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	<title>Wavetank &#187; Beschleunigung</title>
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		<title>Complexity &amp; Processity</title>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 17:08:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beschleunigung]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Der letzte Artikel hier im Wavetank von Dr. J., &#8222;The Wave, Buzz, Facebook, and Everything&#8220;, mäkelt an den Vielzahl der Quellen, dem Rauschen in den Kanälen und der Redundanz der Informationen auf den Kanälen herum. Das J. dabei nicht schirrmachert weiß jeder, der auch nur kurz in die Ästhetische Gesellschaft hereingeblickt hat.
Wichtig ist, die notwendige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Der letzte Artikel hier im Wavetank von Dr. J., &#8222;<a title="The Wave, Buzz, Facebook, and Everything" href="http://wavetank.de/2010/05/the-wave-buzz-facebook-and-everything/">The Wave, Buzz, Facebook, and Everything</a>&#8220;, mäkelt an den Vielzahl der Quellen, dem Rauschen in den Kanälen und der Redundanz der Informationen auf den Kanälen herum. Das J. dabei nicht schirrmachert weiß jeder, der auch nur kurz in die <a title="Die Ästhetische Gesellschaft" href="http://vimeo.com/channels/aesthetic">Ästhetische Gesellschaft</a> hereingeblickt hat.</p>
<p>Wichtig ist, die notwendige Reflexionshöhe einzunehmen. Daher 3x ein ganz einfaches Ja:</p>
<ul>
<li>Ja, wir leben in einer Zeit des Wandels und müssen mit uns selbst wie mit unserer Umwelt geduldig sein</li>
<li>Ja, wir leben in einer beschleunigten Zeit und müssen uns daher gelegentlich anschnallen</li>
<li>Ja, wir leben in einer Zeit der Abstraktion und müssen das Lernen von den Fakten auf die Methoden verlagern</li>
</ul>
<p>Das Sehnen aus J.&#8217;s Artikel ist mehr als verständlich; und dem Motto dieses Blogs folgend, ist es als ein notwendiger Schmerz zur Beschleunigung aus dieser merkwürdigen Watte-Zeit heraus. Einer Zeit, in der die Gesellschaft selbst zerrissen scheint zwischen müder Restauration und gewagter Utopie; in der diese beiden aber zugleich merkwürdig abstrakt und unfassbar sind. Spürbar sind sie, aber was genau ist denn damit gemeint?</p>
<p>Das Vorstehende soll für dieses Mal eine rhetorische Frage bleiben; da ich hier auf einer anderen Ebene konkretisieren möchte:</p>
<p>Was könnte denn eine Kulturtechnik sein, mit deren Hilfe wir in das folgende Zeitalter schreiten können? Das Zeitalter voller neuer Technologien, die jede für sich grundsätzliche Fragen auf absoluter Höhe stellt (nur zur Erinnerung: <em>Nano-Assembling, Bio-Assembling, Gentechnik, (Nano-)<a title="Wavetank: Robotik - Präzision und Unsichtbarkeit" href="http://wavetank.de/2010/04/prazision-und-unsichtbarkeit/">Robotik</a></em><em>, Computing und Informationstechnologie</em>).</p>
<p>In einem anderen Zeitalter hätte man vermutlich den Term der Werte gesucht; wenn die Welt jedoch digital wird und die oben erwähnten Technologien durchschlagen, könnte die Kulturtechnik des Wertekonsens zu kurz greifen.</p>
<p>Ein Ansatz, der gelegentlich schon durch die Ästhetische Gesellschaft waberte, scheint mir das Üben des richtigen Maßstabes zu sein; Dinge von ganz nah und gleichzeitig von ganz fern betrachten zu können. Ein schneller Tanz der Gedanken, der Inspiration und der Erfahrung: Skalierung in der Betrachtung und im Betrachteten. (siehe auch: <a title="Tim Bruysten: Vom kulturellen Wirkungsquantum" href="http://wavetank.de/2010/04/vom-kulturellen-wirkungsquantum/">Vom kulturellen Wirkungsquantum</a>)</p>
<p>So wie wir heute ein Bauchgefühl für den richtigen Ton, das Duzen oder Siezen, für Smalltalk und Eskalation, für Tischmanieren, die Unschuldsvermutung und 1000 andere Gesten entwickelt haben um in der Gesellschaft der sozialen Marktwirtschaft miteinander leben zu können, so ist es notwendig, eine ebenso tiefe Geste zu etablieren, die den skizzierten Anforderungen gerecht wird.</p>
<p>Zu wissen, wann das Verstehen das Sehen von Atomen erfordert; wann es des übergeordneten Musters bedarf. Selbstverständlich ist dies nicht binär, sondern ein Übergang.</p>
