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	<title>Wavetank &#187; Business</title>
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		<title>Erfolgsfaktoren von Teams und kollaborativer Software</title>
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		<comments>http://wavetank.de/2009/09/erfolgsfaktoren-von-teams-und-kollaborativer-software/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 09:34:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>
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		<category><![CDATA[Erfolgsfaktoren]]></category>
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		<category><![CDATA[Team]]></category>
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		<description><![CDATA[Was bedeutet es eigentlich, zu kollaborieren? Was sind die Parameter, die hergestellt sein müssen, damit eine Gruppe, mit oder ohne technologischer Unterstützung kollaborieren kann? Hier einige Gedanken aus der eigenen Erfahrung, zur Diskussion und ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Vertrauen in die strukturelle und fachliche Selbsteinschätzung der Teammitglieder untereinander und ein Verständnis für die daraus erwachsenden Handlungsspielräume [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Was bedeutet es eigentlich, zu kollaborieren? Was sind die Parameter, die hergestellt sein müssen, damit eine Gruppe, mit oder ohne technologischer Unterstützung kollaborieren kann? Hier einige Gedanken aus der eigenen Erfahrung, <em>zur Diskussion</em> und ohne Anspruch auf Vollständigkeit.</p>
<ol>
<li>Vertrauen in die strukturelle und fachliche Selbsteinschätzung der Teammitglieder untereinander und ein Verständnis für die daraus erwachsenden Handlungsspielräume des Einzelnen</li>
<li>Vertrauen in die, gemessen an der in Punkt 1 aufgestellte Messlatte, der fachliche, organisatorische, strukturelle und politische Kompetenz der anderen.</li>
<li>Keine, oder kaum Überschneidung der Kernkompetenzen der Teammitglieder</li>
<li>klare Verantwortungsverteilung und -struktur mit einem fachlichen und/oder organisatoruschen Schwerpunkt für jedes Teammitglied</li>
<li>Faire und diskursive Beratung im Team, aber keine Debatten</li>
<li>Im Zweifel entscheidet der Verantwortliche</li>
<li>Team != Demokratie</li>
<li>Teamgröße einstellig halten, am besten mindestens drei und maximal siebeb Mitglieder</li>
<li>Saubere und verständliche Meetingregeln, egal ob online oder offline, synchron oder asynchron</li>
<li>Ziel und Zwischenziele sollten verstanden und von der absolut überwiegenden Mehrheit der Teammitglieder unterstützt werden</li>
<li><em>[Monogeschlechtliche Zusamme</em><em>nsetzung (?)]</em></li>
</ol>
<p><span id="more-175"></span></p>
<p>Unterstützt Wave diese Faktoren? Zur Zeit eher nicht, sehr viel wird der &#8222;organisatorischen Ebene&#8220; überlassen. Dies ist dann kein Problem, wenn die soziale Sphäre des Teams diese Faktoren natürlich aus sich selbst hervorbringt. Tut sie dies jedoch nicht, so reicht es nicht aus, dass eine Software einen möglichst freien Wissensfluss begünstigt.</p>
<p>Bei Wikipedia haben diverse Phänomene, die besonders der oben angesprochenen Kompetenzproblematik entsprungen sind, zu einer Erhöhung der Verdienten geführt. Eine Methode, die einem öffentlichen Medium gut entspricht, wenn die zur Erhöhung führenden Wege transparent und fair genug ist. So fair, dass eine ausreichende Menge (20%, 1% ?) von Vorreitern entsteht.</p>
