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	<title>Wavetank &#187; Konflikt</title>
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		<title>Survival Value</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 13:41:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J. Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konflikt]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu den Fragen, die mich an der Digitalisierung der Gesellschaft interessieren, gehört auch die Vergrößerung oder Verringerung der Überlebenschancen kultureller Artefakte, eine Frage, die zu interessanten Konsequenzen führt. Wir können zum Beispiel davon ausgehen, daß unsere Literatur und unsere Musik und unsere Filme in absehbarer Zeit nicht mehr in einer physischen Form vorhanden sein werden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Zu den Fragen, die mich an der Digitalisierung der Gesellschaft interessieren, gehört auch die Vergrößerung oder Verringerung der Überlebenschancen kultureller Artefakte, eine Frage, die zu interessanten Konsequenzen führt. Wir können zum Beispiel davon ausgehen, daß unsere Literatur und unsere Musik und unsere Filme in absehbarer Zeit nicht mehr in einer physischen Form vorhanden sein werden, die wir im Laden kaufen oder ins Regal stellen können. Mein Bücherregal habe ich nur, weil ich etwa zwölf Jahre bräuchte, um meinen Buchbestand zu digitalisieren. Meine CDs sind alle im Keller, wo sie hingehören. Mein eigener produktiver Output ist fast ausschließlich digital. </p>
<p>Historisch gesehen hing das Survival Value kultureller Artefakte von den beiden Parametern Kopieraufwand und Robustheit des Mediums ab. Beschriebene Steintafeln waren sicher robust, aber extrem aufwendig zu kopieren. Schriftrollen zu kopieren war vergleichsweise erheblich unaufwendiger, aber Pergament oder Papyrus ungleich weniger robust. In beiden Bereichen sind wir weit gekommen. Wie sieht es mit diesen beiden Parametern in der digitalisierten Gesellschaft aus?</p>
<p><span id="more-548"></span></p>
<p>Zunächst die Robustheit. Erhöht Digitalisierung die Überlebenschance unserer kulturellen Artefakte in einer Welt, in der neue Artefakte auch zunehmend direkt und ohne physische Umwege oder Trägermedien jenseits reiner Speichermedien digital kreiert und digital gespeichert werden? Zum Beispiel im Falle eines Atomkriegs, in dem Rechenzentren sicherlich als vordringliche Ziele gelten dürften? </p>
<p>Um <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/J._Hillis_Miller">J. Hillis Miller</a> zu zitieren:</p>
<blockquote><p>On the one hand, cyberspace may easily be thought of as a postapocalyptic survival. It is as though when we enter cyberspace we are living virtually beyond the end of the world. We are using what would survive if all the books, manuscripts, and other material archives were destroyed in a nuclear holocaust. [T]he Internet is like the survivor of a nuclear war that has not yet occurred. (<em>Black Holes</em>, 15)</p></blockquote>
<p>Das würde natürlich voraussetzen, daß wir wirklich so schlau sind, wie wir glauben, und daß — wie Miller einschränkend hinzufügt — Cyberspace nicht durch EMPs oder andere Effekte von Nuklearwaffen „ausradiert“ werden kann. In diesem Fall wäre, neben der Zerstörung unserer Zivilisation, die restlose und irreversible Zerstörung des Archivs denkbar, “[and the] total destruction of the basis of literature and criticism once invoked by Derrida may be a danger we still face after all” (115).</p>
<p>Wie sicher, wie robust ist dieser Ort für unser kollektives Gedächtnis, unsere kollektive Kultur, unser “digital mind”?</p>
<p>Der zweite Punkt ist die Kopierbarkeit — modern gesprochen „Redundanz“. Digitalisierung hat den Weg geöffnet für die unaufwendigste und vorlagengetreueste Kopierbarkeit aller Zeiten. Aber diese Sicherheit durch Kopierbarkeit ist trügerisch. So lange sie sich in meiner Wohnung befinden, sind meine Manuskripte auf digitalen Medien und Backup-Medien keinen Deut sicherer als in meiner Schublade (wenn ich so etwas hätte). Die Sicherheit steigt, wenn ich mindestens ein Backup-Medium woanders lagere, wenn möglich gleich in einer anderen Stadt. Aber dann steigt wieder der Aufwand und die Robustheit sinkt. Maximale Robustheit des Mediums (durch Redundanz) und maximale Unaufwendigkeit des Kopiervorgangs (durch Automatisierung) habe ich genau dann, wenn ich meine Manuskripte in die Cloud hochlade oder dort am besten überhaupt erst kreiere.</p>
<p>Ein Modell, das viel mehr als nur ein Backup ist, völlig unabhängig davon, auf welche Art oder Arten diese Cloud sich zukünftig weiter realisieren wird. Es ist das Überlebensmodell für unsere kulturellen Artefakte in der digitalisierten Gesellschaft. Ein Modell, das zwei Problemfelder eröffnet: Datenschutz/Privacy auf der einen Seite, Content/Verwertungsrechte auf der anderen Seite. Die Angst von Menschen, daß sie zum gläsernen Menschen werden, auf der einen Seite. Die Geiselnahme unserer kulturellen Artefakte in zentralisierten, proprietären und unkopierbaren Quarantäne-Containern zur Aufrechterhaltung obsoleter Geschäftsmodelle auf der anderen Seite. Eine Geiselnahme, überdies, die uns <a href="http://www.guardian.co.uk/technology/2010/apr/16/digital-economy-act-cory-doctorow">viel gläserner machen wird</a>, als wir jetzt noch für möglich halten.</p>