<p>Guckt man nun hier mit der Metabrille; so muss eine Gesellschaft des &#8222;Flux&#8220;, die von den Vorteilen der technologischen Beschleunigung profitieren will, auf der Seite des Fortschritts die Komplexität umarmen. Muss eben jene Skalierungsübung immer wieder vollziehen, solange bis der Fokus scharf ist und sich dann, auf der Seite der Integration, beständig auf die Feinjustierung gesellschaftlicher Prozesse verständigen.</p>
<p>Das Lösen von der Ebene der Informationsatome ist dabei ebenso selbstverständlich wie auch überflüssig. Die Entitäten des Wissens werden allgegenwärtig zur Verfügung stehen. In einer wirklich digitalisierten Gesellschaft noch um Größenordnungen intensiver als heute. Verloren der, der sich nicht auf das Erkennen von Mustern versteht. (Update: Noch verlorener der, der bisher seine Wertschöpfung mit der Vermittlung von Fakten erwirtschaftete und nun die Ebene der Muster nicht versteht. Siehe auch: <a title="Tim Bruysten: Die Kybernese der Gesellschaft" href="http://blog.bruysten.com/2010/04/11/die-kybernese-der-gesellschaft/">Die Kybernese der Gesellschaft</a>)</p>
<p>Die Abstraktionsebene kennt natürlich das Mittel und den Phänotyp des Beispiels; was aber nichts vom Paradigma des Zugangs durch das Muster abziehen kann.</p>
<p>________________________</p>
<p>weitere Leseempfehlungen im Kontext:</p>
<ul>
<li><a title="Paul Strassmann on Information Management and Organizational Entropy" href="http://wavetank.de/2010/01/information-management-and-organizational-entropy/">Paul Strassmann on Information Management and Organizational Entropy</a></li>
<li><a title="Elena Esposito: Die Transparenz der Technik in der medialen Kommunikation" href="http://wavetank.de/2010/01/355/">Elena Esposito: Die Transparenz der Technik in der medialen Kommunikation</a></li>
<li><a title="Siggi Becker: Differenzen stückeln" href="http://wavetank.de/2010/02/differenzen-stuckeln/">Differenzen stückeln</a></li>
<li><a title="Bot-Mediated Reality" href="http://wavetank.de/2010/01/bot-mediated-reality/">Bot-Mediated Reality</a></li>
<li><a title="Siggi Becker: Collaboration und Konflikt" href="http://wavetank.de/2009/09/collaboration-und-konflikt/">Collaboration und Konflikt</a></li>
</ul>
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		<title>Präzision und Unsichtbarkeit</title>
		<link>http://wavetank.de/2010/04/prazision-und-unsichtbarkeit/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 13:21:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beschleunigung]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Bots]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kybernetik]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexion]]></category>
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		<description><![CDATA[Schon seit einigen Jahren verfolgen Siggi und ich die Entwicklungen in der Robotik mit großem Interesse. Auf der technischen Ebene sind wir staunende Laien; unser Beobachtungsschwerpunkt ist vielmehr die Exploration der Prototypen in die manifeste Welt. Wie werden die Phänotypen aussehen, die uns aus der Serienproduktion entschlüpft begrüßen werden? Welche gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, künstlerischen, militärischen […] [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Schon seit einigen Jahren verfolgen <a title="Siggi Becker" href="http://siggibecker.de/blog">Siggi</a> und ich die Entwicklungen in der Robotik mit großem Interesse. Auf der technischen Ebene sind wir staunende Laien; unser Beobachtungsschwerpunkt ist vielmehr die Exploration der Prototypen in die manifeste Welt. Wie werden die Phänotypen aussehen, die uns aus der Serienproduktion entschlüpft begrüßen werden? Welche gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, künstlerischen, militärischen […] Szenarien sind denkbar?</p>
<p>Im Kontext des Wavetank ist dies von besonderem Interesse: Robots haben schon jetzt einen gigantischen Anteil an der Wirtschaftsleistung der Post-Industrie-Gesellschaften. Sie umgeben uns überall. Als Geldautomat, als Assistent für XYZ im Auto, als Waschmaschine oder als der Software-Hardware-Hybrid, mit dem dieser Text geschrieben und gelesen wird. Robots verändern den Arbeitsmarkt, die Anforderungen an das Lernen, das vom konkreten Detailwissen seinen Schwerpunkt zum abstrakten Mustererkennen und -projizieren verschiebt.</p>