<p>Was ist aber in Gruppen, in denen die Mitglieder nicht sämtlich durch eine intrinsische Motivation getrieben sind? Wertet man diverse Studien zum Thema optimistisch aus, so sind nur rund 10% der Arbeitnehmer in Deutschland überhaupt motiviert bei der Arbeit… was entweder zu einer niedrigen effektiven Produktivität, oder dem Einsatz extrinsischer Motivation führt, die nicht zwangsläufig eine angenehme Situation ist. (Im weiteren Kontext ist auch auch der Artikel von Jay interssant: <a title="Google Wave in den Wissenschaften" href="http://wavetank.de/2009/08/google-wave-in-den-wissenschaften/">Google Wave in den Wissenschaften</a>, sowie mein Artikel <a title="Google Wave Business Application" href="http://wavetank.de/2009/08/google-wave-business-application/">Google Wave Business Applicaton</a>)</p>
<p>Hieraus kann man zwei Schlüsse ziehen. Erstens könnten Freelancer, kleine Gruppen, dynamische, freie Teams dank kollaborativer Software auch großen Konzernen als ernsthafte Konkurrenten gegenübertreten. Und sollte eine Software, wie etwa Google Wave, gleichzeitig ein Trust-System für ökonomische Verdichtung bieten, dann könnte diese Konkurrenz auch dann realisierbar sein, wenn infrastrukturelle Mittel notwendig sind. Aber das ist ein Gedanke für einen anderen Artikel. (siehe dazu auch den Artikel von Siggi Becker: <a title="Disruption und Konflikt" href="http://wavetank.de/2009/08/disruption-und-konflikt-audio-und-folien/">Disruption und Konflikt</a>)</p>
<p>Der zweite Schluss beginnt den gedanklichen Kreis dieses Artikels zu schließen. Es bedarf eines strategischen Verständnisses einer sozialen und ökonomischen Kommunikationskultur. Zahlreiche Hierarchien und deren politische und damit auch kommunikatorische Implikationen in Gesellschaften beruhen auf einer anderen kommunikations- und kollaborationstechnologischen Basis. Die Überreste des Industriezeitalters sind noch überall spürbar und die in Firmen eingesetzte Software bedient noch häufig die Metaphern dieser Zeit.</p>
<p>Von daher ist die Metapherlosigkeit von Wave vielleicht sogar ein nützliches Wischen der Tafel. Es kam mir der Gedanke, die Aufgabe von Wave könnte in der Rückbetrachtung in einigen Jahren genau aus diesem Zweck bestehen. Doch auch dies führt uns in einen anderen zukünftigen Artikel. (siehe dazu auch Siggis Gedanke: <a title="Re-Label" href="http://wavetank.de/2009/08/relabel/">Re-Label</a>)</p>
<p>Die Herausforderung liegt demnach primär nicht auf der technischen Ebene. Nicht, dass ich dies für eine neue Erkenntnis halten würde. Jedoch wird es an dieser Stelle noch einmal explizit deutlich: Erfolgsfaktoren von kollaborativer Software sind weit jenseits des technischen Rahmens zu finden. Die Bedeutung einer sauberen, sicheren und performanten technologischen Realisierung sollte aber in keinem Fall unterschätzt werden.</p>
<p>Die Erfolgsfaktoren sind aber eher Dinge wie:</p>
<ul>
<li>Adaptierung an die soziale und motivatorische Konstitution eines Teams (ein &#8222;Schieberegler&#8220; zwischen organisatorischen und formal-technischen Regeln)</li>
<li>Herstellung einer vertrauenswürdigen Umgebung (Das bedeutet: verständlich, klar, transparent, sicher, …)</li>
<li>… und damit auch: Herstellung eines gemeinsamen semiotischen Raumes</li>
<li>Flow fördernd (Erkennbarkeit von Strukturen, Zwischenzielen, Ergebnisstufen und dem übergeordneten Zweck, …)</li>
<li>… und damit auch: Ein ästhetisches, angenehmes, gut strukturiertes Interface</li>
<li>Beschleunigung des tatsächlichen Kreationsprozesses / der produktiven Arbeit</li>
<li>… und damit auch: Sichtbarmachung von Ergebnissen und Erfolgen sowie von Lücken und Fehlern</li>
