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	<title>Wavetank &#187; Die Ästhetische Gesellschaft</title>
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		<title>Drölftens.</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Sep 2011 07:36:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der drölften Session der Ästhetischen Gesellschaft steht die Resilienz von Netzwerken gegen deren Fluidität in Frage. Ob es wohl eine übergeordnete, gar memetische Struktur gibt, die durch Netzwerke genährt wird? Die Last Poets einer residenten zivilisatorischen Charakteristik dürften in diesem Fall von jeder allgemein-agilen Kommunikationsästhetik in Angst und Schrecken versetzt werden. Ausweg? Beschleunigung! Aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>In der drölften Session der Ästhetischen Gesellschaft steht die Resilienz von Netzwerken gegen deren Fluidität in Frage. Ob es wohl eine übergeordnete, gar memetische Struktur gibt, die durch Netzwerke genährt wird? Die Last Poets einer residenten zivilisatorischen Charakteristik dürften in diesem Fall von jeder allgemein-agilen Kommunikationsästhetik in Angst und Schrecken versetzt werden. Ausweg? Beschleunigung! Aber seht selbst…</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/29671004?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0&amp;autoplay=0" width="398" height="224" frameborder="0" webkitAllowFullScreen allowFullScreen></iframe></p>
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		<title>Die ästhetische Zahl</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Jul 2011 15:12:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die &#8222;ästhetische Zahl&#8220; definiert die Anzahl an Technologien, die eine Gesellschaft in der Zeit integrieren kann, die von ihr als kleinste zusammenhängende Einheit kollektiv wahrgenommen wird: Eine Micro-Epoche.
In diesem Sinne gibt es zwei wesentliche Bewertungsfaktoren: 1. ist eine so definierte Micro-Epoche in Realzeit länger oder kürzer als die vorhergehende und 2. ob die ästhetische Zahl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Die &#8222;ästhetische Zahl&#8220; definiert die Anzahl an Technologien, die eine Gesellschaft in der Zeit integrieren kann, die von ihr als kleinste zusammenhängende Einheit kollektiv wahrgenommen wird: Eine Micro-Epoche.</p>
<p>In diesem Sinne gibt es zwei wesentliche Bewertungsfaktoren: 1. ist eine so definierte Micro-Epoche in Realzeit länger oder kürzer als die vorhergehende und 2. ob die ästhetische Zahl von einer Micro-Epoche zur nächsten zu- oder abnimmt. Von <a title="Ektropie" href="http://wavetank.de/tag/ektropie/">Ektropie</a> sollte nur gesprochen werden, wenn 1. kleiner und 2. größer wird.</p>
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		<title>Gesellschaftsweitwurf</title>
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		<pubDate>Sun, 01 May 2011 14:14:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Ästhetische Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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		<description><![CDATA[Kunst ist auch manchmal eines: Gesellschaftsweitwurf. Eine trajektorische Disziplin, selbige man Stefan Zöllners durchaus zuschreiben kann: Obwohl sie machtlos wirkt, da ihr offener Ideenraum dem Betrachter weder Rezeptions- noch Antwortebene vorzuschreiben scheint, kann sie dennoch qua ihrer utopischen Hellsicht den wachen Teilnehmer signifikant beschleunigen.
Vor ca. einem Jahr waren Siggi und ich zu Gast in Stefans Atelier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Kunst ist auch manchmal eines: Gesellschaftsweitwurf. Eine trajektorische Disziplin, selbige man <a title="Stefan Zöllners Website: stefanzoellner.com" href="http://www.stefanzoellner.com/">Stefan Zöllners</a> durchaus zuschreiben kann: Obwohl sie machtlos wirkt, da ihr offener Ideenraum dem Betrachter weder Rezeptions- noch Antwortebene vorzuschreiben scheint, kann sie dennoch qua ihrer utopischen Hellsicht den wachen Teilnehmer signifikant beschleunigen.</p>
<p>Vor ca. einem Jahr waren <a href="http://www.siggibecker.de/blog/" title="Siggi Becker">Siggi</a> und <a href="http://bruysten.com/" title="Tim Bruysten">ich</a> zu Gast in Stefans Atelier vor den Toren Düsseldorfs. Dabei entstand der folgende kleine Clip (aus der Hüfte geschossen), den wir anlässlich der <a title="AION im BBK in Köln" href="http://www.derraum.com/aion-ausstellung-im-bbk-koln">AION</a>-Vernisage in Köln gerade wiedergefunden haben.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/8749439?portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0"></iframe></p>
<p>The Siggi&#8217;s Speech zur AION Ausstellung wurde ebenfalls videofiziert:</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/23054133?portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0"></iframe></p>
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		<title>Vom Tun und Lassen</title>