<p><span id="more-495"></span></p>
<p>Robots sind, ob sie nun sichtbar oder unsichtbar agieren, als Software- und/oder Hardware, die Schnittstelle zur <a title="Wikipedia: Kybernetik" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kybernetik">kybernetischen</a> Gesellschaft (siehe dazu auch: <a title="Die Kybernese der Gesellschaft" href="http://blog.bruysten.com/2010/04/11/die-kybernese-der-gesellschaft/">Die Kypernese der Gesellschaft</a> in meinem <a title="Tim Bruystens Weblog" href="http://bruysten.com/">Blog</a>). Sie helfen uns Reflexionzyklen zu optimieren und zu beschleunigen, sie helfen abstraktere Reflexionen vornehmen  zu können und sie könnten uns unterstützen, das optimale Gleichgewicht zwischen ewigem Gedächtnis und gezieltem Vergessen zu finden. Diesen Dienst können sie für uns als Individuen, wie auch als Unternehmen, Vereine, Parteien oder Gesellschaften leisten.</p>
<p>Nun ist mal wieder ein neues Video aufgetaucht, das unsere Phantasie anregt. Sicherlich ist es noch ein weiter Weg von einer Roboter-Hand bis zu einem humanoiden Freund. Aber die Hand kann ganz für sich allein zahlreiche Arbeitsplätze kosten, kann medizinische Eingriffe präziser machen und gefährliche Aufgaben ohne Gesundheitsrisiko für einen Menschen übernehmen.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/-KxjVlaLBmk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/-KxjVlaLBmk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Die flächendeckende Einführung einer solchen Hand in der industriellen Fertigung, der Entsorgung, aber auch im Einzelhandel könnte durchaus im Sinne des Artikels &#8222;<a title="Vom kulturellen Wirkungsquantum" href="http://wavetank.de/2010/04/vom-kulturellen-wirkungsquantum/">Vom kulturellen Wirkungsquantum</a>&#8220; einen Quantensprung darstellen.</p>
<p>Und es ist auch im Kontext Siggis Artikel &#8222;<a title="Siggi: Differenzen stückeln" href="http://wavetank.de/2010/02/differenzen-stuckeln/">Differenzen stückeln</a>&#8220; lesenswert, der dort Luhmann (1984) zitiert:</p>
<blockquote><p>&#8222;Eine Gesellschaft, die höhere Komplexität ausbildet, wird also Formen der Erzeugung und Tolerierung struktureller Unsicherheiten finden müssen. Sie wird sich ihre eigene Autopoiesis gewissermaßen jenseits ihrer Strukturen garantieren müssen…&#8220;</p></blockquote>
<p>Zum verwandten Themenkomplex der Software-Bots habe ich mich schon im Artikel &#8222;<a title="Bot mediated Reality" href="http://wavetank.de/2010/01/bot-mediated-reality/">Bot mediated Reality</a>&#8220; geäußert (der auf den sehenswerten Vortrag von Daniel Suarez verlinkt) und das Thema mit Siggi und <a title="Dr. J. Martin" href="http://betweendrafts.com/">J.</a> in der <a title="Die erste Session der ästhetischen Gesellschaft" href="http://wavetank.de/2010/01/die-asthetische-gesellschaft-session-one/">ersten Session der ästhetischen Gesellschaft</a> vertieft.</p>
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		<title>Vom kulturellen Wirkungsquantum</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Apr 2010 16:44:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Die Ästhetische Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bräuche]]></category>
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		<category><![CDATA[Genetik]]></category>
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		<category><![CDATA[Planck]]></category>
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		<description><![CDATA[Fortschritt
Wie vermisst man den Fortschritt? Und wie tut man dies, ohne sich von ideologischen Hürden ausbremsen zu lassen? Schon häufiger sind wir im Wavetank und in unseren Sessions (1, 2, 3, 4) über diese Aufgabe gestolpert. Die hier geteilte Grundannahme zur Identifizierung des Fortschritts ist wohl, Reproduzierendes und Reproduziertes auszuschließen; und zwar im Phänotypischen wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><strong>Fortschritt</strong><br />