<li>Transformierbarkeit und Wiederverwendbarkeit von Daten, Informationen und Wissen</li>
<li>und schließlich; in der Summe der Gedanken: Ein atemberaubend gutes Interaktionsdesign</li>
</ul>
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		<title>Google Wave Business Application?</title>
		<link>http://wavetank.de/2009/08/google-wave-business-application/</link>
		<comments>http://wavetank.de/2009/08/google-wave-business-application/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Aug 2009 21:11:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Client]]></category>
		<category><![CDATA[CTO]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Enterprise]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Zeit werde ich von Kunden und Kollegen immer wieder nach der &#8222;Businesstauglichkeit&#8220; von Wave gefragt und muss, auch wenn das eine ungewohnte Situation für mich ist  , die Antwort zu einem großen Teil (noch) schuldig bleiben. Kurz gesagt: Ich weiß es nicht. Der aktuelle Stand von Wave regt zwar einen exorbitanten Haufen an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Zur Zeit werde ich von Kunden und Kollegen immer wieder nach der &#8222;Businesstauglichkeit&#8220; von Wave gefragt und muss, auch wenn das eine ungewohnte Situation für mich ist <img src='http://wavetank.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> , die Antwort zu einem großen Teil (noch) schuldig bleiben. Kurz gesagt: Ich weiß es nicht. Der aktuelle Stand von Wave regt zwar einen exorbitanten Haufen an Phantasien in mir an &#8211; doch ist, wie schon beschrieben, die Qualität des aktuellen Clients von Google nach recht – rudimentär.</p>
<p>Über das Warum und Wozu (siehe: <a href="http://wavetank.de/2009/08/relabel/">Relabel</a>, <a title="Wer frißt welchen Fisch in welcher Welle? Google Wave vs. NetDocuments" href="http://wavetank.de/2009/08/wer-frisst-welchen-fisch-in-welcher-welle-google-wave-vs-netdocuments/">Wer frißt welchen Fisch in welcher Welle? Google Wave vs. NetDocuments</a>, <a title="Google Wave als Raum und die Macht der Metapher in Zeiten der Restauration" href="http://wavetank.de/2009/08/google-wave-als-raum-und-die-macht-der-metapher-in-zeiten-der-restauration/">Google Wave als Raum und die Macht der Metapher in Zeiten der Restauration</a>, <a title="Disruption und Konflikt" href="http://wavetank.de/2009/08/disruption-und-konflikt/">Disruption und Konflikt</a> und weitere…) ist hier schon einiges geschrieben worden und deswegen suche ich mit diesem Artikel eher einen lockereren Ansatz mit der groben Richtung: Firmen mit IT-Abteilung oder &#8222;der Enterprise Markt&#8220;…</p>
<p><span id="more-168"></span></p>
<p><strong>Was soll man also dem CTO raten?</strong><br />
Angucken, angucken und noch mal angucken! Denn… auch wenn der Client mit einer recht gut gelernten und genauso altmodischen Metapher aufwartet, so ist das das Framework darunter Dynamit. Bei unserem Google Wave Hackathon vor einigen Wochen hier in meinem Büro haben wir in kürzester Zeit Robots und Gadgets geschrieben… Und auf der konzeptionellen Seite (gespickt mit zwei Vollblut-Interface- und Interaktionsdesignern) waren wir verwundert ob der Leichtigkeit mit der uns dieses technische Framework erlaubt, ausgeflippte, nützliche, präzise, sichere, effiziente (…) Interfaces und Prozesse zu entwerfen… und mit der gleichen Leichtigkeit war auch sichtbar, welche Leistung noch zu erbringen ist, damit der ein oder andere konkrete Prozess tatsächlich businesstauglich gemacht werden kann.</p>