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		<pubDate>Fri, 31 Dec 2010 18:39:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J. Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Ästhetische Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>

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		<description><![CDATA[Zunächst die Quellen. Hier der offene Brief an die Verleger von Mario Sixtus auf Carta zum Leistungsschutzrecht oder, wie ich es aus einer ganzen Reihe von Gründen nenne, Reichsleistungsschutzgesetz (den von Mario erwähnten Begriff „Leistungsschutzgeld“ finde ich aber auch sehr schön). Dazu gab es eine Reihe substantieller Kommentare, unter anderem von Tim und von Klaus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Zunächst die Quellen. Hier der <a href="http://carta.info/36869/verlegerforderung-leistungsschutzrecht-ja-habt-ihr-denn-ueberhaupt-keinen-stolz/">offene Brief an die Verleger von Mario Sixtus auf Carta</a> zum Leistungsschutzrecht oder, wie ich es aus einer ganzen Reihe von Gründen nenne, <a href="http://betweendrafts.com/tag/buettenbytes/">Reichsleistungsschutzgesetz</a> (den von Mario erwähnten Begriff „Leistungsschutzgeld“ finde ich aber auch sehr schön). Dazu gab es eine Reihe substantieller Kommentare, unter anderem von <a href="http://carta.info/36869/verlegerforderung-leistungsschutzrecht-ja-habt-ihr-denn-ueberhaupt-keinen-stolz/#comment-22462">Tim</a> und von <a href="http://carta.info/36869/verlegerforderung-leistungsschutzrecht-ja-habt-ihr-denn-ueberhaupt-keinen-stolz/#comment-22426">Klaus Kusanowsky</a>. Nachdem ich diesen offenen Brief auf Facebook postete, <a href="http://www.facebook.com/betweendrafts/posts/129236590472994">entwickelte sich dort ein Diskurs</a>, den ich trotz seines etwas holprigen Auslaufens unbedingt zu lesen empfehle (in diesem umzäunten Garten sind leider ein FB-Account und womöglich auch ein <a href="http://www.facebook.com/betweendrafts">Friend Request</a> vonnöten). Reflektierend auf diesen Diskurs wiederum sind Tims gestriger Wavetank-Artikel <a href="http://wavetank.de/2010/12/diskurskratie_vs_utopiekratie/">Diskurskratie vs. Utopiekratie</a> zu erwähnen sowie Siggis <a href="http://twitter.com/siggibecker/status/16557769911">Tweet zum Thema</a>, den er wegen der schwierigen Wetterverhältnisse schon vergangenen Juni losschickte, so daß er uns nun rechtzeitig erreicht.</p>
<p>Tims Gedanken zum “Framing” teile ich zwar generell, muß aber zugeben, daß ich bei den verlinkten Ausführungen von <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Kt0VJoyNaB8">Franz Joseph Radermacher</a> nur deswegen nicht in Tiefschlaf verfiel, weil seine Rhetorik eine ähnliche Wirkung auf mich hat wie die von <a href="http://betweendrafts.com/2009/01/18/why-maggie-can-do-what-cole-cannot/">Juan Cole</a>. Gerade dieses “Framing” hat die Postmoderne — Kunst, Literatur, Philosophie — so gründlich analysiert und durchdekliniert, daß ich es erschreckend finde, wie wenige Promille davon selbst in so intellektuelle Köpfe wie den von Radermacher Einlaß fanden. Ich denke, die Postmoderne ist eben noch nicht vorbei — nicht nur, weil mir die diffusen Signale am gesellschaftlichen Horizont nicht reichen, um das Gefühl einer „neuen Epoche“ aufkommen zu lassen, sondern auch, weil die Diskurse der Postmoderne noch gar nicht in unsere Wissensstände sedimentiert sind. Die Motoren unserer gesellschaftlichen Analyseapparate laufen noch auf modernistischem Dampf, während feuerwerkfreudige Ideologien rund um den Globus darum wetteifern, wer unsere Gesellschaften im 21. Jahrhundert mit den archaischsten und atavistischsten Teilen umrüsten darf, von der starren Achse bis zur Ochsenkraft.</p>
<p><span id="more-655"></span></p>
<p>Dabei wäre eine radikal neue zeitgeistige Epoche dringend notwendig — denn ohne diese, d. h. ohne einen radikal neuen “Frame”, führen wir um Reichsleistungsschutzgesetz und Netzneutralität, Copyright- und Patentsysteme oder den Zustand von „Geld“- und Erziehungssystemen keine Schlachten, sondern lediglich Scharmützel, Rückzugsgefechte und Grabenkriege. Aber heißt das dann, wir sollen gar nichts tun?</p>
<p>Im Alter von sieben Jahren stand bei mir fest, daß ich Astronaut werden wollte. (Als ich zwei Jahre später meine ersten Zahnfüllungen bekam, skalierte ich zähneknirschend auf Astrophysiker zurück; warum ich das dann auch nicht wurde, ist eine andere Geschichte.) Also grub ich mich in Bibliotheken ein und memorierte das komplette Raumfahrtprogramm bis zu seinen Anfängen, einschließlich der Zusammensetzungen aller bis dahin verwendeten Raketentreibstoffe. Zu den Dingen, die mich besonders faszinierten, gehörte der NASA-Leitsatz <a href="http://www.time.com/time/magazine/article/0,9171,828350,00.html">“If you don’t know what to do, don’t do anything”</a> — ein Leitsatz, dessen konzeptionelle Reinheit ich bis heute bewundere. Aber heißt das, wir sollen während der Beben um uns herum wirklich <a href="http://twitter.com/siggibecker/status/16557769911">auf geographische Gutachten warten</a>?</p>