<p>In einer radikal digitalisierten Welt hängt das Survival Value unserer kulturellen Artefakte in hohem Maße davon ab, wie wir uns gleichzeitig gegen zwei Reflexe wehren können: Unseren eigenen, persönlichen Privatisierungsreflex und den korporiert-globalisierten Polizeistaatsreflex der Content- und Verwertungsindustrie.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-<br />
Miller, J. Hillis, and Manuel Asensi. <a href="http://www.amazon.com/Hillis-Boustrophedonic-Reading-Cultural-Present/dp/0804732434/"><em>Black Holes</em></a> / J. Hillis Miller; or, Boustrophedonic Reading. Transl. Mabel Richart. Stanford: Stanford UP, 1999.</p>
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		<title>Der Ort, die Zeit</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 23:35:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Event]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Beschleunigung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kollaboration]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Messen, Kongresse, Konzerte, Parteitage, Events (…) haben implizit einen neuen Anspruch übergestülpt bekommen. Wer Vernetzung und Kommunikationstechnologie ernst nimmt, sollte im Zeitalter des Internets einen guten Grund haben, jemanden vor Ort zu bitten. Der Transfer von Informationen, oder performative Redundanz hatten sicherlich in vergangenen Epochen ihre gesunde Berechtigung, sich in lokalen Veranstaltungen zu manifestieren. 2010 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Messen, Kongresse, Konzerte, Parteitage, Events (…) haben implizit einen neuen Anspruch übergestülpt bekommen. Wer Vernetzung und Kommunikationstechnologie ernst nimmt, sollte im Zeitalter des Internets einen guten Grund haben, jemanden vor Ort zu bitten. Der Transfer von Informationen, oder performative Redundanz hatten sicherlich in vergangenen Epochen ihre gesunde Berechtigung, sich in lokalen Veranstaltungen zu manifestieren. 2010 jedoch sind sie schlicht eine Zumutung. Oder?</p>
<p><span id="more-534"></span></p>
<p>Sitzen und lauschen können diverse Medien besser transportieren. Ein qualitativer Diskurs ist im Netz ebenfalls etablierbar. Ein Beispiel mögen nur die Facebook-Seiten von &#8222;<a title="Facebook: ZDF Heute" href="http://www.facebook.com/ZDFheute">ZDF heute</a>&#8220; oder &#8222;<a title="McK Quarterly" href="http://www.facebook.com/mckinseyquarterly">McKinsey Quarterly</a>&#8220; sein. Wozu sammelt man also Leute an einem Ort zu einer Zeit zusammen, wenn digitalisierte Diskurse durch technologische Unterstützung asynchron, kontextuell und ubiquitär verfügbar sein können; wenn die monetären und ökologischen Kosten einer echten Veranstaltung ungleich viel höher sind? Wenn die Qualität, mit der ich einen Sprecher beobachten und seiner Rede folgen, pausieren, verifizieren, falsifizieren, kontrollieren, redigieren, weiter publizieren (…) kann, im Digitalen so viel höher sein kann?</p>
<p>Nach einer gemeinsamen Veranstaltung hat <a title="Code Concept Atmo Being" href="http://www.siggibecker.de/blog/archives/2007/09/2-webmontag-dusseldorf/">sich Siggi mal zu etwas hinreissen lassen</a>, was ein erster Ansatz sein kann: Der Grund, warum eine räumlich und zeitlich synchrone Veranstaltung Sinn macht, muss in den Möglichkeiten begründet sein, die nur dieser real-existierende Raum bietet: Die Inszenierung der Versammlung: Was wurde erreicht; welcher Vortrieb welcher Profession hat stattgefunden? Zu welchem Gewinn haben die Teilnehmer durch ihre unmittelbare Interaktion beigetragen?</p>
<p>Und: Welche Qualität verdankt dieser Gewinn der lokalen Zusammenkunft?</p>
<ol>
<li>Eine tatsächlicher intellektueller Zugewinn: Die Präsentation von etwas Neuem</li>
<li>Ein spontaner Diskurs, dessen Inszenierung im Moment einen emergenten Prozess provoziert</li>
<li>Die Schaffung einer Atmosphäre der Gemeinschaft</li>
<li>Eine öffentliche Manifestierung des Seins einer Gruppe</li>
</ol>
<p>Nun hatte in der vergangenen Woche <a title="T-Systems MMS" href="http://www.t-systems-mms.com/">T-Systems MMS</a> in das schöne <a title="Dresden" href="http://www.dresden.de/">Dresden</a> geladen; zum <a title="Dresdener Zukunftsforum" href="http://www.dresdner-zukunftsforum.de/blog/">Future Forum</a>. Wofür ich erstmal sehr dankbar bin. Denn ich habe das schöne Dresden kennen gelernt, konnte einige alte Kontakt auffrische und einige erfrischende neue Kontakte machen.</p>
<p>Ein Future-Forum in der deutschen Provinz. Geladene Sprecher: <a title="Ray Kurzweil" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Raymond_Kurzweil">Ray Kurzweil</a> und <a title="Tim Berners-Lee" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tim_Berners-Lee">Tim Berners-Lee</a>. Weder der eine noch der andere haben allerdings in ihren Vorträgen einen neuen Erkenntnisgewinn formuliert oder gar proviziert. Ray Kurzweil hat zweifelsohne perfekt präsentiert, ist jedoch von vielen Konferenz-Teilnehmern mit seinen Visionen nicht ernst genommen worden. Während Tim Berners-Lee gar nicht über die Zukunft, sondern über die letzten 20 Jahre der Webentwicklung gesprochen hat und aus deren Mängeln eine Forderung zur Verbesserung vortrug. Stichwort: Linked Data. Beide Vorträge kann man ziemlich ähnlich bei TED (<a title="TEd: Ray Kurzweil: How Technology will transform us" href="http://www.ted.com/talks/ray_kurzweil_on_how_technology_will_transform_us.html">Ray</a>, <a title="TED: Tim Berners-Lee: On the Next Web" href="http://www.ted.com/talks/tim_berners_lee_on_the_next_web.html">Tim</a>) oder youtube oder sonst wo im Netz finden.</p>