<p>Und das ist der Punkt. Nur wenige Tools (wenn überhaupt eins) haben es mir so schnell erlaubt zu sehen, was die Todoliste ist. Zu erkennen, was sie für ein tatsächliches Potential haben und was ich noch leisten muss. Und wir haben da schon mit so einigen Tools im Themenumfeld Dokumentmanagement, Wissensmanagement, Prozessmanagement, Versionsmanagement (…) gearbeitet.</p>
<p><strong>Ist Google Wave jetzt schon einsatzbereit?<br />
<span style="font-weight: normal;">Nö. Es sei denn, die Nutzer sind ausschließlich Nerds und Geeks. Das was man jetzt bekommt, nennt sich ja deswegen auch Developer Sandbox. Und man muss vor dem Einlass unterschreiben, dass man gewillt ist, mit den Haien zu schwimmen… Zudem: Die Update-Info-Mails stapeln sich in meinem Posteingang… Vor einem echten Businesseinsatz sollte man Google erstmal in Ruhe fertig werden lassen.</span></strong></p>
<p><strong><span style="font-weight: normal;">Oder doch? Zumindest einen ernsthaften Test sollte man sich gönnen. Allerdings mindestens auf zwei Ebenen. Natürlich muss die IT hier mal reinschnuppern und sei es nur, um zu lernen und Ideen zu sammeln. Aber der wirkliche Test sollte gezielt &#8211; und nicht von der IT-, sondern eher von der Kommunikationsabteilung einer Firma getrieben sein und sollte sich eben genau darauf beziehen. Auf die kommunikativen und kollaborativen Aspekte von Wave.</span></strong></p>
<p>Jedoch: Vorsicht. Wer die <a href="http://wavesandbox.com">Wavesandbox</a> nutzt, speichert seine Daten irgendwo im Google Netzwerk. Das könnte in einigen Fällen zu datenschutzrechtlichen Bedenken führen. Bei unserem nächsten <a title="2. Google Wave Hackathon" href="http://wavetank.de/2009/08/zweiter-google-wave-hackathon-in-dusseldorf-am-1920-september/">Wave Hackathon</a> werden wir den Wave Federation Server genauer unter die Lupe nehmen&#8230; mit einem eigenen Server verschwinden höchstwahrscheinlich dann auch die Risiken hinsichtlich des Datenschutz.</p>
<p><strong>Wird Google Wave erfolgreich?<br />
<span style="font-weight: normal;">Och… auch diese Frage wurde mir häufiger gestellt… Auch hier muss ich passen. Es ist noch viel zu tun, aber es könnte sein, dass Google die Löslösung von den herkömmlichen Metaphern der Desktop-Welt überspannt hat. Auch wenn ich dies generell begrüße (siehe meinen <a title="Vortrag von Tim Bruysten auf dem 2. Wave Wednesday" href="http://wavetank.de/2009/08/vortrag-vom-2-wave-wednesday/">Vortrag auf dem 2. Wave Wednesday</a>), weil wir uns damit neue Freiheiten erkaufen, bezahlen wir mit einer großen Menge an Vertrautem, was wir aufgeben müssen.</span></strong></p>
<p><strong><span style="font-weight: normal;">Es kann auch sein, dass der Anspruch, das ultimative Werkzeug, welches Kollaboration in beliebiger Auflösung zwischen Synchronizität und Asynchronizität erlaubt, welches nicht nur die Grenze von Raum und Zeit, sondern auch die von Sprache, Dokumenten und Versionen überwindet, welches im gleichem Atemzug ein legitimer Nachfolger von E-Mail, Chat, Forum, Blog, Versionsmanagement und Dokumentmanagement sein soll, selbst für Google zu groß ist. Selbst wenn man an einem schönen Strand in Australien sitzt.</span></strong></p>
<p><strong><span style="font-weight: normal;">Es kann aber auch sein, dass es einfach gut klappt <img src='http://wavetank.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /><br />
Warten wir es ab! Und wer bis dahin mit einem unserer Accounts spielen oder an unseren Erfahrungen teilhaben möchte, möge sich einfach melden! </span></strong></p>
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