<p>Im Verlaufe unseres <a href="http://www.facebook.com/betweendrafts/posts/129236590472994">Facebook-Diskurses</a> schrieb ich an einer Stelle: </p>
<blockquote><p>Kommt drauf an, was mit „hilft“ gemeint ist … Wenn der Busfahrer aufs Gas tritt und auf etwas zurast, das nicht gesund sein kann (Hauswände, Abgründe, Fußgänger), werde ich auch dann versuchen, ihn daran zu hindern, wenn ich nur vage weiß, wo wir sind, und keine Ahnung habe, wo es lang geht.</p></blockquote>
<p>Oder, in Bezug auf das Erdbeben: Sinnvoll ist es, wenn Menschen vor, während und nach den Beben geologische Gutachten erstellen. Sinnvoll ist es aber auch, daß andere Menschen im Rahmen dessen handeln, was bereits bekannt ist oder vermutet werden kann. </p>
<p>Warum kann hier nun nicht das gleiche gelten wie bei der NASA, selbst wenn angenommen werden <em>könnte</em>, daß wahrhaft sinnvolle Ergebnisse erst dann erzielt werden, wenn alle wirklich genau wissen was sie tun? Weil der NASA-Leitsatz nur dann funktioniert, <em>wenn ausnahmslos alle nichts tun</em>, solange sie nicht genau wissen, was zu tun ist. In einer Raumkapsel mit drei (damals) Kerlen (damals) mit militärischem Hintergrund (damals) ist das sicherlich noch hinzukriegen. Aber in einer Landschaft zusammenbrechender Geschäftsmodelle, in der nackte Gier und blinde Panik darum wetteifern, das offene Ende der Richter-Skala auszutesten? </p>
<p>Irgendjemand tut immer etwas, und im Moment hauptsächlich die Falschen. Die haben nämlich alle überhaupt keine Probleme, mit modernistischem (oder feudalistischem oder theokratischem) Gedankengut alles mögliche zu unternehmen, ohne zu wissen was sie tun. Während wir versuchen, Theorien, Modelle und Visionen zu entwerfen. Das drängt uns notgedrungen in die Defensive — gegen Verleger &#038; Co., ACTA &#038; Co., Ideologien &#038; Co. — und zu bestimmten Verteidigungshandlungen, die uns vielleicht nicht sonderlich zeitgemäß erscheinen.</p>
<p>Was aber nicht heißt, daß wir uns dieser Defensive in der Abwesenheit konkreter post-postmoderner Modelle nicht widmen sollten, sondern ganz im Gegenteil. Denn wenn zumindest der Teil von uns, der nicht vorrangig mit Gutachten beschäftigt ist, genau das nicht tut, brauchen wir uns über neue Modelle bald keine Gedanken mehr zu machen. Und darum unterstütze ich auch, so naiv das klingen mag, <a href="http://www.betterplace.org/projects/5443-offener-brief-leistungsschutzrecht/">Martin Oettings Initiative auf <em>betterplace.org</em></a>, Marios offenen Brief überregional auf toten Bäumen zu veröffentlichen — ein Ort, wo Blogger nach wie vor regelmäßig von Sonntagskolumnentrollen wie Richard Wagner als <a href="http://betweendrafts.com/2008/11/10/der-sonntagskolumnentroll-eine-fabel-nach-alten-quellen-neu-erzaehlt-von-j-martin/">Blockwarte mit Lust an Denunziation und Diebstahl</a> beschimpft werden und Öffentlichkeit geschaffen wird mit den <a href="http://www.librarything.com/work/9221940/book/57084682">plumpen Taschenspielertricks</a> eines medienüberforderten Mitherausgebers (siehe dazu auch unsere <a href="http://betweendrafts.com/2010/05/04/die-aesthetische-gesellschaft-session-seven-ein-wavetank-videocast/">Session 7 der Ästhetischen Gesellschaft</a>).</p>
<p>In diesem Sinne wünsche ich allen ein frohes neues Jahrzehnt.</p>
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		<title>Diskurskratie vs. Utopiekratie</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Dec 2010 15:54:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beschleunigung]]></category>
		<category><![CDATA[Die Ästhetische Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ästhetik]]></category>
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		<description><![CDATA[Als homo sapiens sapiens sollte man die Evolution lieber nicht doof finden; nur hat ebendiese nicht die Eigenschaft, Halt zu machen, wenn es Vertretern ebenselber Gattung zu bunt wird. Weder zögert sie temporal noch spatial. Sie ist eine grundlegende Eigenschaft von Systemen. Zum Leidwesen zahlreicher Branchen ist die vom homo sapiens sapiens hervorgebrachte Technologie aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Als homo sapiens sapiens sollte man die Evolution lieber nicht doof finden; nur hat ebendiese nicht die Eigenschaft, Halt zu machen, wenn es Vertretern ebenselber Gattung zu bunt wird. Weder zögert sie temporal noch spatial. Sie ist eine grundlegende Eigenschaft von Systemen. Zum Leidwesen zahlreicher Branchen ist die vom homo sapiens sapiens hervorgebrachte Technologie aber auch ein System. Ebenso wie seine Kommunikation. Damit entziehen sich diese drei Begriffe einer allgemeinen Kontrolle. Zwar kann im einzelnen intrasystemisch reguliert oder beeinflusst werden (siehe z.B. &#8222;Framing&#8220; in <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Kt0VJoyNaB8">diesem Video</a>), die Entwicklung des Ganzen geschieht jedoch ohne das Zutun einzelner Protagonisten.</p>