<p>Zwischen den Vorträgen gab es &#8222;<a title="Dresdener Zukunftsforum: Breakout Sessions" href="http://www.dresdner-zukunftsforum.de/blog/4-dresdner-zukunftsforum/future-space/">Sessions</a>&#8220; in denen kleine Teams kurze Gedanken vortrugen, die teilweise kontrovers diskutiert wurden. Ein generell guter Gedanke, auf jeden Fall sehr viel zukunftiger als die Wiederholung einer Performation von zwei alten Männern.</p>
<p>Drei Fragen deshalb:</p>
<ol>
<li>Gibt es nicht in Dresden, Darmstadt, Aachen, Düsseldorf, Genf… Forscher, Visionäre, Utopisten, die den Stallgeruch des Forschens an der Zukunft besser in ein solches Forum tragen können? Frischer, ungehobelter, authentischer?</li>
<li>Ist eine inszenierte Wiederholung des Themas &#8222;Zukunft&#8220; überhaupt angemessen?</li>
<li>Ist die Form eines Vortrages, dem Thema &#8222;Zukunft&#8220; überhaupt angemessen?</li>
</ol>
<p>Alle drei Fragen sollen sich durch das vorher geschriebene bereits von selbst beantworten. Wenn also ein Kommunikations-Konzern in seinen kulturellen Gesten noch in der Moderne verhaftet ist, ist es kein Wunder, dass die Gesellschaft sich mancherorts, manchmal zerrissen fühlt. Zerrissen zwischen dem Anspruch Ernst zu machen mit den eigenen Errungenschaften und dem Nachziehen oder Vorschubsen der Gestrigen.</p>
<p>Welches Bild mag wohl Ray Kurzweil nun haben, dass er in die deutsche Provinz gerufen wurde, um für einen der größten Konzerne des Landes als Repräsentant für die Zukunft zu sprechen? Und welches Bild mag nun der aufgeklärter und der unaufgeklärte Gast haben, die einer Inszenierung des 20. Jahrhunderts beiwohnten und die als &#8222;Zukunfts-Forum&#8220; gelabelt war.</p>
<p>Ein typischer Fall, in dem der Gedanke des WARUM nicht der Gedanke des WOZU prägend war und so leider das Klassenziel nicht erreicht wurde. Ein Klassenziel was Barcamps, Wavewednesdays, Webmontage usw. in den letzten 10 Jahren aufgestellt haben: Die inspirierende Veranstaltung, bereit für einen emergenten Prozess. Wo auch immer der hinführen möge.</p>
<p>Sich ernsthaft auf die Zukunft vorbereiten, bedeutet nicht sie zu inszenieren zu suchen, sondern ihre Manigfaltigkeiten zu akzeptieren, ihre Unsicherheiten spielerisch aufzugreifen und vielfältige Bilder und Eindrucke von etwaigen, konkurrierenden Szenarien zu bekommen.</p>
<p>Im Chat brachte Siggi mich gerade auf einen weiteren, abschließenden Gedanken; was der allgemeine Anspruch einer Inszenierung &#8222;an sich&#8220; ist. Welche ethischen Prinzipien müssen in einer Zeit an Inszenierungen geheftet werden (dazu sollen hier auch Werbespots, Schulen oder Parlamente zählen), in der es zahlreiche Technologien mit dem Potential gibt, die Welt vollständig aus den Angeln zu heben (Nano, Nano-Assembling, Bio, Synth-Bio, Robotik, Nano-Robotik, Medizin, Computing, …).</p>
<p>Man könnte also radikalisierend formulieren, dass bei einer Veranstaltung, die das Label &#8222;Zukunft&#8220; trägt, ganz besonders hinterfragt werden darf, ob sie den Teilnehmern in einem exponentiell beschleunigten technologischen, techno-sozialen und soziologischen Umfeld (= 21. Jhd.) durch Repetition einer allgemein verfügbaren Inszenierung nicht tatsächlich die Zukunft verweigert.</p>
<p>________________________</p>
<p>Lesenswert im Kontext:</p>
<ul>
<li><a title="Digital Everything" href="http://wavetank.de/2010/05/digital-everything/">Digital Everything</a></li>
<li><a title="Complexity &amp; Processity" href="http://wavetank.de/2010/05/complexity-processity/">Complexity &amp; Processity</a></li>
<li><a title="Vom kulturellen Wirkungsquantum" href="http://wavetank.de/2010/04/vom-kulturellen-wirkungsquantum/">Vom kulturellen Wirkungsquantum</a></li>
<li><a title="Differenzen stückeln" href="http://wavetank.de/2010/02/differenzen-stuckeln/">Differenzen stückeln</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Session 7: Epiphifzen und digitale Schwerkraft</title>
		<link>http://wavetank.de/2010/04/session-7-epiphifzen-und-digitale-schwerkraft/</link>
		<comments>http://wavetank.de/2010/04/session-7-epiphifzen-und-digitale-schwerkraft/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 13:30:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Ästhetische Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Beschleunigung]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Fortschritt]]></category>
		<category><![CDATA[inequality]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Können die gesellschaftlichen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Auswirkungen des technologischen Fortschritts so hochfrequent sein, dass die Dauer einer Legislaturperiode nach unten korrigiert werden muss? Ist ein Mandat an die verfügbaren und kommunizierten Mittel des Mandatierungszeitpunktes gebunden?
