>
<li>Erfolgreiche Web-Upgrades sind von der Sorte, deren Begreifen und technische Implementierung im Laufe eines Wochenendes erfolgen können.</li>
<li>Erfolgreiche Web-Upgrades müssen für Menschen auch dann einen Mehrwert haben, wenn die meisten anderen sie noch nicht implementiert haben.</li>
<li>Erfolgreiche Web-Upgrades müssen verständlich und erklärbar sein.</li>
</ul>
<p>Als erfolgreiche Beispiele führt er RSS-Feeds und AJAX an. AJAX würde ich bezüglich der oben genannten Punkte auf Developer-Seite nicht uneingeschränkt gelten lassen, RSS-Feeds nicht auf Nutzerseite (wie lange es RSS schon gibt und wie lange ich Nicht-Geek-Bloglesern noch erklären mußte, was das ist und wie das geht, war sogar noch vor einem Jahr absolut krass.)</p>
<p>Im wesentlichen dokumentieren Anil Dashs Beispiele, wie schnell Anil Dash RSS (“I just spent an afternoon understanding the format”) und AJAX (“It took a little bit more time to comprehend, but not much more than an afternoon”) begriffen hat. Sein Haupteinwand gegen Google Wave:</p>
<blockquote><p>But the fundamental Wave protocols are, I fear, a bit too complex to ever be fully and correctly implemented by anyone other than Google.</p></blockquote>
<p>Und dann kommt eine Liste von Dingen, die begriffen werden wollen: Federation (XMPP); The robot protocol (JSONRPC); The gadget API (OpenSocial); The wave embed API (Javascript); The client-server protocol (As defined by GWT) — “That’s a lot of stuff!”</p>
<p>Schon recht, aber nicht alles davon ist Raketentechnik und ich finde nicht, daß die Implementierungs-Komplexität sich darin mißt, ob Anil Dash alle dazugehörigen Komponenten binnen eines Nachmittages begreifen und implementieren kann. Aber dann schweift der Artikel plötzlich ab und Dinge werden klar, denn Dash beginnt, sein Konzept von der <a href="http://dashes.com/anil/2009/07/the-pushbutton-web-realtime-becomes-real.html">Pushbutton-Techologie</a> zu pushen (oder shillen).</p>
<p>Ich konstatiere Tunnelblick: Google Wave gesehen als eine nicht mainstream-fähige Applikation, weil sie den skriptbegabten Blogger überfordert. In einem eWEEK-Artikel <a href="http://www.eweek.com/c/a/Messaging-and-Collaboration/Google-Wave-is-Too-Complex-to-Become-a-Mainstream-Web-Platform-717634/">“Is Google Wave Too Complex to Become a Mainstream Web Platform?”</a>, der Anil Dashs Eintrag und einige der Kommentare paraphrasiert, schreibt Clint Boulton unter der Headline “Google Declines to Rise to the Wave Bait”:</p>
<blockquote><p>eWEEK brought the post to Google’s attention Aug.10, looking for comment from Wave creators Lars Rasmussen and Jens Rasmussen, who built the platform in secret in their home country of Australia before unveiling it to a room filled with applause at Google I/O in May. However, Google declined to challenge Dash’s points.</p></blockquote>
<p>Die Rhetorik dieses Absatzes bedarf ebenso wenig einer Kommentierung, wie das Ignorieren dieser Frage seitens Lars und Jens Rasmussen einer Erklärung bedarf.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wavetank.de/2009/09/wave-horen-sie-auf-mich-zu-verwirren-oder-well-im-just-a-simple-blogger-but/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Erfolgsfaktoren von Teams und kollaborativer Software</title>
		<link>http://wavetank.de/2009/09/erfolgsfaktoren-von-teams-und-kollaborativer-software/</link>
		<comments>http://wavetank.de/2009/09/erfolgsfaktoren-von-teams-und-kollaborativer-software/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 09:34:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Szenarien]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolgsfaktoren]]></category>
		<category><![CDATA[Kollaboration]]></category>
		<category><![CDATA[Parameter]]></category>
		<category><![CDATA[Regeln]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[Team]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://wavetank.de/?p=175</guid>
		<description><![CDATA[Was bedeutet es eigentlich, zu kollaborieren? Was sind die Parameter, die hergestellt sein müssen, damit eine Gruppe, mit oder ohne technologischer Unterstützung kollaborieren kann? Hier einige Gedanken aus der eigenen Erfahrung, zur Diskussion und ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Vertrauen in die strukturelle und fachliche Selbsteinschätzung der Teammitglieder untereinander und ein Verständnis für die daraus erwachsenden Handlungsspielräume [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Was bedeutet es eigentlich, zu kollaborieren? Was sind die Parameter, die hergestellt sein müssen, damit eine Gruppe, mit oder ohne technologischer Unterstützung kollaborieren kann? Hier einige Gedanken aus der eigenen Erfahrung, <em>zur Diskussion</em> und ohne Anspruch auf Vollständigkeit.</p>