<p>In diesem Sinne ist gestern <a href="http://carta.info/36869/verlegerforderung-leistungsschutzrecht-ja-habt-ihr-denn-ueberhaupt-keinen-stolz/">mancherorts eine Diskussion</a> und <a href="http://www.facebook.com/betweendrafts/posts/129236590472994">andernorts ein Diskurs</a> entbrannt. Es wäre dem System Hypertext wie der Intelligenz der Leser des Wavetanks nicht angemessen, die Argumente von dem einen wie dem anderen Ort hier zu repetieren. Es geht vielmehr um das Leitthema, des Verlassens der Postmoderne: Die Medienrevolution. (Die <a href="http://wavetank.de/tag/asthetische-gesellschaft/">Ästhetische Gesellschaft</a> hat dieses Thema ebenfalls mehrfach erörtert.)</p>
<p><span id="more-647"></span></p>
<p>Ein Symptom dieses Systemwechsels ist das Wehklagen der Vertreter der Medienimperien, die einen Markt vertreten, dessen Gut in einer transparenten Gesellschaft keine Wertschöpfungskraft besitzt. Der Markt selbst gewann seine Existenzberechtigung dadurch, dass er zur Beschleunigung und Transparenz beitrug. Damals. Nun hat sich das Ökosystem in dem dieser Markt existiert soweit verändert, dass es ohne ihn &#8222;an sich&#8220; beschleunigender wirkt und transparenter ist.</p>
<p>Die Innen- und Außengrenze dieser Medienimperien ist umgeben von einem Ökosystem aus der Moderne in der die Massenmedien nach unserem Verständnis sich etablierten. Der Versuch, die Politik und Wirtschaftsordnung dieser Moderne mit den kommunikativen Gesten der Postmoderne nun in einer restaurativen Bewegung künstlich am Leben zu halten, gleicht einem kulturellen Massaker. Es ist ein Blutbad am 21. Jahrhundert und kein Zweck heiligt die Mittel für ein solches Ziel. Vorgeschobene Argumente wie &#8222;Arbeitsplätze&#8220; bekräftigten diese Haltung, da der Begriff, wie die Kulturleistung des &#8222;Arbeitsplatzes&#8220; in der Post-Postmoderne sicherlich runderneuert werden, wenn nicht verschwinden wird.</p>
<p>Das Zeitalter der Transparenz ist auch das der Beschleunigung. Und sicher, dies stellt eine mehr als doppelte Herausforderung dar. Unsere Gattung muss sich in ihren Werten beweisen, wie nie zuvor. Während die institutionellen Normgeber durch einen Realzeitdiskurs abgelöst werden, müssen wir, kaum angefangen die notwendigen neuen kulturellen Gesten und Werte auszubilden, diese schon zu verwenden versuchen: beim Erstaunen vor dem anderen System – der Technologie. Die uns ihre exponentielle Entwicklung darbietet. Wir stehen am Scheideweg. Möchten wir den unsichtbaren Utopien und Magien des 21. Jahrhunderts folgen oder mit Gewalt zurückbleiben? (siehe auch: <a title="Vom kulturellen Wirkungsquantum" href="http://wavetank.de/2010/04/vom-kulturellen-wirkungsquantum/">&#8222;Vom kulturellen Wirkungsquantum&#8220;</a>).</p>
<p>Folgt man den validen Utopien und meidet die Populisten (Kurzweil &amp; C0.), so stehen wir vor wesentlich bedeutenderen Fragestellungen als der Frage nach dem Existenz-Erbrecht, welches die &#8222;vierte Gewalt&#8220; für sich anzunehmen scheint und dass nun mittels Steuer künstlich Nährboden geschaffen werden soll. Was für eine absurde Farce, wo doch schon eine alte Theaterweisheit sagt, dass den König die anderen machen: <em>XYZ</em> als institutionalisierte Repräsentanten der vierten Gewalt haben nur in einer Welt ein Existenzrecht, in der es einen faktischen Nutzen für den Souverän gibt (kurzer Verweis auf das oben schon verlinkte Youtube-Video).</p>
<p>&#8222;Die Fragen&#8220; sind die nach der Transparenz, Identität, virtueller Synchronizität von Ereignissen, (…) und den kommunikativen Gesten, Regeln und Normen die wir brauchen um diese Begriffe als Leitkulturbegriffe zu begreifen und greifbar zu machen. Das aktuelle Beispiel: Offenbar hat unsere Gesellschaft noch keine gelernten Gesten, geschweige denn Normen für disruptive Kanäle wie Wikileaks. Doch ist Wikileaks nur ein Symptom für eine Eigenschaft eines Systems. Das System ist &#8222;Kommunikation&#8220; und die Eigenschaft &#8222;Transparenz&#8220;.</p>
<p>Die hier schon oft zitierten Verschränkungen der aktuellen Technologien wie etwa Nano-Technologie, synthetische Biologie, Nano-Assembler, Bio- und Gen-Technologie, Robotik, Nano-Robotik, Computing usw. usf. stellen als Trägertechnologien u.a. der oben genannten Begriffe ebenfalls eine doppelte Herausforderung dar. Auf der einen Seite sind sie an sich völlig neu, und sie sind, ohne eine gravierende kulturelle Änderung unserer Kommunikationskultur nur in ihrem Symptomen sichtbar (siehe auch: <a href="http://wavetank.de/2010/01/355/">Elena Esposito: Die Transparenz der Technik in der Medialen Kommunikation</a>).</p>
<p>Diese, oft unterhalb der Wahrnehmungsschwelle der Gesellschaft liegenden technologischen Entwicklungen, entfalten sich mannigfach. Sie sind keine Gadgets, sondern Teil unserer Evolution. Teil von uns. Sie ändern uns im Innersten. Und wir brauchen eine &#8222;vierte Gewalt&#8220; die uns dies erschließt. Die uns den notwendigen Diskurs führen lässt. Doch am qualitativen, wie quantitativen Bedarf gemessen ist Facebook zu diesem Zweck sicher besser geeignet als die Süddeutsche.</p>