Nachdem Siggi seiner Aufregung über Rorty Luft gemacht hat, kommen wir auf den obigen Trichter (siehe zu dem Trichter auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Können die gesellschaftlichen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Auswirkungen des technologischen Fortschritts so hochfrequent sein, dass die Dauer einer Legislaturperiode nach unten korrigiert werden muss? Ist ein Mandat an die verfügbaren und kommunizierten Mittel des Mandatierungszeitpunktes gebunden?</p>
<p>Nachdem <a title="Siggi Becker" href="http://siggibecker.de/blog">Siggi</a> seiner Aufregung über <a title="Richard Rorty" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Rorty">Rorty</a> Luft gemacht hat, kommen wir auf den obigen Trichter (siehe zu dem Trichter auch bei Siggi: &#8222;<a title="Maßstab Politik" href="http://www.siggibecker.de/blog/archives/2003/12/masstab-politik/">Maßstab</a>&#8220;) nach dem Durchkämmen des Thrashold ;-), den Facebook mit seinem globalen iLike-IT Button in die Welt kippt. Differenzierung und Resilienz kann dann nicht mehr durch das Verbindungherstellen an sich erreicht werden; der Druck, auch binnendifferenziert seine Qualitäten auf der Reihe zu haben, also die Hausaufgaben zu machen, steigt in der Folge.</p>
<p>Zu den Hausaufgaben 2010 gehört auch die Auseinandersetzung mit den faszinierenden Entwicklungen der Robotik, die ich mit einem eigenen Artikel bereits am Wochenende beglückte: <a title="Robotik: Präzision und Unsichtbarkeit" href="http://wavetank.de/2010/04/prazision-und-unsichtbarkeit/">Präzision und Unsichtbarkeit</a>.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="225" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=11230410&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="225" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=11230410&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Das Durchkämmen trägt uns noch ein kleines wenig weiter. <a title="Jay Martin" href="http://betweendrafts.com/">Jay</a> und <a title="Tim" href="http://bruysten.com">ich</a> entwickeln den Gedanken einer bremsenden Wirkung, die durch die zunehmende Digitalisierung der Welt verursacht werden könnte. Die Fluchtgeschwindigkeit vom Ist zu Utopia könnte in einer digitaleren Welt höher sein. Hier wirft dann auch Siggi noch mal völlig zurecht ein, dass &#8222;Digitalisierung&#8220; ein tendenziell eher unterschätztes Szenario ist. Rechercheanstöße mögen hier die Begriffe &#8222;<a title="Bekenstein Grenze" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bekenstein-Grenze">Bekenstein Grenze</a>&#8220; und &#8222;<a title="Computronium" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Computronium">Computronium</a>&#8220; sein.</p>
<p>Also, eine bunte Session, wieder mal jenseits der Stundengrenze. Aber noch leicht unterhalb der zeitlichen Ausdehnung der <a title="Session 6: Die Kunst des Sehens" href="http://wavetank.de/2010/04/session-6-die-kunst-des-sehens/">6. Session</a>.</p>
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		<item>
		<title>Just say NO</title>
		<link>http://wavetank.de/2010/03/just-say-no/</link>
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		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 12:46:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Siggi Becker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beschleunigung]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Ästhetik]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kontingenz]]></category>
		<category><![CDATA[Systemtheorie]]></category>
		<category><![CDATA[trend]]></category>
		<category><![CDATA[Utopie]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Leitmotiv vieler gegenwärtiger politischer, wirschaftlicher und gesellschaftlicher Prozesse scheint mir ein Nein zum Nein zu sein. Unter diesen Bedingungen ist die Flucht in die scheinbare Sicherheit von Trends nichts als der Ausdruck der Mutlosigkeit zur Utopie. Nur wo die phantastische Negation eines Bestehenden ihren mutigen Ausdruck in der Vision einer Utopie findet, können auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Das Leitmotiv vieler gegenwärtiger politischer, wirschaftlicher und gesellschaftlicher Prozesse scheint mir ein Nein zum Nein zu sein. Unter diesen Bedingungen ist die Flucht in die scheinbare Sicherheit von Trends nichts als der Ausdruck der Mutlosigkeit zur Utopie. Nur wo die phantastische Negation eines Bestehenden ihren mutigen Ausdruck in der Vision einer Utopie findet, können auch Kulturformen des Übergangs (Luhmann) gefunden werden um die explodierende CO-ntingenz auf bearbeitbaren Boden zu reduzieren. Nur so könnten statt im Kern lächerlicher futuristischer Kürvchen, Bilder von Zukünften formuliert werden, die genügend CO-nsens erzeugen, damit Organisationen Formen finden, die ihnen ermöglichen genügend Selbstähnlichkeit aufrechtzuerhalten, ohne die notwendigen Transformationen in Katastrophen oder Dystopien enden zu lassen. Zuviel Ernst produziert in dieser Lage nur eventuell tödliche Denkverbote.</p>
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		<title>Elena Esposito: Die Transparenz der Technik in der medialen Kommunikation</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 23:33:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Agents]]></category>
		<category><![CDATA[Ästhetik]]></category>
		<category><![CDATA[Elena Esposito]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>

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		<description><![CDATA[Elena Esposito hat im Mai 2008 einen bemerkenswerten Vortrag über &#8222;Die Transparenz der Technik in der medialen Kommunikation&#8220; im Rahmen des Bochumer Kolloquiums Medienwissenschaft gehalten. Sie ist Soziologin, Schriftstellerin und Dozentin an der Universität Modena und Reggio Emilia. 1987 hat sie ihr Diplom in Politikwissenschaft bei Umberto Eco gemacht und schließlich 1990 bei Niklas Luhmann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Elena Esposito hat im Mai 2008 einen bemerkenswerten Vortrag über &#8222;<em>Die Transparenz der Technik in der medialen Kommunikation</em>&#8220; im Rahmen des <a title="Bochumer Kolloquium Medienwissenschaft" href="http://www.kolloquium-medienwissenschaft.de/">Bochumer Kolloquiums Medienwissenschaft</a> gehalten. Sie ist Soziologin, Schriftstellerin und Dozentin an der Universität Modena und Reggio Emilia. 1987 hat sie ihr Diplom in Politikwissenschaft bei <a title="Umberto Eco" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Umberto_Eco">Umberto Eco</a> gemacht und schließlich 1990 bei <a title="Niklas Luhmann" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Niklas_Luhmann">Niklas Luhmann</a> promoviert. Noch mehr <a title="Elena Esposito" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elena_Esposito">aufregende Details</a> kennt Wikipedia.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="225" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=2275811&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="225" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=2275811&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Nur einen Aspekt möchte ich hier noch mal besonders herausheben… Elena Esposito beschäftigt sich mit der Frage, wie sehr die technische Funktionsweise eines Mediums vom Empfänger (oder den Kommunizierenden) verstanden sein muss, um die Botschaft verstehen zu können.</p>
<p>In der <a title="Die Ästhetische Gesellschaft - Session.One" href="http://wavetank.de/2010/01/die-asthetische-gesellschaft-session-one/">Session.One</a> haben wir diese Frage noch weiter zugespitzt und nach einem Ästhetik-Begriff für eine Gesellschaft gefragt, in der nicht nur das technische Medium durch seine Transparenz Eigenschaften einer ersten Natur annimmt, sondern auch der Entscheider hinter dem Medium ebenfalls eine Maschine ist.</p>
<p>Besonders der Artikel &#8222;<a title="Bot-Mediated Reality" href="http://wavetank.de/2010/01/bot-mediated-reality/">Bot-Mediated Reality</a>&#8220; ist im Kontext noch zu empfehlen.</p>
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		<title>Forderung einer ästhetischen Feldtheorie dynamischer Netze</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 22:33:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Ästhetische Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Szenarien]]></category>
		<category><![CDATA[Ästhetik]]></category>
		<category><![CDATA[Ästhetische Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ektropie]]></category>
		<category><![CDATA[Entropie]]></category>
		<category><![CDATA[Feldtheorie]]></category>
		<category><![CDATA[Thermodynamik]]></category>

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		<description><![CDATA[Zunächst eine Vorwarnung. Der Gedanke dieses Artikels ist, wie vieles im Wavetank, maximal eine Beta-Version, ein Versuch, ein Experiment. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, ist herzlich eingeladen in die Diskussion einzugreifen und zur Fortentwicklung oder zur Beerdigung beizutragen.