<ol>
<li>Vertrauen in die strukturelle und fachliche Selbsteinschätzung der Teammitglieder untereinander und ein Verständnis für die daraus erwachsenden Handlungsspielräume des Einzelnen</li>
<li>Vertrauen in die, gemessen an der in Punkt 1 aufgestellte Messlatte, der fachliche, organisatorische, strukturelle und politische Kompetenz der anderen.</li>
<li>Keine, oder kaum Überschneidung der Kernkompetenzen der Teammitglieder</li>
<li>klare Verantwortungsverteilung und -struktur mit einem fachlichen und/oder organisatoruschen Schwerpunkt für jedes Teammitglied</li>
<li>Faire und diskursive Beratung im Team, aber keine Debatten</li>
<li>Im Zweifel entscheidet der Verantwortliche</li>
<li>Team != Demokratie</li>
<li>Teamgröße einstellig halten, am besten mindestens drei und maximal siebeb Mitglieder</li>
<li>Saubere und verständliche Meetingregeln, egal ob online oder offline, synchron oder asynchron</li>
<li>Ziel und Zwischenziele sollten verstanden und von der absolut überwiegenden Mehrheit der Teammitglieder unterstützt werden</li>
<li><em>[Monogeschlechtliche Zusamme</em><em>nsetzung (?)]</em></li>
</ol>
<p><span id="more-175"></span></p>
<p>Unterstützt Wave diese Faktoren? Zur Zeit eher nicht, sehr viel wird der &#8222;organisatorischen Ebene&#8220; überlassen. Dies ist dann kein Problem, wenn die soziale Sphäre des Teams diese Faktoren natürlich aus sich selbst hervorbringt. Tut sie dies jedoch nicht, so reicht es nicht aus, dass eine Software einen möglichst freien Wissensfluss begünstigt.</p>
<p>Bei Wikipedia haben diverse Phänomene, die besonders der oben angesprochenen Kompetenzproblematik entsprungen sind, zu einer Erhöhung der Verdienten geführt. Eine Methode, die einem öffentlichen Medium gut entspricht, wenn die zur Erhöhung führenden Wege transparent und fair genug ist. So fair, dass eine ausreichende Menge (20%, 1% ?) von Vorreitern entsteht.</p>
<p>Was ist aber in Gruppen, in denen die Mitglieder nicht sämtlich durch eine intrinsische Motivation getrieben sind? Wertet man diverse Studien zum Thema optimistisch aus, so sind nur rund 10% der Arbeitnehmer in Deutschland überhaupt motiviert bei der Arbeit… was entweder zu einer niedrigen effektiven Produktivität, oder dem Einsatz extrinsischer Motivation führt, die nicht zwangsläufig eine angenehme Situation ist. (Im weiteren Kontext ist auch auch der Artikel von Jay interssant: <a title="Google Wave in den Wissenschaften" href="http://wavetank.de/2009/08/google-wave-in-den-wissenschaften/">Google Wave in den Wissenschaften</a>, sowie mein Artikel <a title="Google Wave Business Application" href="http://wavetank.de/2009/08/google-wave-business-application/">Google Wave Business Applicaton</a>)</p>
<p>Hieraus kann man zwei Schlüsse ziehen. Erstens könnten Freelancer, kleine Gruppen, dynamische, freie Teams dank kollaborativer Software auch großen Konzernen als ernsthafte Konkurrenten gegenübertreten. Und sollte eine Software, wie etwa Google Wave, gleichzeitig ein Trust-System für ökonomische Verdichtung bieten, dann könnte diese Konkurrenz auch dann realisierbar sein, wenn infrastrukturelle Mittel notwendig sind. Aber das ist ein Gedanke für einen anderen Artikel. (siehe dazu auch den Artikel von Siggi Becker: <a title="Disruption und Konflikt" href="http://wavetank.de/2009/08/disruption-und-konflikt-audio-und-folien/">Disruption und Konflikt</a>)</p>
<p>Der zweite Schluss beginnt den gedanklichen Kreis dieses Artikels zu schließen. Es bedarf eines strategischen Verständnisses einer sozialen und ökonomischen Kommunikationskultur. Zahlreiche Hierarchien und deren politische und damit auch kommunikatorische Implikationen in Gesellschaften beruhen auf einer anderen kommunikations- und kollaborationstechnologischen Basis. Die Überreste des Industriezeitalters sind noch überall spürbar und die in Firmen eingesetzte Software bedient noch häufig die Metaphern dieser Zeit.</p>
<p>Von daher ist die Metapherlosigkeit von Wave vielleicht sogar ein nützliches Wischen der Tafel. Es kam mir der Gedanke, die Aufgabe von Wave könnte in der Rückbetrachtung in einigen Jahren genau aus diesem Zweck bestehen. Doch auch dies führt uns in einen anderen zukünftigen Artikel. (siehe dazu auch Siggis Gedanke: <a title="Re-Label" href="http://wavetank.de/2009/08/relabel/">Re-Label</a>)</p>
<p>Die Herausforderung liegt demnach primär nicht auf der technischen Ebene. Nicht, dass ich dies für eine neue Erkenntnis halten würde. Jedoch wird es an dieser Stelle noch einmal explizit deutlich: Erfolgsfaktoren von kollaborativer Software sind weit jenseits des technischen Rahmens zu finden. Die Bedeutung einer sauberen, sicheren und performanten technologischen Realisierung sollte aber in keinem Fall unterschätzt werden.</p>