<p>Der Wechsel in ein Zeitalter der Transparenz muss symmetrisch vollzogen werden. Ansonsten werden wir als Gesellschaften auf Terra größere Anpassungsschmerzen beim Übergang in die neue Epoche haben, als je zuvor.</p>
<p>Insofern: <a href="http://carta.info/36869/verlegerforderung-leistungsschutzrecht-ja-habt-ihr-denn-ueberhaupt-keinen-stolz/">Ja, Mario</a>: Die Verleger hat keiner gerufen. Denn das Internet erfüllt einen anderen Zweck als eine Zeitung. Es kann nicht mit ihr und sie nicht mit ihm mithalten. Es ist kein Publikationskanal. Es ist kein &#8222;Ort&#8220; oder &#8222;(rechtsfreier) Raum&#8220;.</p>
<p>Es ist wir.</p>
<p>Siehe auch:</p>
<ul>
<li><a title="Die Gesellschaft als offenes Kunstwerk" href="http://wavetank.de/2010/02/die-gesellschaft-als-offenes-kunstwerk/">Die Gesellschaft als offenes Kunstwerk?</a></li>
<li><a href="http://wavetank.de/2010/01/information-management-and-organizational-entropy/">Paul Strassmann on Information Management and Organizational Entropy</a></li>
<li><a href="http://wavetank.de/2010/01/bot-mediated-reality/">Daniel Suarez: Bot mediated Reality</a></li>
<li><a href="http://wavetank.de/2009/08/google-wave-als-raum-und-die-macht-der-metapher-in-zeiten-der-restauration/">Google Wave als Raum und die Macht der Metapher in Zeiten der Restauration</a></li>
</ul>
<p><a title="Siggi" href="http://siggibecker.de/blog/">Siggi</a> schickte mir noch diesen Link, der sehr gut in den Kontext passt und oben zwei mal zitiert wurde:</p>
<ul>
<li><a title="Die Gegenmacht Internet" href="http://www.youtube.com/watch?v=Kt0VJoyNaB8">Die Gegenmacht Internet</a></li>
</ul>
<p>Und schließlich hat auch der Deutschlandfunk sich des Themas angenommen:</p>
<ul>
<li><a title="DRadio Wissen: Verleger wollen Geld sehen" href="http://wissen.dradio.de/internet-verleger-wollen-geld-sehen.33.de.html?dram:article_id=7566&amp;sid=&amp;random=e09520">Verleger wollen Geld sehen</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Session X: Kein Anschluss unter diesem Medium</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Nov 2010 16:23:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Utopie]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[
Sollte sich nicht eine andere Lebenskultur entwickeln, wenn der Alltag gegen die Thesen und Theorien von Luhmann und seinen Freunden reflektiert wird? Unsere These ist, dass dies passiert. Nur mit systemischer Niedertracht: Nicht über den Bildungsweg. Nicht über die Curricula der Schulen und Universitäten. Sie tun es einfach. &#8222;Es&#8220; manifestiert sich in den Ritualen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/16695820?portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Sollte sich nicht eine andere Lebenskultur entwickeln, wenn der Alltag gegen die Thesen und Theorien von Luhmann und seinen Freunden reflektiert wird? Unsere These ist, dass dies passiert. Nur mit systemischer Niedertracht: Nicht über den Bildungsweg. Nicht über die Curricula der Schulen und Universitäten. Sie tun es einfach. &#8222;Es&#8220; manifestiert sich in den Ritualen und Gesten, in den kommunikativen Prozessen rund um Mittel, Orte und Phänomene (nicht Medien), wie Facebook und Twitter. &#8220;Es&#8220; manifestieren sich in der Kommunikationskultur des Jahres 2010, welche schon zum Jahre 1980 nicht mehr rückwärtskompatibel ist. Es manifestiert sich in der globalen Timeline.</p>
<p>So gibt es einen Bruch in der Gesellschaft zwischen Jenen, die sich noch selbst in den Regeln der Gesellschaft des 20. Jahrhunderts zu Hause fühlen. Dass sind jene, die <a title="Zeit.de: Alter Streit, neue Dynamik" href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-11/castor-gorleben-endlager">Demonstrationen</a> abhalten (siehe dazu Session 9: &#8222;<a title="Session 9 der ästhetischen Gesellschaft" href="http://wavetank.de/2010/10/erganzung-zum-9-geplauder/">Gegen Komplexität kann man nicht protestieren</a>&#8220;). Auch die <a title="Handelsblatt.com" href="http://www.handelsblatt.com/">Schreibtisch-Demonstranten</a> dieser Woche (<a title="Julius 01: Der Handelsblatt-Rant: Die fehlende Innovationskultur der Verlage, gefährdet die Kultur im Web" href="http://julius01.de/der-handelsblatt-rant-die-fehlende-innovation">Hintergründe bei Julius</a>) gehören in die Kategorie derer, die gern gegen Effekte von Systemen protestieren möchten.</p>
<p>Der Bundespräsident trug heute, zur Session-Aufzeichnung von gestern ebenfalls bei. Der WDR <a title="WDR: Wulff will verstärkt mit Bürgern im Internet reden" href="http://www.wdr.de/radio/home/nachrichten/chronol.phtml?datum=2010-11-9&amp;monat=11&amp;jahr=2010&amp;tag=9">berichtete</a>:</p>
<blockquote><p>&#8222;Bundespräsident Wulff will in seiner Amtszeit verstärkt neue Medien wie das Internet nutzen, um mit der Bevölkerung in Kontakt zu treten.<br style="padding: 0px; margin: 0px;" /><br style="padding: 0px; margin: 0px;" />Wulff sagte bei einer Diskussion mit Informatikstudenten in Potsdam, mit modernen Kommunikationsmitteln ließen sich der gegenseitige Austausch und die Zukunft der Demokratie möglicherweise ein wenig voranbringen. Der Bundespräsident beklagte, dass sich die Bürger von den traditionellen demokratischen Beteiligungsmöglichkeiten immer mehr abwendeten und am klassischen Meinungsbildungsprozess so nicht mehr teilnehmen wollten. Dies und die wachsende Kritik an den Politikern gefährde die Demokratie ernsthafter als dies im öffentlichen Raum diskutiert werde.&#8220;</p></blockquote>