Wozu dient dies? Dies ist bei weitem kein Versuch eine Theorie sozialer Interaktion oder soziologischer Phänomene zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Zunächst eine Vorwarnung. Der Gedanke dieses Artikels ist, wie vieles im Wavetank, maximal eine Beta-Version, ein Versuch, ein Experiment. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, ist herzlich eingeladen in die Diskussion einzugreifen und zur Fortentwicklung oder zur Beerdigung beizutragen.</p>
<p>Wozu dient dies? Dies ist bei weitem kein Versuch eine Theorie sozialer Interaktion oder soziologischer Phänomene zu verfassen. Dieser Versuch beschränkt seinen Blickwinkel auf die wahrnehmbaren Effekte kommunikativer Prozesse (in einer hochvernetzten Welt). Er kratzt dabei an systemischen Effekten die zu Formen von Ungleichheit und damit zu Machtpotentialen führen. Primäres Ziel ist jedoch im Kontext des Potentials der instantanen Hochvernetzung einen Diskurs über eine Beschreibungssprache zu beginnen.</p>
<p><span id="more-338"></span></p>
<p>Der Gedanke einer Feldtheorie entstand bei der Beobachtung der Praxis, Netzwerke als Medien mit imperativen Strukturen zu begreifen. Oder lieber begreifen zu wollen. Das systemische Effekte in der Theorie bewundert, aber in der auf sich selbst bezogenen Praxis eher unbeliebt sind, ist keine neue Erkenntnis. Wir Menschen neigen dazu, als Individuen oder als Unternehmen, unseren Erfolg unseren eigenen klaren Entscheidungen und Potentialen zu zuordnen.</p>
<p>Aber auch die Selbst-Differenzierung gegenüber unserer eigenen Ökosphäre projezieren wir durch einen, von uns selbst ausgehenden oder auf uns einprasselnden Strahl von Kausalitäten in eine fassbare Welterklärung.</p>
<p>Im Weiteren möchte ich nicht auf die psychologischen Schlüsse gegenüber den &#8222;handelnden&#8220; Individueen (die in diesem Kontext offensichtlich in An- und Abführungen zu setzen sind) abheben, sondern vielmehr annehmen, dass eine Gesellschaft ab der Größe von zwei Gegenübern, als System zu verstehen ist. Demzufolge auch systemische Effekte auftreten.</p>
<p>Warum aber nun eine Feldtheorie der Netze? Und warum muss diese auch noch das Attribut ästhetisch mit sich herumtragen?</p>
<p>Ohne sich hier im ersten Schritt zu tief mit mathematisch, physikalischen Eigenschaften von Kraftfeldern herumärgern zu wollen, gilt es hier diese zunächst als Metapher nutzen. Ich habe aber den Verdacht, dass sich durchaus mathematische Modelle zur exakten Beschreibung eines konkreten Modells hinter diesen Metaphern entwickeln lassen könnten.</p>
<p><strong>Begriffsdefinitionen</strong></p>
<p>Eine Feldtheorie hat einen entscheidenden Vorteil. Sie kennt Minima und Maxima im Kontext einer konkreten Beziehung. Trotzdem können alle &#8222;Protagonisten&#8220; oder &#8222;System-Nodes&#8220;, Teil des Gesamsystems bleiben &#8211; selbst wenn sie die Grenzen einzelner Felder überschreiten. Dazu möchte ich zunächst den Begriff der &#8222;Überlagerung&#8220; in diesen Artikel einführen und weiter unten explizieren.</p>
<p>In Abgrenzung zu einer allgemeinen, alle kommunikativen Wechselwirkungen einbeziehenden Theorie, kann eine Feldtheorie mit einem Trick arbeiten, in dem sie die messbare Welt in verschiedene Felder unterteilt. Durch diese Facettierung kann eine Relevanzschwelle eingeführt werden, die es erlaubt eine immer unendliche Zahl von Feldern aus einer aktuellen und konkreten Betrachtung zunächst auszuschließen und sich auf eines oder wenige Felder zu beschränken.</p>
<p>Ein Beispiel verdeutlicht dies: Betrachtet man die Erfolgsfaktoren eines Unternehmens, so sind zahlreiche Wechselwirkungen im allgemeinen Grundrauschen enthalten und die Frage, wo eine Null-Linie eingeführt wird, misst sich an dem Marktumfeld in dem sich das Unternehmen mit seinem Konkurrenten messen muss. Der Vergleich von Wettbewerbern in einem ausreichend ähnlichen Ökosystem erfolgt also nur über die Wechselwirkungen, die oberhalb der Wahrnehmungsschwelle liegen.</p>
<p><strong>Minimum und Maximum</strong></p>
<p>Dies ist das Minimum. Das bedeutet, dass eine an einem Feld anliegende &#8222;Spannung&#8220; eine Wechselwirkung erzeugen muss die genug Differenz zum Grundrauschen des Feldes aufweist, um wahrgenommen werden zu können. Dieses Minimum kann als das nullte Feld bezeichnet werden, das sich Quer zu allen anderen Feldern verhält.</p>
<p>Ein Maximum ist an der Stelle erreicht, an dem die Spannung eines Feldes selbiges zerreisst. Sodass eine Wechselwirkung zwischen den vorher Wechselwirkenden auf den jeweils relevanten Feldern nicht mehr möglich ist. Dreht man den Prozess um, so beschreibt das Maximum eines Feldes den Punkt des ersten Kontaktes zwischen zwei energetisierten Protagonisten.</p>
<p><strong>Protagonisten einer Feldtheorie</strong></p>
<p>Ein Protagonist ist im Kontext dieses Artikels ein Objekt, welches Informationen empfangen, verändern und senden kann. Dies kann auf niedrigster Ebene rein passiv erfolgen; also als Teil-Absorbtion und Teil-Reflexion. In diesem Kontext wird hier auch der Begriff der Kommunikation verwendet – als ein zunächst nicht weiter differenzierter Austausch von Informationen zwischen zwei oder mehr dieser Protagonisten.</p>
<p>Als kommunikationsprozessrelevante Entität – also hier kurz &#8222;Protagonist&#8220; – kann nun je nach Perspektive ein Individuum, eine Gruppe, ein Medium oder auch ein Ereignis bezeichnet werden. Eine Gruppe soll hier aber nicht zwangsweise als statische Einheit einer definierten Anzahl von Individuen, sondern als dynamisches Setting einer Situation verstanden werden.</p>