<p>Die Erfolgsfaktoren sind aber eher Dinge wie:</p>
<ul>
<li>Adaptierung an die soziale und motivatorische Konstitution eines Teams (ein &#8222;Schieberegler&#8220; zwischen organisatorischen und formal-technischen Regeln)</li>
<li>Herstellung einer vertrauenswürdigen Umgebung (Das bedeutet: verständlich, klar, transparent, sicher, …)</li>
<li>… und damit auch: Herstellung eines gemeinsamen semiotischen Raumes</li>
<li>Flow fördernd (Erkennbarkeit von Strukturen, Zwischenzielen, Ergebnisstufen und dem übergeordneten Zweck, …)</li>
<li>… und damit auch: Ein ästhetisches, angenehmes, gut strukturiertes Interface</li>
<li>Beschleunigung des tatsächlichen Kreationsprozesses / der produktiven Arbeit</li>
<li>… und damit auch: Sichtbarmachung von Ergebnissen und Erfolgen sowie von Lücken und Fehlern</li>
<li>Transformierbarkeit und Wiederverwendbarkeit von Daten, Informationen und Wissen</li>
<li>und schließlich; in der Summe der Gedanken: Ein atemberaubend gutes Interaktionsdesign</li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wavetank.de/2009/09/erfolgsfaktoren-von-teams-und-kollaborativer-software/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Dekohärenz sozialer Systeme</title>
		<link>http://wavetank.de/2009/08/die-dekoharenz-sozialer-systeme/</link>
		<comments>http://wavetank.de/2009/08/die-dekoharenz-sozialer-systeme/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 10:02:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Beschleunigung]]></category>
		<category><![CDATA[Dekohärenz]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://wavetank.de/?p=86</guid>
		<description><![CDATA[Die Geschwindigkeit der Manifestierung konkurrierender konkreter sozialer Formen ergibt sich aus den Freiheitsgraden soziologischer Systeme miteinander zu wechselwirken. Dieser Gerinnungsprozess von Ideen bildet die Stufen der Evolution. Werkzeuge solcher Systeme müssen zur Beschleunigung dieses Prozesses die Sicht auf neue, qualitativere kommunikative Bahnen zumindest freigeben. Die Vereinigung der kommunikativen Bahn mit einem ausreichend starken Attraktor kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Die Geschwindigkeit der Manifestierung konkurrierender konkreter sozialer Formen ergibt sich aus den Freiheitsgraden soziologischer Systeme miteinander zu wechselwirken. Dieser Gerinnungsprozess von Ideen bildet die Stufen der Evolution. Werkzeuge solcher Systeme müssen zur Beschleunigung dieses Prozesses die Sicht auf neue, qualitativere kommunikative Bahnen zumindest freigeben. Die Vereinigung der kommunikativen Bahn mit einem ausreichend starken Attraktor kann der bewussten und gewollten Evolution Vortrieb sein. Die Automotivation einer Gattung zur Selbstverbesserung.</p>
<p><span id="more-86"></span></p>
<p>Den Fehler, der sich an dieser Stelle anbietet, anzunehmen, eine bewusste Fortentwicklung könne der natürlichen Selektion Ende sein, sollte man nicht begehen. Unter abstrakteren Gesichtspunkten sollte vielmehr der Frage nachgegangen werden, ob das menschliche in die Hand nehmen der eigenen Ektropie überhaupt von aussen differenzierbar ist.</p>
<p>Um diesen ersten Gedanken weiter voranzutreiben, soll aber eine Binnenqualifizierung der Wechselwirkungsprozesse erfolgen. So stehen sich die Wechselwirkungen von Gruppen untereinander und von Individuen untereinander nicht gegenüber – jedoch könnte ein anderes Widerstands- oder Kontrollverhalten der Wechselwirkungsvorgänge auf einer eher biologischen Seite anders zu gewichten sein, als ein solches auf Ebene des intellektuellen Lernens.</p>
<p>Meine These, dass der sozial-osmotische Druck, der eine Gruppe zu einer Wechselwirkung mit einer anderen veranlasst höher ist als der der auf ein Individuum wirken muß, mit einem anderen Individuum oder auch einer Gruppe in Austausch zu treten, sollte insbesondere im Kontexte digitaler Werkzeuge und deren Nutzungsstrategie in Institutionen untersucht werden. Eine besonders spannende Frage in diesem Kontext ist, ob die gedachte memetische  Membran, die ein Individuum überwinden muss, um einen Wechselwirkungsprozess mit einem Individuum oder einer Gruppe zu initialisieren durch die Quantität (und die Heterogenität?) der virtuellen Netzwerke deren Mitglied es ist, dicker oder dünner wird.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wavetank.de/2009/08/die-dekoharenz-sozialer-systeme/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