<p>Drei einfache Beispiele, die die These erlauben, dass ein Teil der Gesellschaft sich auf systemischer Ebene abgekoppelt hat. Eine Randgruppe, zu der der Bundespräsident und altmodische Verlage gehören? Vielleicht. Jedenfalls ein starkes Indiz dafür, wie sozial Technologie ist.</p>
<p>Diese Schlachtfelder und ihre Überflüssigkeit offenbaren jedoch, wie sehr uns wirkliche Utopien fehlen.</p>
<p>Siehe auch:</p>
<ul>
<li><a href="http://wavetank.de/2010/11/fragen-an-die-offene-gesellschaft/" title="Fragen an die offene Gesellschaft">Fragen an die offene Gesellschaft</a></li>
<li><a href="http://wavetank.de/2010/02/die-gesellschaft-als-offenes-kunstwerk/" title="Session 4: Die Gesellschaft als offenes Kunstwerk">Die Gesellschaft als offenes Kunstwerk?</a></li>
<li><a href="http://wavetank.de/2010/06/session-8-der-mensch-im-netzwerk/" title="Der Mensch im Netzwerk">Session 8: Der Mensch im Netzwerk</a></li>
<li><a href="http://wavetank.de/2010/06/pr-netzwerken-und-propaganda/" title="PR, Netzwerken und Propaganda unter den Bedingungen des 21. Jhds ">PR, Netzwerken und Propaganda unter den Bedingungen des 21. Jhds</a></li>
<li><a href="http://wavetank.de/2010/03/distanzmessungen-oder-der-fall-der-medien/" title="Distanzmessungen oder der Fall der Medien ">Distanzmessungen oder der Fall der Medien</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Session 9: The Lost Episode</title>
		<link>http://wavetank.de/2010/10/session-9-the-lost-episode/</link>
		<comments>http://wavetank.de/2010/10/session-9-the-lost-episode/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 06 Oct 2010 03:25:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Ästhetische Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Borg]]></category>
		<category><![CDATA[Dekohärenz]]></category>
		<category><![CDATA[Komplexität]]></category>
		<category><![CDATA[Luhmann]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
		<category><![CDATA[Systeme]]></category>
		<category><![CDATA[Ungleichverteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Utopie]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Laufe diesen Sommers; auf Siggi&#8217;s Dachterrasse trafen wir uns, Luhmann und die Komplexität. Die replikativen Bits weilten einige Wochen auf einer #SmartCard, was zu spannenden visuellen und akkustischen Reizen führt. MTV wäre in den 80gern sicher stolz darauf gewesen; wir verweisen derweil einfach darauf, dass es eigentlich auch egal ist.

Die Episode schließt – auch wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Im Laufe diesen Sommers; auf <a title="Siggi's Blog" href="http://siggibecker.de/blog/">Siggi&#8217;s</a> Dachterrasse trafen wir uns, <a title="Luhmann" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Luhmann">Luhmann</a> und die <a title="Complexity" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Complexity">Komplexität</a>. Die replikativen Bits weilten einige Wochen auf einer #SmartCard, was zu spannenden visuellen und akkustischen Reizen führt. MTV wäre in den 80gern sicher stolz darauf gewesen; wir verweisen derweil einfach darauf, dass es eigentlich auch egal ist.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/15580336?portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Die Episode schließt – auch wenn uns dies erst später auffiel – an meinen Post zur <a title="Die Dekokärenz sozialer Systeme" href="http://wavetank.de/2009/08/die-dekoharenz-sozialer-systeme/">Dekohärenz sozialer Systeme</a> an. Ansonsten: Macht, Ungleichverteilung, Restauration und die Borg. Siggi verspricht gerade ein ausführliches Addendum. Morgen.</p>
<p>Nachtrag: <a href="http://wavetank.de/2010/10/erganzung-zum-9-geplauder/">Ergänzung zum 9. Geplauder</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Session 8: Der Mensch im Netzwerk</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 10:33:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Ästhetische Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Aubrey de Grey]]></category>
		<category><![CDATA[Beschleunigung]]></category>
		<category><![CDATA[Bilderberg]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Thiel]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
		<category><![CDATA[Singularity Summit]]></category>

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		<description><![CDATA[
Siggi goes wild – und beginnt die Session mit einer Referenz auf das diesjährige Bilderberg-Treffen: Interessanter Weise war bei diesem Treffen auch Peter Thiel eingeladen, was vermuten lässt, dass der durchaus exklusive Macht-Club der Bilderberger dessen Themen auf der Agenda hat.