<p>Der Begriff eines PROtagonisten erscheint mir gegenüber einer &#8222;totalen Systemtheorie&#8220; an dieser Stelle jedoch angebracht, da mein Begriff einer Feldtheorie zwar von weitgehenden systemischen Effekten ausgeht, aber einem bewussten Individuum durchaus die Möglichkeit zugesteht, auf dem Wellen einer systemischen Welt reiten zu können. Also deren Effekte ausnutzen, ohne sich die Welle selbst Untertan machen zu können.</p>
<p><strong>Überlagerungen von Feldern</strong></p>
<p>Überlagerungen treten auf, wenn sich die Felder selbst gegenseitig beeinflussen. Dazu müssen sie eins von zwei einfachen Kriterien erfüllen. Sie müssen von gleicher Art sein oder die Absorbstions- und Reflexionseigenschaften hinsichtlich eines anderen Feldes als des eigenen von mindestens einem Protagonisten des Feldes verändern.</p>
<p><strong>Maßeinheiten</strong></p>
<p>Da ich es mir hier bequem gemacht habe und von einer allgemeinen ästhetischen Feldtheorie dynamischer Netze spreche, ist die jeweilige Maßeinheit abhängig von der Art des Feldes, welches zwischen den Beteiligten anliegt: Das Feld ist stets von der &#8222;Substanz&#8220;, deren Wechselwirkung es beschreibt. Und so ist auch seine Maßeinheit zu wählen.</p>
<p>Ein gedachtes Modell welches beispielsweise nur die Wechselwirkungen Geld, Zeit und Aufmerksamkeit kennt, wird durch deren Maßeinheiten in einer für Menschen nutzbaren Einheit beschrieben.</p>
<p><strong>Entropie und Ektropie</strong></p>
<p>In einem thermodynamischen Sinne ist das Gesamtsystem unserer Definition hier, in dem alle <em>relevanten</em> Wechselwirkungen stattfinden, nicht die größtmöglich denkbare Box; sondern ein klar abgegrenzter Raum, dem beständig Energie hinzugeführt wird. Und nur solange dies gegeben ist, wird die hier vorgeschlagene Sprache anwendbar sein.</p>
<p>So gehe ich hier nicht von Systemen aus, die eine absolute Entropie oder Ektropie erreichen – vielmehr gehe ich von Systemen aus, die in beide Richtungen streben, durch die permanente Energiezufuhr jedoch dynamische Eigenschaften aufweisen und sich &#8222;umentscheiden&#8220; können.</p>
<p>Praktische Beispiele zur Bedeutung dieser Begriffe, ihre Phänomene und weitere Hintergründe haben wir in der <a title="Ästhetische Gesellschaft - Session.Two" href="http://vimeo.com/8848403">zweiten Session</a> der <a title="Die Ästhetische Gesellschaft" href="http://vimeo.com/channels/aesthetic">Ästhetischen Gesellschaft</a> diskutiert und hat <a title="Betweendrafts: Intro zur zweiten Session der ästhetischen Gesellschaft" href="http://betweendrafts.com/2010/01/25/die-aesthetische-gesellschaft-session-two-ein-wavetank-videocast/">J. hier</a> angerissen.</p>
<p>Hier sei jedoch noch gesagt, dass durch Energiezufuhr in ein generell evolvierendes System, die Entwicklung innerhalb des Systems beschleunigt ablaufen <em>muss</em>. (Das bleibt an dieser Stelle wie vieles andere hier: zunächst eine Behauptung.)</p>
<p>Hinsichtlich eines einzelnen Feldes ist Entropie nicht mit seinem Minimum und Ektropie nicht mit seinem Maximum gleichzusetzen. Entropie ist vielmehr die Richtung in der ein Minimum strebt und Entropie die Richtung des Maximums (sozusagen sein &#8222;Omegapunkt&#8220;). Erreichen kann ein Feld diese Pole jedoch nie, da aus der oben stehenden Reflexion die Grenzen des sinnvoll wahrnehmbaren schon vorher passiert werden (was auf der einen Seite dem Minimum und auf der anderen dem Maximum entspricht).</p>
<p><strong>Forderungen</strong></p>
<p>Angesichts der These, dass die &#8222;Welle nur geritten, aber nicht dressiert werden kann&#8220;, wird es schwer bis unmöglich, von einem allgemeinen ästhetischen Imperativ zu sprechen. Ein intentionaler ästhetischer Imperativ ist aber nicht nur möglich, sondern auch ratsam. Für ein Individuum, das innerhalb einer Gruppe erfolgreich sein möchte, für eine Gruppe, die gegenüber anderen Gruppen erfolgreich sein möchte.</p>
<p>Zumindest immer dann, wenn von einem evolutionären Weltbild ausgegangen wird, in dem Evolution selbst, keine Entscheidung eines Protagonisten, sondern ein Systemen inhärenter &#8222;Zustand&#8220; ist.</p>
<p>Dabei muss man gar nicht den Schiller&#8217;schen Ästhetik-Begriff bemühen; sondern nur ein weitreichendes Verständnis für die unter der Kulturschicht liegende ästhetische Relation zwischen den Phänomenen des Handelns haben. Mehr dazu, in der <a title="Die Ästhetische Gesellschaft - Session.One" href="http://vimeo.com/8556223">ersten Session der Ästhetischen Gesellschaft</a>.</p>
<p>Dieses Minimalziel verfolgend tut ein Individuum gut daran, stets so zu handeln, dass sein Handeln die eigene Ektropie gegenüber der (jeweils) eigenen Gruppe vergrößert und gleichzeitig die Ektropie der Gruppe gegenüber anderen Gruppen so vergrößert, dass kein Maximum zwischen dem Individuum und &#8222;seiner&#8220; Gruppe, sowie dieser Gruppe und relevanten anderen Gruppen überschritten wird.</p>
<p><em>Wie drückt sich dieses &#8222;Tun&#8220; aus? </em></p>
<p>In einer bewussten Entscheidung zur harmonisch ausgewogenen Selbstexposition gegenüber dem lokal (oder spatial?) allgemein Wahrscheinlichen und dem entsprechenden Unwahrscheinlichen.</p>
<p>Selbsterhaltung darf also nicht als das Erreichen einer statischen Grenze verstanden werden. Vielmehr ist sie ein hochdynamischer Prozess dessen Rahmenbedingungen durch die für die jeweiligen Protagonisten relevanten Felder und deren Machtpotential im Kontext einer gegebenen Situation definiert werden.</p>
<p><strong>Wozu 2</strong></p>
<p>Das oben genannte Wozu konkretisierend, ist dies hier ein Schritt zur Manifestation meines Verdachtes, dass Dinge wie Aufmerksamkeit, Geld, Zeit, Differenz, … nicht statisch, binär oder sonst irgendwie anders sind als denn dynamische Felder. Deren Wechselwirkung sich in einem abstrakten &#8222;Macht-Feld&#8220; manifestiert.</p>