Wie vermisst man den Fortschritt? Und wie tut man dies, ohne sich von ideologischen Hürden <em>ausbremsen</em> zu lassen? Schon häufiger sind wir im Wavetank und in unseren Sessions (<a title="Session One" href="http://wavetank.de/2010/01/die-asthetische-gesellschaft-session-one/">1</a>, <a title="Session 2" href="http://wavetank.de/2010/01/die-asthetische-gesellschaft-session-two/">2</a>, <a title="Session 3" href="http://wavetank.de/2010/02/die-asthetische-gesellschaft-–%C2%A0session-three/">3</a>, <a title="Session 4" href="http://wavetank.de/2010/02/die-gesellschaft-als-offenes-kunstwerk/">4</a>) über diese Aufgabe gestolpert. Die hier geteilte Grundannahme zur Identifizierung des Fortschritts ist wohl, Reproduzierendes und Reproduziertes auszuschließen; und zwar im Phänotypischen wie auch im Genotypischen; auf jeden Fall aber im Performativen.</p>
<p><span id="more-427"></span></p>
<p>Das wahre Neue wäre demnach ein bisher nicht dagewesenes und durch bisherige Regeln nicht vollständig erklärbares Artefakt. Unter Artefakten möchte ich hier Gesten, Bräuche, Geschichten, Produkte, Objekte usw. subsumieren.</p>
<p>Soweit, so gut. Doch scheint es, dass bei beliebig kleinen Messabständen Disruption gegen Null strebt. Bei einer atomaren Auflösung gesellschaftlicher Prozesse ist jeder Schritt aus dem vorhergehenden erklärbar; wird Kausalität zu einem unüberwindbaren Naturgesetz.</p>
<p>Löst man das Leben von Miles Davis in kleinsten Einheiten auf, wird nichts nicht Erklärbares zu finden sein. Jede Improvisation wird transparent, jeder Hauch von Genie verblasst.</p>
<p><strong>Veränderung</strong><br />
Konservativismus, Protektionismus und &#8222;Restaurationismus&#8220; sind jedoch Phänomene, deren Existenz vermuten lässt, dass es zumindest perzeptive Disruption geben muss, zu der es ein Abstandsbedürfnis gibt. Wenngleich sich das subjektive Empfinden von Disruption häufig mit Differenzüberwindungen (gemeinhin &#8222;lernen&#8220;) erklären lässt, ist doch das Kälte- oder Hitzeempfinden – und das daraus Folgende Zurück- oder Vorschrecken – von Systemen nicht so leicht mit dem Addieren der Subjekte in Verbindung zu bringen.</p>
<p>Treten mehrere gesellschaftliche Teilsysteme in einen gemeinsamen Resonanzbereich, so werden Gesten, Riten, Gewohnheiten und damit Orientierungspunkt verschoben. Auch hier ist die Problemlage ähnlich: In atomarer Auflösung sind nur kausale Einzelschritte identifizierbar; dennoch können sich vermischte Teilsysteme zu einem neuen System verschwören, dessen Eigenschaften von einem unabhängigen Beobachter eben nicht mehr aus den Eigenschaften der Parentalsysteme herzuleiten sind.</p>
<p><strong>Bewegung</strong><br />
Es scheint also vom Betrachtungsabstand abzuhängen, ob ein Beobachter einen Schritt als disruptiv oder nicht disruptiv einordnen würde: Der kleine grüne Marsianer der alle 3.000 Jahre an der Erde vorbeikommt würde allerdings von einer ganzen Treppe voller Stufen berichten, die die Menschen seit seinem letzten Besuch genommen haben.</p>
<p>Unabhängig von der Größe der Systeme (Mensch – Maschine oder Gesellschaft – Technologie), bedarf es also einer Definition der Beobachtungsdistanz, um Urteile zum Maß einer Veränderung verstehen zu können. Diese drückt sich in den Grenzen aus, die ein Betrachter einen betrachteten System einräumt und die einzige Vorgabe, die diese Grenzen erfüllen müssen ist, dass sie eine Differenz ausmachen.</p>
<p>Ein kulturelles Wirkungsquantum könnte also so definiert sein, dass es die kleinste Größe ist, die bei einer gegebenen Beobachtung eine eindeutige, eine signifikante Unterscheidbarkeit zweier Zustände ermöglicht. Folglich ist es ein dynamisches, ein relatives Maß – in dem der Beobachter und sein Wertesystem eine entscheidende Rolle spielt.</p>
<p><strong>Qualifizierung</strong><br />
Doch nach obiger Definition ist Veränderung noch kein Fortschritt. Die Definition einer signifikanten Differenz kann aber helfen, Fortschritt selbst einzuordnen. Ein sehr abstrakter Ansatz könnte sein, die Produktionspotentiale des Vorher und des Nachher zu betrachten und dann einen Fortschritt auszurufen, wenn das Nachher einer Gesellschaft die Möglichkeit bietet, Artefakte (welcher Art auch immer) mit einer höheren Energiedichte, mit einer höheren Ektropie zu schaffen.</p>