Die &#8222;Beschleunigung der Beschleunigung&#8220; ist der zentrale rote Faden, den man bei der Außenbetrachtung von Peter Thiels [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="225" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=12701818&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="225" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=12701818&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a title="Siggi Becker" href="http://siggibecker.de/blog">Siggi</a> goes wild – und beginnt die Session mit einer Referenz auf das diesjährige <a title="Spiegel.de: Bilderberg in Spanien 2010" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,698844,00.html">Bilderberg-Treffen</a>: Interessanter Weise war bei diesem Treffen auch <a title="Wikipedia: Peter Thiel" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Thiel">Peter Thiel</a> eingeladen, was vermuten lässt, dass der durchaus exklusive Macht-Club der Bilderberger dessen Themen auf der Agenda hat.</p>
<p>Die &#8222;<em>Beschleunigung der Beschleunigung</em>&#8220; ist der zentrale rote Faden, den man bei der Außenbetrachtung von Peter Thiels Lebenslauf deutlich schimmern sieht. Mit ganz konkreten Auswirkungen. Ob dies nun die aktive Förderung von <a title="Aubrey de Grey" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aubrey_de_Grey">Aubrey de Grey</a>, das Investment in Facebook (Thiel hält 7%) oder die Gründung des <a title="Singularity Summit" href="http://www.singularitysummit.com/">Singularity Summits</a> ist.</p>
<p><span id="more-585"></span></p>
<p>Doch egal, wie elitär die Bilderberger nun sind; die Frage ist schließlich, was Netzwerke und das Netzwerken in 2010 noch bedeuten. In Zeiten, in denen die Methode des Netzwerkens digitalisiert worden ist und jedem offen steht, ist sie selbst nicht mehr zur Herstellung von Differenzen geeignet.</p>
<p>An dieser Stelle entspannt sich in der Session eine Debatte zwischen <a title="Tim" href="http://bruysten.com">mir</a> und <a title="Dr. J. Martin" href="http://betweendrafts.com">J.</a>, ob der Bedeutung des Individuums im Netzwerk. Unterliegen Netzwerke &#8222;an sich&#8220; Regeln, die von den Teilnehmern nicht beeinflussbar – evtl. sogar unsichtbar für sie sind? Ohne dass wir das Wort sagen, geht es um die Frage nach den Qualitäten der Resilienz von Netzwerken. (Siehe auch: <a title="Tim Bruysten: PR, Netzwerken und Propaganda unter den Bedingungen des 21. Jhds" href="http://wavetank.de/2010/04/pr-netzwerken-und-propaganda">PR, Netzwerken und Propaganda unter den Bedingungen des 21. Jhds</a>).</p>
<p>So stehen zwei Fragen im Mittelpunkt der 8. Session:</p>
<ol>
<li>Die Frage nach dem Wechselspiel von Mensch und Netzwerk und der Bedeutung des &#8222;Ichs&#8220; in einer &#8222;Allgemeinen Gesellschaft&#8220; des 21. Jahrhunderts</li>
<li>und die Frage nach den impliziten Handlungsaufforderungen, die den Erkenntnissen über die Beschleunigung und den Szenarien der Beschleunigung der Beschleunigung innewohnen.</li>
</ol>
<p>_______</p>
<p>siehe auch:</p>
<ul>
<li><a title="PR, Netzwerken und Propaganda unter den Bedingungen des 21. Jhds" href="http://wavetank.de/2010/06/pr-netzwerken-und-propaganda/">PR, Netzwerken und Propaganda unter den Bedingungen des 21. Jhds</a></li>
<li><a title="Der Ort, die Zeit" href="http://wavetank.de/2010/06/der-ort-die-zeit/">Der Ort, die Zeit</a></li>
<li><a title="Vom kulturellen Wirkungsquantum" href="http://wavetank.de/2010/04/vom-kulturellen-wirkungsquantum/">Vom kulturellen Wirkungsquantum</a></li>
<li><a title="Paul Strassmann on Information Management and Organizational Entropy" href="http://wavetank.de/2010/01/information-management-and-organizational-entropy/">Paul Strassmann on Information Management and Organizational Entropy</a></li>
<li><a title="Die “Kybernese der Gesellschaft”" href="http://blog.bruysten.com/2010/04/11/die-kybernese-der-gesellschaft/">Die “Kybernese der Gesellschaft”</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Session 7: Epiphifzen und digitale Schwerkraft</title>
		<link>http://wavetank.de/2010/04/session-7-epiphifzen-und-digitale-schwerkraft/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 13:30:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Ästhetische Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Beschleunigung]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Fortschritt]]></category>
		<category><![CDATA[inequality]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Können die gesellschaftlichen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Auswirkungen des technologischen Fortschritts so hochfrequent sein, dass die Dauer einer Legislaturperiode nach unten korrigiert werden muss? Ist ein Mandat an die verfügbaren und kommunizierten Mittel des Mandatierungszeitpunktes gebunden?