<p>Aus Sicht einer Netzwerkkommunikation sind sie selbst keine Einheiten, sondern spannungsgeladenen Relationen. Und mir scheint es an der Zeit zu sein, dies als mögliche Beschreibung von gesellschaftlichen Phänomenen oder auch business Prozessen hinsichtlich einer Hochvernetzung zu denken.</p>
<p><strong>XYZ</strong></p>
<p>folgt… Der erste Anfang wurde hier jetzt gemacht…</p>
<p><strong>Kredits</strong></p>
<p>Meine Gedanken und Thesen in diesem Artikel basieren zu einem nicht zu verachtenden Teil auf einem Prozess, den <a title="Tim" href="http://bruysten.com/">ich</a> gemeinsam &#8222;hier im WaveTank&#8220; mit <a title="Dr. J. Martin" href="http://betweendrafts.com/">Dr. J.</a> und <a title="Siggi Becker" href="http://www.siggibecker.de/blog/">Siggi</a> vollzogen habe.</p>
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		<title>Homogenität &#8211; Heterogenität</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 14:26:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[Produktivität]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Was macht Teams erfolgreich? Meinen ersten Ansatz zum Thema (Erfolgsfaktoren von Teams und kollaborativer Software), sowie einen Artikel von Siggi (Kollaboration und Konflikt) aufgreifend, möchte ich das Thema hier weiter vorantreiben.
Die nächste Überlegung ist die Mischung und Facettierung von Homogenität und Heterogenität in Teams. Am Anfang steht jedoch die Überlegung, wie sehr die Mitglieder eines [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Was macht Teams erfolgreich? Meinen ersten Ansatz zum Thema (<a title="Erfolgsfaktoren von Teams und kollaborativer Software" href="http://wavetank.de/2009/09/erfolgsfaktoren-von-teams-und-kollaborativer-software/">Erfolgsfaktoren von Teams und kollaborativer Software</a>), sowie einen Artikel von Siggi (<a title="Kollaboration und Konflikt" href="http://wavetank.de/2009/09/collaboration-und-konflikt/">Kollaboration und Konflikt</a>) aufgreifend, möchte ich das Thema hier weiter vorantreiben.</p>
<p>Die nächste Überlegung ist die Mischung und Facettierung von Homogenität und Heterogenität in Teams. Am Anfang steht jedoch die Überlegung, wie sehr die Mitglieder eines Teams vom Zweck des Teams abhängig sind, bzw. wie weit sie in der Lage sind, diesen Zweck zu verstehen. Ist der Zweck ein sehr starker und ist er für alle Teammitglieder in etwas gleich stark (zum Beispiel: Miete zahlen, Mamut erlegen…), so sind sonstige motivierende oder demotivierende Faktoren eher sekundär. So meine Vermutung.</p>
<p><span id="more-230"></span></p>
<p>Ist jedoch der Zweck einer Kollaboration eher metaphysisch oder spricht höhere Werte an, bedarf die intrinsische Motivation der Teammitglieder eines stärkeren Antriebes und gleichzeitig einer Reduktion von Störfaktoren.</p>
<p>Kurz: Hat man Hunger, so ist dies wohl für die meisten Antrieb genug, sich einer Gruppe anzuschließen um zur Jagd zu gehen; nach der Befriedigung der Primärbedürfnisse wird die Sache jedoch komplexer.</p>
<p>Hier nun die Überlegung, welche Faktoren innerhalb eines Teams im Sinne der Teambildung und der Erfüllung des Team-Zweckes beschleunigend oder bremsend wirken können.</p>
<p>Homogenität sollte bestehen in der gesprochenen Sprache. Das meint nicht Deutsch oder Englisch, sondern auf welcher Abstraktions- oder Komplexitätsstufe sich die im Team gesprochene Sprache bewegt unabhängig von der Landessprache. Empfinden alle Teammitglieder ein Gespräch im Team als Bereicherung? Ist das Niveau eines Gespräches für alle Teammitglieder verständlich oder zu anstrengend oder zu langweilig? Haben alle Teammitglieder ein gleiches Verständnis von Metaphern und einen ähnlichen kulturell-semiotischen Hintergrund?</p>
<p>Und Homogenität sollte bestehen im Kontext des Verständnisses der Vision hinter einem Team. Wie Siggi bei einem unserer Treffen zuletzt völlig richtig einwarf, gilt es hier zu unterscheiden zwischen der Vision und den Zielen eines Teams. Unserer gemeinsamen Auffassung nach, sind die Ziele sekundär, wenn es eine gemeinsame Vision gibt und eine ähnliche Interpretation der Bedeutung dieser Vision. Ohne Vision wird es schwer, einem Team Ziele zu geben.</p>
<p>Heterogenität hingegen ist meines Erachtens wichtig, wenn es um die Qualifikationen von Teammitgliedern geht. Zwei Experten zum gleichen Thema… da müsste die Chemie schon gewaltig gut stimmen, damit es da nicht zu Reibereien kommt. Hier also: Ein gemeinsam akzeptiertes Verständnis der unterschiedlichen Qualifikationen von Teammitgliedern und der sich daraus ergebenden Rollen. Diese Qualifikationen können technischer, fachlicher, politischer, struktureller oder auch charismatischer Natur sein.</p>
<p>Ob geschlechts-gemischte oder -getrennte Teams beschleunigender sind, ist mir noch nicht endgültig klar. Oder, besser ausgedruckt: Ob Teams, zwischen deren Mitgliedern potentiell ein geschlechtsspezifisches und nicht nur fachliches Interesse bestehen könnte, produktiver sind als jene, bei denen dies nicht der Fall ist, halte ich für offen. Hormone können durchaus ein guter Motivator sein – aber den Betrieb auch gewaltig ausbremsen und Zeit fressen. Mein Verdacht ist aber, dass &#8222;monosexuelle&#8220; Teams, effektiver sein könnten.</p>
<p>Unkritisch sehe ich die Heterogenität des Alters, wenn diese mit einer Heterogenität der Talente einhergeht. Im Gegenteil halte ich die Wechselwirkung zwischen Sturm-und-Drang, sowie einer gereiften Lebenserfahrung auch aus eigener Erfahrung heraus für durchaus förderlich; solange die Rollen klar sind und der persönlichen Motivation nicht widersprechen.</p>