<p>Ein Indiz, dass ein disruptiver Schritt vorliegt könnte auch sein, dass ohne &#8222;Blutvergießen&#8220; kein Zurück mehr möglich ist; wenn das Ergebnis der Vermischung von Systemen ein eigenständig lebensfähiges neues System hervorbringt, wenn das Vorher noch erinnert wird, aber die Dekonstruktion aus dem Jetzt nicht sichtbar ist. Wenn die neuen Regeln im systemischen Sinne transparent werden.</p>
<p>Der Selbsterhaltungstrieb bekommt in so einem Weltbild eine völlig neue Bedeutung. Er kann nicht ego- oder antropozentrisch sein. Eher memetisch, auf jeden Fall aber systemisch. Die Energie zum Schaffen neuer valider Regeln mit höherem ektropischen Potential, das Spielen unendlicher Spiele. Interessanterweise kann das Verständnis, wie auch das Mißverständnis dieses Versuches hier zu restaurativen Bemühungen führen.</p>
<p><strong>… und weiter…</strong><br />
Obwohl in diesem Kontext Fortschritt ohne Ideologie vermessen werden kann, fehlt es an einer allgemeinverständlichen Sprache, an Utopien und Visionen, die dies zum Gemeingut machen. Vielleicht ein Handlungsauftrag die Post-Postmoderne…?</p>
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		<title>Just say NO</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 12:46:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Siggi Becker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beschleunigung]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Ästhetik]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kontingenz]]></category>
		<category><![CDATA[Systemtheorie]]></category>
		<category><![CDATA[trend]]></category>
		<category><![CDATA[Utopie]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Leitmotiv vieler gegenwärtiger politischer, wirschaftlicher und gesellschaftlicher Prozesse scheint mir ein Nein zum Nein zu sein. Unter diesen Bedingungen ist die Flucht in die scheinbare Sicherheit von Trends nichts als der Ausdruck der Mutlosigkeit zur Utopie. Nur wo die phantastische Negation eines Bestehenden ihren mutigen Ausdruck in der Vision einer Utopie findet, können auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Das Leitmotiv vieler gegenwärtiger politischer, wirschaftlicher und gesellschaftlicher Prozesse scheint mir ein Nein zum Nein zu sein. Unter diesen Bedingungen ist die Flucht in die scheinbare Sicherheit von Trends nichts als der Ausdruck der Mutlosigkeit zur Utopie. Nur wo die phantastische Negation eines Bestehenden ihren mutigen Ausdruck in der Vision einer Utopie findet, können auch Kulturformen des Übergangs (Luhmann) gefunden werden um die explodierende CO-ntingenz auf bearbeitbaren Boden zu reduzieren. Nur so könnten statt im Kern lächerlicher futuristischer Kürvchen, Bilder von Zukünften formuliert werden, die genügend CO-nsens erzeugen, damit Organisationen Formen finden, die ihnen ermöglichen genügend Selbstähnlichkeit aufrechtzuerhalten, ohne die notwendigen Transformationen in Katastrophen oder Dystopien enden zu lassen. Zuviel Ernst produziert in dieser Lage nur eventuell tödliche Denkverbote.</p>
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		<title>Die ästhetische Gesellschaft – Session Three</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 23:46:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Die Ästhetische Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ästhetik]]></category>
		<category><![CDATA[Free-Flow]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Der dritte – und aus Versehen merkwürdig kurze – Session der ästhetischen Gesellschaft beginnt mit der Debatte über meinen Versuch zu einer Pragmatik der ästhetisch-dynamischen Felder und endet in einer Zuspitzung dynamischer Gesellschaften… Klingt schlimmer, als es ist  