Nachdem Siggi seiner Aufregung über Rorty Luft gemacht hat, kommen wir auf den obigen Trichter (siehe zu dem Trichter auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Können die gesellschaftlichen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Auswirkungen des technologischen Fortschritts so hochfrequent sein, dass die Dauer einer Legislaturperiode nach unten korrigiert werden muss? Ist ein Mandat an die verfügbaren und kommunizierten Mittel des Mandatierungszeitpunktes gebunden?</p>
<p>Nachdem <a title="Siggi Becker" href="http://siggibecker.de/blog">Siggi</a> seiner Aufregung über <a title="Richard Rorty" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Rorty">Rorty</a> Luft gemacht hat, kommen wir auf den obigen Trichter (siehe zu dem Trichter auch bei Siggi: &#8222;<a title="Maßstab Politik" href="http://www.siggibecker.de/blog/archives/2003/12/masstab-politik/">Maßstab</a>&#8220;) nach dem Durchkämmen des Thrashold ;-), den Facebook mit seinem globalen iLike-IT Button in die Welt kippt. Differenzierung und Resilienz kann dann nicht mehr durch das Verbindungherstellen an sich erreicht werden; der Druck, auch binnendifferenziert seine Qualitäten auf der Reihe zu haben, also die Hausaufgaben zu machen, steigt in der Folge.</p>
<p>Zu den Hausaufgaben 2010 gehört auch die Auseinandersetzung mit den faszinierenden Entwicklungen der Robotik, die ich mit einem eigenen Artikel bereits am Wochenende beglückte: <a title="Robotik: Präzision und Unsichtbarkeit" href="http://wavetank.de/2010/04/prazision-und-unsichtbarkeit/">Präzision und Unsichtbarkeit</a>.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="225" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=11230410&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="225" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=11230410&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Das Durchkämmen trägt uns noch ein kleines wenig weiter. <a title="Jay Martin" href="http://betweendrafts.com/">Jay</a> und <a title="Tim" href="http://bruysten.com">ich</a> entwickeln den Gedanken einer bremsenden Wirkung, die durch die zunehmende Digitalisierung der Welt verursacht werden könnte. Die Fluchtgeschwindigkeit vom Ist zu Utopia könnte in einer digitaleren Welt höher sein. Hier wirft dann auch Siggi noch mal völlig zurecht ein, dass &#8222;Digitalisierung&#8220; ein tendenziell eher unterschätztes Szenario ist. Rechercheanstöße mögen hier die Begriffe &#8222;<a title="Bekenstein Grenze" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bekenstein-Grenze">Bekenstein Grenze</a>&#8220; und &#8222;<a title="Computronium" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Computronium">Computronium</a>&#8220; sein.</p>
<p>Also, eine bunte Session, wieder mal jenseits der Stundengrenze. Aber noch leicht unterhalb der zeitlichen Ausdehnung der <a title="Session 6: Die Kunst des Sehens" href="http://wavetank.de/2010/04/session-6-die-kunst-des-sehens/">6. Session</a>.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Session 6: Die Kunst des Sehens</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Apr 2010 21:55:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Siggi Becker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Ästhetische Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Content]]></category>
		<category><![CDATA[Differenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Fortschritt]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[iPad]]></category>
		<category><![CDATA[Kartoffeln]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[kulturelles Wirkungsquantum]]></category>

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		<description><![CDATA[Tim und Jay haben mir aus Zeitmangel den Text zur 6. Session aufgebrummt. Wie es das philosophische Hamsterrad so mit sich bringt, ergab sich gerade vorhin eine treffliche, thematische Synchronizität: die morgige Ausgabe des Nachtstudios auf ZDF, insbesondere ab Minute 45 in den Äusserungen von Prof. Kruse.

Während ich in unserem Gespräch mal wieder Finetti mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Tim und Jay haben mir aus Zeitmangel den Text zur 6. Session aufgebrummt. Wie es das philosophische Hamsterrad so mit sich bringt, ergab sich gerade vorhin eine treffliche, thematische Synchronizität: die morgige Ausgabe des <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1004980/nachtstudio-vom-11.-April-2010#/beitrag/video/1004980/nachtstudio-vom-11.-April-2010">Nachtstudios auf ZDF</a>, insbesondere ab Minute 45 in den Äusserungen von Prof. Kruse.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="225" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=10749831&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="225" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=10749831&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Während ich in unserem Gespräch mal wieder <a href="http://www.siggibecker.de/blog/archives/2004/10/geistestraining-beschleunigung-sehen-zukunft/">Finetti mit Dem Sehen in der Mathematik</a> in die Runde warf, um den &#8211; wie Kruse meint nachträglich als intuitiv gelabelten &#8211; Moment des Erkennens des Neuen zu verorten, weist Kruse auf den durch Unmengen an konsumierter Information herbeigeführten Umschlag in ein Muster hin. An dieser Hürde sind also Schirrmacher und alle Opfer unseres Schulsystems, das vom Detail zum Ganzen drillt zerschellt. <img src='http://wavetank.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  No Frust, no Muster.</p>
<p>Wer &#8211; um mal wieder mit Teilhard de Chardin zu sprechen &#8211; &#8222;wirklich klar sehen will&#8220; muss &#8222;das tiefe Wollen&#8220; an den Puzzletisch mitbringen. Anderfalls enden wir im Nölen übers Detail oder bei ACTA.</p>
]]></content:encoded>
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