Session 6: Die Kunst des Sehens

by Siggi Becker on 10. April 2010

in Die Ästhetische Gesellschaft

Tim und Jay haben mir aus Zeitmangel den Text zur 6. Session aufgebrummt. Wie es das philosophische Hamsterrad so mit sich bringt, ergab sich gerade vorhin eine treffliche, thematische Synchronizität: die morgige Ausgabe des Nachtstudios auf ZDF, insbesondere ab Minute 45 in den Äusserungen von Prof. Kruse.

Während ich in unserem Gespräch mal wieder Finetti mit Dem Sehen in der Mathematik in die Runde warf, um den – wie Kruse meint nachträglich als intuitiv gelabelten – Moment des Erkennens des Neuen zu verorten, weist Kruse auf den durch Unmengen an konsumierter Information herbeigeführten Umschlag in ein Muster hin. An dieser Hürde sind also Schirrmacher und alle Opfer unseres Schulsystems, das vom Detail zum Ganzen drillt zerschellt. ;-) No Frust, no Muster.

Wer – um mal wieder mit Teilhard de Chardin zu sprechen – „wirklich klar sehen will“ muss „das tiefe Wollen“ an den Puzzletisch mitbringen. Anderfalls enden wir im Nölen übers Detail oder bei ACTA.

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Tweets die Session 6: Die Kunst des Sehens — Wavetank erwähnt -- Topsy.com
11. April 2010 um 12:20
Die Ästhetische Gesellschaft — Session.Six: Ein Wavetank VideoCast | between drafts
26. April 2010 um 11:39
Session 7: Epiphifzen und digitale Schwerkraft — Wavetank
26. April 2010 um 17:31

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Jürgen Gundlach 13. April 2010 um 23:36

He folks, 75 Minuten sich auf einem Sofa flätzen und geistig Vollgas geben, finde ich beachtlich. Respekt. Mir blieb nur der consumer part, und das wird laut Jay mit dem iPad noch zunehmen. Uff. Ich höre kein Radio, und sehe selten TV, weil dann, wenn es interessante Beiträge gibt, ich einfach nicht on air bin. Deshalb könnte mich das iPad mit Sendungen und Informationen, die mich interessieren, und die ich zu einer Zeit abrufe, die mir paßt, schon etwas bringen: informativen Mehrwert. Ihr seht, die andere Art des Internet-Journalismus läßt mich nicht los.
Gruß von Jürgen Gundlach

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Siggi 14. April 2010 um 12:22

75min? Hm. Wir scheinen da eine genetisch bedingte Smalltalk-Atrophie zu haben. – Tja, das iPad. Wie Jay im Werbeblogger auch noch mal ausgewälzt hat, scheint das iPad in ein größeres Bild einer weltweiten Restauration politischer und technologischer Art hineinzupassen. Stichwort Splinternet und Zensur, AOL-Syndrom. Kann sein das es immer wichtiger wird die Utopien wachzuhalten, denn den Zukunftsraum durch Einpennen in dieser Hinsicht zu verdunkeln könnte fatal werden.

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