<p>Weitere Gedanken zum Thema folgen…</p>
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		<title>Collaboration und Konflikt</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 09:46:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Siggi Becker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[collaboration]]></category>
		<category><![CDATA[conflict]]></category>
		<category><![CDATA[Wave]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein kleiner Vortrag über Disruption und Konflikt auf dem 2. WaveWednesday am 13. August scheint ohne mein Wissen voll im Trend gelegen zu haben. Just heute morgen blieb in meinen Filtern folgendes hängen:
Developing the Virtual Society: Conflict in Adoption of Online Collaborative Networks
Wunderbar! Eine ganze Konferenz nur über Konflikt und Collaboration mit hoher Professorendichte. Na, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Mein kleiner Vortrag über <a href="http://wavetank.de/2009/08/disruption-und-konflikt-audio-und-folien/">Disruption und Konflikt </a>auf dem 2. WaveWednesday am 13. August scheint ohne mein Wissen voll im Trend gelegen zu haben. Just heute morgen blieb in meinen Filtern folgendes hängen:</p>
<p><b><a href="http://blog.p2pfoundation.net/conflict-in-adoption-of-collaborative-networks/2009/09/05">Developing the Virtual Society: Conflict in Adoption of Online Collaborative Networks</a></b></p>
<p>Wunderbar! Eine ganze Konferenz nur über Konflikt und Collaboration mit hoher Professorendichte. Na, wenn uns das nicht was sagen sollte&#8230;</p>
<p>Da möchte ich doch die Schraube etwas anziehen und nochmal betonen: Ohne eine kreative, bejahende, antizipierende Einstellung zu Konflikten, die alle Beteiligten und ihre Organisation verändern, werden die wunderschönen Tools entweder nullifiziert oder ins informelle bis illegale weggedrückt werden. So, bring it on, Monday!</p>
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		<title>Google Wave in den Wissenschaften</title>
		<link>http://wavetank.de/2009/08/google-wave-in-den-wissenschaften/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Aug 2009 16:06:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J. Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[science]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorgestern erschien auf der Website des Magazins Nature ein Artikel von Richard Van Noorden mit dem Titel “The science of Google Wave: How an Online Application Could Change Research Communication.” (Der gleiche Artikel erschien heute ohne Quellenangabe, Autorennennung oder die ursprünglichen Verlinkungen auf SciAm, aber dafür mit einem liebevoll gelegten neuen Link auf die wichtige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Vorgestern erschien auf der Website des Magazins <em>Nature</em> ein Artikel von Richard Van Noorden mit dem Titel “<a href="http://www.nature.com/news/2009/090824/full/news.2009.857.html">The science of Google Wave: How an Online Application Could Change Research Communication.</a>” (Der gleiche Artikel erschien heute ohne Quellenangabe, Autorennennung oder die ursprünglichen Verlinkungen auf <a href="http://www.scientificamerican.com/article.cfm?id=the-science-of-google-wave">SciAm</a>, aber dafür mit einem liebevoll gelegten neuen Link auf die wichtige Kategorie “Internet”).</p>
<p>Nichts Weltbewegendes, zunächst. Biochemiker Cameron Neylon von der University of Southampton, UK — einer der Teilnehmer auf der Science Online London-Konferenz — befand sich im Besitz eines Google Wave Sandbox-Accounts und wurde von <em>Nature</em> dazu interviewt. </p>
<p>Aber Neylon hat auch schon einen Bot geschrieben:</p>
<blockquote><p>I have made a robot that recognizes chemical names when triggered by the right text input, searches for information about them on ChemSpider [an open-access search for chemical information such as molecular structures], and can turn weights into molarities. Euan Adie, a product manager in Nature’s web publishing group, has developed a ‘references’ robot that can search the PubMed archive of journal papers for related terms, and turn that text into correctly formatted citations.</p></blockquote>
<p>Darüber hinaus finde ich auch die Implikationen für wissenschaftliche Veröffentlichungen, bei denen Kollaborationen an der Tagesordnung sind (mit Ausnahme vielleicht bei den Geisteswissenschaften), ganz besonders interessant:</p>
<blockquote><p>Documents created in Google Wave would be much richer, and one could convert them to the format of a published paper and retain all that annotation.</p>
<p>The real-time authoring and date-stamped recording of contributions also makes for an obvious way to create papers that aren’t static, that are updated over time, perhaps in combination with one or many frozen versions of record.</p></blockquote>
<p>Neylon spricht es nicht direkt aus, aber was hier über der Zukunft des wissenschaftlichen Kollaborationsapparates schwebt — für die einen als dunkle Wolke, für die anderen als Aufreißen der Wolkendecke — ist die absolute, transparente Nachvollziehbarkeit, wer für ein Research Paper was beigetragen hat.</p>
<p>Und wer etwas intimer mit der Akademia verbandelt ist, weiß: Das hat <em>echtes</em> Konfliktpotential.</p>
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		<title>Think about it</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Aug 2009 22:43:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Siggi Becker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beschleunigung]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p>
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