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Der dritte – und aus Versehen merkwürdig kurze – Session der ästhetischen Gesellschaft beginnt mit der Debatte über meinen <a title="Ästhetische Feldtheorie" href="http://wavetank.de/2010/01/forderung-einer-asthetischen-feldtheorie-dynamischer-netze/">Versuch</a> zu einer Pragmatik der ästhetisch-dynamischen Felder und endet in einer Zuspitzung dynamischer Gesellschaften… Klingt schlimmer, als es ist <img src='http://wavetank.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="300" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=9110863&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="300" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=9110863&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Bot-Mediated Reality</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 17:28:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bruysten</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>
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		<category><![CDATA[Wave]]></category>

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		<description><![CDATA[Zahlreiche Tools haben wir hier schon befeiert, Wave natürlich, aber auch andere. Die kollaborative Wirksamkeit dieser Tools entsteht natürlich vor allem durch die Akzeptanz der User, durch ein geniales UI Design, aber eben auch durch die technischen Möglichkeiten.
Was da so alles an Bots, Deamons und Agents kreucht und fleucht, ist den meisten Nutzern höchstwahrscheinlich unbewusst. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Zahlreiche Tools haben wir hier schon befeiert, <a title="Google Wave" href="http://wave.google.com">Wave</a> natürlich, aber auch andere. Die kollaborative Wirksamkeit dieser Tools entsteht natürlich vor allem durch die Akzeptanz der User, durch ein geniales UI Design, aber eben auch durch die technischen Möglichkeiten.</p>
<p>Was da so alles an Bots, Deamons und Agents kreucht und fleucht, ist den meisten Nutzern höchstwahrscheinlich unbewusst. Doch verlagern wir schon heute einen nicht zu verachtenden Teil von Entscheidungsverantwortung in die Hände dieser kleinen künstlichen Intelligenzen.</p>
<p><span id="more-319"></span>Die Frage, wer  im Netz welche Werbung zu sehen bekommt ist dabei eine der einfachsten. Spannender wird es schon, wenn die halbe Million Überwachungskameras in London von Programmen und nicht von Menschen gesichtet werden. Nur wenn die Programme etwas Auffälliges sehen, wird dies an Menschen weitergeleitet.</p>
<p>Zwei interessante Quellen zu diesem Thema möchte ich hier vorstellen.</p>
<p><strong>1. Ein Vortrag von Daniel Suarez </strong></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="264" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="flashvars" value="webhost=fora.tv&amp;clipid=7142&amp;cliptype=clip" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://fora.tv/embedded_player" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="264" src="http://fora.tv/embedded_player" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" flashvars="webhost=fora.tv&amp;clipid=7142&amp;cliptype=clip"></embed></object></p>
<p>Den <a title="Daniel Suarez - Daemon: Bot-Mediated Reality" href="http://fora.tv/2008/08/08/Daniel_Suarez_Daemon_Bot-Mediated_Reality#fullprogram">vollständigen Beitrag gibt es bei Fora.tv</a> (Die Einführung kann man getrost überspringen).</p>
<p><strong>2. Ein WDR5 Beitrag</strong></p>
<p>Warum Bremsassistenten (also Bots im Auto), einen Unfall zur Zeit nicht verhindern dürfen. (<a title="WDR5 Leonardo: Wie Forscher die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle senken wollen" href="http://www.wdr5.de/fileadmin/user_upload/Sendungen/Leonardo/2009/12/Manuskripte/ms091228Verkehrstote.pdf">PDF Manuskript der Sendung; Seite 6</a>). Weitere <a href="http://www.wdr5.de/sendungen/leonardo/s/d/28.12.2009-16.05/b/schwerpunkt-vollbremsung-gegen-den-tod.html">Informationen zur Sendung gibt es bei WDR5</a>.</p>
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		<title>Think about it</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Aug 2009 22:43:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Siggi Becker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beschleunigung]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>

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